Frage von Chris473, 51

Bandscheibenvorfall oder Nerv eingeklemmt?

Hallo,

ich mache viel Sport, gehe mehrmals die Woche ins Fitness Studio. Vor 5 Monaten hatte ich nach dem Training Schmerzen im unteren Rücken. Nach 1 Woche war dann aber so weit alles wieder in Ordnung.

Nun habe ich seit einigen Tagen das gleiche Problem. Schmerzen im unteren Rücken / Steißbein. Besonders schmerzt es, wenn ich ein Bein ausstrecke und anhebe. Dann zieht es sehr stark an der betroffenen Stelle.

Gibt natürlich viele Möglichkeiten, Bandscheibenvorfall, Nerv eingeklemmt, Verhärtung, Überbelasung etc.
Habe nächsten Montag einen Termin beim Hausarzt um eine Überweisung zum Orthopäden zu bekommen. Würde gerne aber trotzdem wissen, was das sein könnte um in den nächsten 6 Tagen eventuell etwas zur Heilung beitragen zu können. Jemand gleiche Symptone o. ä. Gehabt? Danke:-)

Antwort
von pinked, 25

Es kann, wie du schon selber sagst, fast alles sein. Ich bin erst 20 Jahre alt und habe trotzdem einen Bandscheibenvorfall obwohl ich immer ausreichend Sport gemacht habe, nicht übergewichtig bin usw. Kriege starke Schmerzmittel damit ich meiner Arbeit überhaupt nachgehen kann. Und wenn ich wieder einen schlimmen "Schub" bekomme, kann ich mein Bein nicht mehr bewegen bzw. Spüre es garnicht mehr. Also ich würde das auf jeden Fall bei dir abklären lassen bevor es noch schlimmer wird :)

Antwort
von PoisonArrow, 39

Weil das "alles" sein kann, würde ich in der kommenden Zeit (bis Du wirklich weißt, was es ist) mit dem Training aussetzen oder ein leichtes Cardio-Training machen.

Niemand aus den Reihen der Ratgeber wird Dir zu 100 % sagen können, wo genau die Ursache Deiner Beschwerden zu finden ist.

Kann sein, dass der Orthopäde ein MRT machen lässt, das gibt dann sicherlich Auskunft, ob Verschleiß, Nerv, sonst was.

Und wie gesagt, ohne die genaue Erkenntnis, was da nicht in Ordnung ist, würde ich nicht das Risiko eingehen und mit irgendwelchen - ansonsten harmlosen - Trainingseinheiten, etwas vielleicht noch viel schlimmer zu machen.

Grüße, ----->

Antwort
von Louis007, 10

Für mich klingt das nicht wirklich nach einem lumbalen Bandscheibenvorfall oder einem eingeklemmten Nerv, weil dann, natürlich abhängig vom betroffenen Wirbel, der Schmerz in das Bein reinzieht. Dann würde ja ab der Stelle, an der der Nerv eingeklemmt ist, die betroffenen Regionen schmerzen. 

Wenn zum Beispiel der in der LWS L5 einen Bandscheibenvorfall aufweisen würde, dann würden in der Regel Schmerzen in den Teilen des Beines auftreten, die die peripheren Nerven, die am L5 vom Spinalkanal abgehen, bedienen. Sprich: Es würden sich Schmerzen an der Seite des Beines bis in den Fuß ziehen.

Außerdem ist ein Bandscheibenvorfall eher etwas permanentes, nicht, dass es vor 5 Monaten eine Woche weh getan hat, und jetzt wieder, zwischendurch aber nicht. 

Kann zwar trotzdem einer sein, ich bin ja kein Arzt. (Was meinst du übrigens mit dem Ausstrecken und Anheben?)

Hast du die Schmerzen wieder während dem Training bekommen? Weil dann würde das bestimmt für eine Überbelastung oder so etwas in der Art sprechen. Wobei das dann bestimmt einseitig ist, könnte aber sein. Dann könnte das auch heißen, dass die Muskelgruppe von deinem Bein in Anspruch genommen wird, wenn du es bewegst, und deshalb schmerzt.

