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Bandscheibenvorfall - wann ist eine OP nötig - wie lange vorher mit den Schmerzen leben?

Frage von susannesybille susannesybille

Hallo,

es geht um meinem Mann. Er ist 38 Jahre alt und hat seit 8 Wochen einen Bandscheibenvorfall und ist seitdem arbeitsunfähig. Er ist Handwerker bzw. im gewerblichen Bereich tätig und verrichtet körperliche Arbeit. Lt. Orthopädie und lt. Radiologie (Röntgenbilder) hat er einen schweren Bandscheibenvorfall. Er hat keine Lähmungserscheinungen und auch kein Taubheitsgefühl, sodass von einer OP erst einmal abgeraten wurde. Er hat sehr starke Schmerzen die in Form von Strahlungsschmerzen den PO hinunter in die Beine strahlen/ziehen. Er bekommt Schmerzmittel, Akkupuntur, Spritzen und KG. Leider hilft nichts. Wärme tut gut. Aber sobald er zwei, drei Tage wieder ein bisschen laufen kann, kommt ein Rückfall - und dann fängt er wieder von vorne an. Meine Frage ist - wie lange muss man seinem Körper Zeit geben, damit er sich selbst heilt? Wie lange muss mein Mann warten, bis man sagen würde: Okay, nun sollte man doch operieren. Er wird zuhause nun doch mit sich selbst ungeduldig. Er kann so gut wie nichts mehr machen - nur sitzen und ein paar Schritte gehen. Zu dem gesundheitlichen Aspekt, kommt nun auch der finanzielle (Lohnausfall, Krankengeld, Angst den Job zu verlieren)

Nach wie vielen Wochen Schmerzen sollte man vielleicht doch operieren? Oder fehlt ihm nur die Geduld?

Susi

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Antworten (9)

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    Antwort von Muckusch Muckusch

    Hallo SusanneSybille, Operation ist immer (!) und von seriösen Ärzten anerkannt ultima ratio, d.h. der letzte Schritt: Und trotzdem soll noch immer viel zuviel operiert werden, zahlreiche Bandscheiben - OP sollen eigentlich überflüssig sein. Ich würde, wie immer in derart komplizierten Fällen, eine zweite Meinung einholen, d.h. nachdem man sich selber schlau gemacht hat (googeln, GF, Bekanntenkreis befragen) ein Spezialisten mit gutem Ruf vor Ort aufsuchen und ihm deutlich machen, daß man ihn für seine zweite Meinung bezahlen will und wird, nicht für ein bloßes Abnicken der ersten, nicht für einen Schnellschuß. Nochmal: Die meisten Bandscheiben - OP sollen überflüssig sein und nicht dauerhaft helfen!

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    Antwort von susannesybille susannesybille

    Hallo, danke für eure schnellen Antworten.

    Er bekommt bereits Krankengymnastik. Es ist ein LWS Schaden im unteren Rücken. Der Schmerztherapeut sagt: erst einmal nicht operieren. Der Orthopäde sagt: erst operieren, wenn die Schmerzen nicht besser werden. (werden sie ja nicht...oder wie lange soll er warten??) Der Hausarzt sagt: erst einmal nicht operieren. Im Internet steht: OP wenn Lähmungseinscheinungen bzw. die Schmerzen nicht verschwinden.

    Wann verschwinden denn die Schmerzen. Nach 8 Wochen, nach 3 Monaten, nach 6 Monaten...??

    Es ist zum verzweifeln....

    Danke für eure Meinungen.... susi

    Kommentar von Muckusch MuckuschMuckusch

    es ist langwierig, es ist alles möglich, hilfreich sind immer (!): Wärme, also Infrarotlampe, dann ab ins Bett mit Wärmflasche im Rücken. Rückenlage, Beine anziehen (reduziert die Bandscheibenbelastung auf die Hälfte), niemals vornübergebeugt (gebückt) Lasten heben, neue Matratzen kaufen (Tonnentaschenfederkern), längeres Bett (Deutschland mit seinen Gnomenbetten von nur 2 m Länge...), etwas mehr Zeit muß er sich wohl noch nehmen, da er ja unter ärztl. Kontrolle steht, ist das auch verantwortbar: 3 Monate würde ich warten, aber un-be-dingt zweiten Arzt hinzuziehen, ein befreundeter Chirurg erzählte mir, als Notfallarzt einen Pat. mit angebrochener Wirbelsäule (nach Fall auf Baustelle) gehabt zu haben, der bei 3 Ärzten zuvor als "Drückeberger" rausgeflogen war....er ließ ihn im Hubschrauber ins nächste Krankenhaus fliegen. Folglich: Zweite Meinung einholen!

