Frage von Girl2904, 60

Bandscheibenvorfall.Schmerzen werden nur leicht besser,was tun?

Ich bin seit Anfang April auf Grund einem Bandscheibenvorfall krankgeschrieben.Ich wurde über einige Wochen Physiotherapeutisch behandelt,allerdings ohne großen Erfolg.Vor ein paar Wochen hatte ich eine Reha,die auch eine deutliche Verbesserung gebracht hat,allerdings habe ich immer noch phasenweise stechende und ziehende Schmerzen beim länger Stehen,oder auch gehen und dazu teilweise ausstrahlende schmerzen ins Gesäß. Ich arbeite noch nicht lange als ausgelernte Krankenpflegerin und hatte schon in meiner Ausbildung Rückenschmerzen.Ab nächste Woche werde ich wiedereingegliedert und habe etwas Bammel davor,zu mal ich wie gerade beschrieben habe,noch nicht schmerzfrei bin und die Sorge da ist, dass ich nochmals länger ausfallen könnte,weil mein Vorfall noch nicht komplett verheilt ist. Habt ihr mir einen Rat wie ich damit umgehen könnte? Als Krankenpflegerin muss man oftmals adioöse Patienten betten, mobilisieren, lagern etc...ich hoffe einfach die Wiedereingliederung geht nicht schief denn ich möchte Eig auf jeden Fall weiterhin auf Station arbeiten...was meint ihr dazu? Oder erst mal reduzieren? Danke für eure Antworten :)

Antwort
von Anni478, 27

Leider kann ich dir versichern, dass dieser Beruf nichts für dich ist!!  Diese Arbeit macht deine Schmerzzustände nicht besser, im Gegenteil, selbst wenn du Wert auf rückenfreundliches Arbeiten legst.

Da der Schmerz bzw. die Ursachen bisher noch nicht mal beseitigt wurden, wird während oder nach der Wiedereingliederung definitiv eine Verschlechterung der Bescherden eintreten.

Natürlich gibt es im Rahmen der Physiotherapie bestimmte Techniken zur Bandscheibenreduktion. Leider jedoch sind diese nicht jedem Therapeuten geläufig und somit steigt oder fällt auch der Effekt der Behandlung.  Nach der Bandscheibenreduktion sollten konsequent Dehnübungen vollzogen werden, die das muskuläre Gleichgewicht wiederherstellen und somit die Belastung von den Bandscheiben nehmen. Die Annahme, dass Rückentraining die Lösung allen Übels ist, ist FALSCH! Bandscheiben werden dadurch bei bereits bestehenden Dysbalancen einer erhöhten Belastung ausgesetzt.

Kommentar von Girl2904 ,

Danke für die ausführliche Antwort :) das ist eben meine Sorge, weil mir bekannt ist, dass bei körperlicher Belastung diese noch jetzigen Beschwerden zunehmen. Ich war immer der Meinung dass es sinnvoller ist erst wieder einen Arbeitsbereich zu starten, wenn meine Beschwerden komplett abgeklungen sind, aber mein Arzt ist da anderer Meinung. Ebenfalls was das tragen etc betrifft. Ich fange mit 4 Stunden an aber soll  wie bisher arbeiten, weil ich ja wieder so arbeiten muss oder soll wie zuvor auch. Ich habe kein gutes Gefühl bei der Sache, auch wenn meine Schmerzen deutlich besser sind, aber eben noch nicht so, damit ich mir zutrauen kann, wie gehabt zu arbeiten. Mir macht mein Beruf Spaß und ich hab Freude daran, deswegen will ich nichts reskieren und eine Wiedereingliederung die abgebrochen werden muss, wäre nicht gerade so toll. Ich hoffe es natürlich nicht, aber man weiß es nicht..

Antwort
von Lilo626, 22

Ich spreche aus eigener Erfahrung (also meine individuellen Eindrücke)

Es klongt ganz so als wäre der Beruf nicht passend oder verschlimmert das problem deiner Rückenschmerzen.
In meiner Zeit war Ibuprofen der helfer aber jeden Tag einnehmen geht auch nicht. Trotz Reha und jahrelanger Physiotherapie habe ich mich für eine OP entschieden, und das war eindeutig der richtige weg. Du verschiebst die schmerzen nur aber wenn dein Körper ruht kommt alles auf einmal wieder. Es gibt kleine übungen die du in den Pausen machen kannst aber was hilft langfristig?

