Frage von Daniel241, 100

Bandscheibenvorfall zwischen L4 und L5 und zwischen L5 und S1, wer kennt eine alternative Behandlungsart?

Hallo zusammen

Ich melde mich hier im Portal, da meine Frau einen Bandscheibenvorfall hat und niemand und nichts ihr helfen kann! Hier die Fakten ...

Bandscheiben prolaps medial zwischen L4 und L5,und zwischen L5 und S1..
Auch lumboischialgie genannt.. beginnende osteochondrose in beiden Segmenten..

Nachstehende Behandlungen hat sie schon komplett durchgemacht und ist austherapiert!

Physio, Vitalogie, Akkupunktur, Methode Dorn, tai Chi, Pilatis, Progressive muskelentspannung, Feldenkrais, und hatte bereits 9  Infiltrationen

Eine OP kommt laut zwei unabhängigen Chirurgen auch nicht in Frage, da diese viel zu gefährlich sei,  und ein positives Resultat nicht sichergestellt werden kann.

Meine Frau ist 30 Jahre alt schlank und sportlich doch leider ist sie nun komplett am Ende, verzweifelt und kann die Schmerzen kaum mehr ertragen. Ibos nimmt sie aber psychopharmaka kommt aufgrund den Nebenwirkungen nicht in Frage.

Kennt jemand eine völlig andere Behandlungsart kann auch aus dem Ausland kommen oder im Ausland praktiziert werden!

Ich danke für jeden Rat und jeden Tip.

Grüße
Daniel

Antwort
von JuxSinnlos, 58

Zunächst mal zur Begrifflichkeit:

Lumboischalgie bedeutet nichts anderes als "Schmerzen in der Lendenwirbelsäule". Das kann von einem Bandscheibenvorfall kommen, aber auch viele andere Ursachen haben (am häufigsten die muskuläre Verspannung bis hin zum "Hexenschuss").

Eine Osteochondrose bezeichnet den Verschleiß von Wirbelkörpern und Bandscheiben, ähnlich der Arthrose, die an anderen Gelenken auftritt. Dieser Verschleiß ist häuptsächlich durch das Alter bedingt, allerdings spielen natürlich auch die Veranlagung und die Belastung der Wirbelsäule (z.B. durch starkes Übergewicht) eine Rolle.

Bei einem Bandscheibenvorfall wölbt sich die Bandscheibe aus ihrer natürlichen Position vor, häufig schiebt sie sich dabei in den Spinalkanal (in dem das Rückenmark verläuft) und/ oder drückt auf die Nervenwurzeln, die das Rückenmark zwischen den Wirbelkörpern verlassen.

Die Beschwerden durch einen Bandscheibenvorfall sind ganz unterschiedlich: Manche werden überhaupt nicht bemerkt, manche verursachen starke Schmerzen und im schlimmsten Fall werden Nerven derartig zusammen gedrückt, dass ihre Funktion ausfällt.

Entsprechend unterschiedlich ist die Behandlung. Ich muss dazu sagen, dass ich kein Orthopäde oder Wirbelsäulen- Experte bin. Jedoch gilt ganz allgemein: Das mit Abstand wichtigste bei Rückenschmerzen ist ausreichend Bewegung und eine kräftige Rückenmuskulatur. Deshalb fehlt mit "Rückensport mit guter Anleitung" (z.B. in einem guten Fitnessstudio) in der Liste der möglichen Behandlungen.

Alles andere kann man ausprobieren, keine Frage, jedoch bringen sie meistens keine bleibende Besserung. Gerade bei Physiotherapie sollte man sich nicht von wenigen Sitzungen eine bleibende Heilung versprechen. Sie ist aber sehr gut geeignet, Übungen für die Wirbelsäule zu erlernen, diese muss man dann aber konsequent zu Hause weiter durchführen!

Zur Operation: Diese sollte nur bei stärksten anhaltenden Schmerzen, die sicher durch den Vorfall bedingt und nicht anders zu behandeln sind, oder bei Ausfällen von Nerven in Erwägung gezogen werden. Die OP sollte immer die letzte Option sein, häufig kommt sie gar nicht in Frage.

Die PRT (periradikuläre Therapie), bei der Betäubungsmittel und Entzündungsghemmer um die Nervenwurzel gespritzt werden, kann ebenfalls kurzfristig eine gute Linderung der Beschwerden bringen, ist aber auch keine langfristige Lösung des Problems!

Eine ausreichende Linderung der Schmerzen durch Medikamente ist (zumindest kurzfristig) wichtig, damit man sich weiterhin gut bewegen und wieder Muskulatur aufbauen kann.

Ich wünsche deiner Frau alles Gute!

Kommentar von Daniel241 ,

Danke für deine Bemühung und die ausführliche Darstellung!

Kommentar von johnnymcmuff ,

Vielleicht mal zu einem Osteopathen gehen.

Antwort
von Stadtreinigung, 66

Zunächst,Antrag stellen bei Versorgungsamt,zur Feststellung eines GdB.So auch gleichzeitig einen Antrag beim Rentenversicherer stellen wegen volle Erwerbsminderung.Ein OP,nun da das Risiko festgestellt wurde,sollte nicht durchgeführt werden,eventuell wäre eine einstellung der Medikament anzustreben( Schmerzstillende)was mit dem Arzt besprochen werden sollte.Die Medikamente die Ibos sind Falsch,sie bringem mehr gesundheitliche Schäden

Antwort
von KathiEutin, 39

Täglich und wirklich täglich Übungen machen für den unteren Rücken und alle Bauchmuskel Partien. Von der Physio hat sie sicher Übungen gezeigt bekommen.

Antwort
von johnnymcmuff, 32

Ich hatte schon einen OP-Termin aber ging dann zu einem anderen Orthopäden, der sagte ich soll erst mal eine Reha machen.

Das habe ich dann gemacht, Anschließend gab es dann noch eine Nachsorge (IRENA) für 6 Monate.

Das war dann so gut und Intensiv, dass ich nicht operiert werden musste.

Antwort
von derMannohnePlan, 45

Vielleicht könnt Ihr hiermit etwas anfangen?:

http://www.chanvre-info.ch/info/de/Behandlung-eines.html

Falls ja, empfehle ich folgenden Arzt:

http://dr-grotenhermen.de/

Oder folgende Internetpräsenz:

http://www.cannabis-med.org/index.php?tpl=contact&id=17&lng=de

Antwort
von sunnyhyde, 46
Kommentar von Daniel241 ,

Vielen Dank ich leite es gern sofort mal meiner Frau weiter !

Kommentar von sunnyhyde ,

mach mal..sie braucht eine überweisung zum schmerztherapeuten und wenn der das ok gibt bekommt sie von dem eine überweisung für den eingriff bei der radiologie eures vertrauens...viel glück

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