    Kommentar von susannesybille susannesybille

    Hallo Muckusch, danke für Deine schnelle Antwort. Mein Mann sitzt einige Stunden am Tag auf seinem Heizkissen (eins ist schon durchgebrannt vom Dauerbetrieb). Im Bett schläft er schlecht - überhaupt kann er viel besser sitzen als liegen. Unsere Matratze ist 5 Jahre alt und eine Kaltschaumkombi - eigentlich ein hochqualitatives Stück.... Aber man überlegt in alle Richtungen...wenn Du schreibst 3 Monate warten: Meinst Du noch drei weitere Monate, oder jetzt noch einen Monat?

    Susi

    Kommentar von Muckusch MuckuschMuckusch

    Hi Susi, ich meinte insgesamt 3 Mte., also jetzt noch einen, aber das klingt so kalendarisch, es ist vertrackt, hat ja mitunter selbst psychische (Mit-)Ursachen, bspw. wenn man langjährige Sorgen hat, Depressionen, Überlastungsgefühle, also Erscheinungen, die immer mehr zunehmen. Nach 5 Jahren gilt eine Matratze, auch der Lattenrost, als überprüfungsbedürftig, ich schmeiße mittlerweile alle 5 Jahre raus :-) und empfehle Tonnentaschenfederkern, nichts anderes, mein Orthopäde hat allerdings selbst ein Wasserbett.... Wärme warmen Wassers halte ich für besser als die "trockene" elektrische, nicht umsonst nehmen Masseure doch auch Rotlicht, Fango, heiße Steine pp., elektrische Wärme ist so "synthetisch". Wichtiger als alles andere erscheint mir, entschuldige meine "Penetranz" in dieser Hinsicht, die zweite Meinung, man kann übrigens die klassische OP auch labroskopisch machen, ("Schlüsselloch"), es soll neue Methoden des "abzwickens" nur des herausstehenden Bandscheibenteiles geben, welches auf die Nerven drückt, könne man fast ambulant erledigen, die Erfolge seien gut, besser als bei herkömmlicher OP. Huch, bitte alles mit Vorsicht genießen was ich schreibe, bin kein Arzt, kenne nur viele und höre mich um. 2. Meinung einholen :-)

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    Antwort von ClaudiaL77 ClaudiaL77

    Hallo Susanne, ich habe mit die gleichen Fragen gestellt und bin in einem eBook schlauer geworden, da steht echt alles drin was du wissen solltest, auch Adressen von guten Kliniken mit Wirbelsäulenzentrum. Schau mal unter http://hws-bandscheibenbuch.yasmo.de. Alles Gute, Claudia.

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    Antwort von Wuschelwestie Wuschelwestie

    Ich hatte auch schon 2 Bandscheibenvorfälle, welche sehr, sehr schmerzhaft waren. Es ging gar nichts mehr und ich vegetierte nur noch rum. Mein Orthopäde schickte mich zu Spezialisten und ich wurde operiert. Der Schmerz war sofort weg und mit täglicher Krankengymnastik hab ich seit 3 Jahren keine Probleme mehr. Holt euch noch eine Facharzt-Meinung ein.

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    Antwort von Hypnoserat Hypnoserat

    Natürlich kann man die Schmerzen auch dort verändern, wo sie wahrgenommen werden: im Kopf! Wir haben sehr gute Erfahrungen. Evtl. einfach mal einen guten Hypnosetherapeuten in der Nähe aufsuchen, denn Schmerzen lassen sich immer verändern - auch ohne starke Schmerzmittel. Einfach mal googeln zum Thema Hypnose und Schmerzen. Das hat mit Glauben nichts zu tun. Mit Hilfe der Hypnose nimmt man Schmerzen anders wahr und somit ist oft eine schnellere Arbeitsfähigkeit wieder gegeben. Viel Erfolg.

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    Antwort von schildi schildi

    wie sieht es mit Kranken-Gymnastik aus damit die Muskulatur aufgebaut wird

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    Antwort von eliag eliag

    Schwer zu sagen. Die Genesung ist immer anders. Ist der Bandscheibenvorfall im HWS würde ich nicht operieren lassen, zu gefährlich. ansonsten bei LWS, dann hat er endlich Ruhe. Jedoch lange Kurphase danach

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    Antwort von takemehome takemehome
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    Antwort von knattertatter knattertatter

    Das solltet Ihr mit einem Facharzt besprechen

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