Klar ist es bei jedem anders aber ich muss sagen dass eine OP die einzige Lösung für mich längerfristig war.

Antwort
von johnnymcmuff, 3

ich hoffe einfach die Wiedereingliederung geht nicht schief denn ich möchte Eig auf jeden Fall weiterhin auf Station arbeiten...was meint ihr dazu?

Wenn es mit der Wiedereingliederung nicht richtig klappt oder die akuten Schmerzen wieder auftauchen ( wovon ich leider erfahrungsgemäß ausgehe), bleibt Dir wohl nichts anderes übrig als sich ein Attest vom Arzt zu besorgen, dass Du in Deinem Beruf nicht mehr weiter arbeiten kannst,

Dann gehst Du zur Agentur für Arbeit zwecks Besprechung einer Umschulungsmaßnahme bzw. Weiterbildungsmaßnahme die auf Deinen Beruf aufbaut.

Es gibt kaum ideale Berufe bei Bandscheibenproblemen aber Dein jetziger Beruf ist wirklich nichts für Dich.

Ja, die mache ich und habe sogar eine Rehanachsorge

Ich hatte schon einen OP-Termin und bin aber dann noch zu einem anderen Arzt gegangen der mich in eine Reha und anschließender Nachsorge (IRENA) für 6 Monate schickte.

Es war so gut, dass ich nicht operiert werden musste.

LG

johnnymcmuff

Antwort
von Tanzistleben, 25

Hast du deine Wirbelsäule schon einmal einem Neurochirurgen, der sich besonders mit der Wirbelsäule beschäftigt, vorgestellt? Nicht dass operiert werden müsste, aber die Neurochirurgen haben noch ganz andere, erweiterte Behandlungsmöglichkeiten als die Orthopäden. Sicher fällt ihnen noch etwas Besseres ein, um deine Beschwerden in den Griff zu bekommen. Einen Versuch wäre es wert, denn zu verlieren hast du nichts, du kannst nur gewinnen.

Alles Gute, gute Besserung und liebe Grüße! 

Kommentar von Girl2904 ,

Ich war bei einem Neurochirurg der auch operiert und der meinte nur es muss nicht operiert werden weil die Nerven noch nicht geschädigt sind. Er meinte Reha und dann Wiedereingliederung..

Kommentar von Tanzistleben ,

Vielleicht warst du zu einem Zeitpunkt dort, als die Fragestellung nur OP ja oder nein lautete. Nachdem du jetzt schon alles hinter dir hast, Rehabilitation, alle Arten von Physiotherapie, etc., würde ich es noch einmal versuchen und nach weiteren Schmerztherapie-Möglichkeiten fragen. Oder du gehst direkt zu einem Schmerztherapeuten. Du weißt ja sicher, dass diese Spezies fast immer aus dem Fach Anästhesie und Intensivmedizin kommt und daher schon einiges drauf hat. 

Was ich allerdings auch befürchte, ist, dass der Beruf der Krankenpflegerin für dich nicht geeignet ist. Vielleicht solltest du dich einmal erkundigen, welche Weiterbildungsmöglichkeiten es für dich gibt, mit deren Abschluss du nicht diese körperliche Schwerarbeit verrichten musst. 

Alles Gute für dich!

Antwort
von Saisonarbeiterr, 36

in der reha hat man dir übungen für daheim gezeigt. machst du die auch regelmässig?

Kommentar von Girl2904 ,

Ja, die mache ich und habe sogar eine Rehanachsorge (y)

Kommentar von Saisonarbeiterr ,

und da werden die schmerzen nicht besser? dann wäre ich ja schon längst mal wieder zum arzt gegangen, wenn nächste woche HH modell ansteht...

Kommentar von Girl2904 ,

Phasenweise. Es gibt Tage da bin ich schmerzfrei aber dann gibt es immer wieder 2,3 Tage an denen ich störende schmerzen habe. Also ich Plage mich jetzt 4 Monate rum. Mein Arzt meint man muss die Wiedereingliederung abwarten aber ich möchte nicht dass da was schief geht und sie abgebrochen werden muss. Das ist meine Sorge. Wenn ich phasenweise schmerzen habe bin ich froh nichts tun zu müssen nur kann ich das auf der Arbeit nicht tun. Schwierig..

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