Als Hilfestellung gegen Muskelverletzungen, die man selbst als "Ersthilfe" leistet, kenne ich persönlich vorwiegend die PECH-Regel. Das heißt: 

Pause

Eis 

Compression (zwar aus dem Englischen geholt, ist ja aber fast das selbe) 

Hochlagern + Hilfe holen 

Pause würde ich auf jeden Fall empfehlen und beim Rest hilft dir bestimmt der Arzt. 

Ich hoffe, es war nicht zu spät (ist ja schon Sonntag) und konnte irgendwie helfen.

Louis007

Antwort
von Mrsluax, 9

Also ich würde am besten nicht so lange damit warten. 

Habe selber einen Bandscheibenvorfall und die Ärzte dachten es wäre eine Blockade/Verspannung... hätte ich nicht solange dem Arzt vertraut und direkt ins Krankenhaus gegangen würde ich jetzt vielleicht keine Lähmung am Fuß haben..

Antwort
von Dichterseele, 18

Du hast offenbar nicht recht begriffen, wie die Wirbelsäule aufgebaut ist...

Ein Bandscheibenvorfall bewirkt, dass der Nerv eingeklemmt ist.
Vermutlich ist aber nur ein Wirbel leicht verrutscht, was den Nerv auch in Bedrängnis bringt...

Mit Gymnastik und guter Haltung kriegt man das meist hin.

Einige hilfreiche Übungen (die den Gang zum Arzt nicht ersetzen):

  • Nimm ein heißes Bad,wenn Du Dich dort entspannt hast, reck Dich und streck dich darin - durch die Wärme lockert sich die Muskulatur, durch die Bewegung kann sich das wieder einrenken.
  • Hole tief Luft und verschränke Deine Hände am Hinterkopf.
    Beim Ausatmen drücke Deine Ellbogen nach hinten und dann den Hinterkopf gegen die Handflächen. Wiederhole das dreimal.
  • Hänge Dich an eine Teppichstange oder an die oberste Sprosse einer Sprossenleiter oder an Ringe im Turnsaal und lass die Wirbelsäule ausbaumeln. Bewege dabei die Hüften hin und her, sodass die Schieflage gelockert wird.


Du hast Dich beim Sport vermutlich schief gehalten - korrigiere Deine Haltung, auch beim Sitzen am PC...
Und wie der Kollege schon meinte - lass diesen Sport erstmal sein!

Antwort
von Parnassus, 30

Selbst wenn du genau weißt was es ist wird es dich höchstwahrscheinlich erstmal nicht weiter bringen . Um dies heraus zu finden braucht es eigentlich auch kein MRT sondern eine gute Physiotherapie welche dies über Funktionsteste etc. leicht herausfinden sollte.

Für mich hört sich das nach einem Prolaps einer BS an ...

Kommentar von Huflattich ,

aaaaaber das MRT ist doch der Beweis und ohne den (der nebenbei gut abrechenbar ist ) keine Behandlung .......

Kommentar von Parnassus ,

Meinst du das dir kein Rezept zusteht ohne MRT? Dem ist nicht so.

Aber du hast recht es lässt sich sehr gut abrechnen.

Ein Prolaps kann übrigens wieder von selbst zurück gehen und die Beschwerden nachlassen wie sie gekommen sind. Bis dann ein MRT durchgeführt wird, sieht man da gar nichts mehr

Antwort
von flareb, 31

Ich hab hin und wieder Probleme mit dem ISG.

Ein guter Heilpraktiker bekommt das aber ganz schnell wieder hin.

http://www.runnersworld.de/gesundheit/isg-blockade.275706.htm

Kommentar von Parnassus ,

...wie auch jede Physiotherapie 

Kommentar von flareb ,

Ja, das mag sein. Meine Heilpraktikerin hat das üblicherweise mit einer einzigen Behandlung im Griff - also bevorzuge ich den Weg, auch wenn ich selber zahlen muss.

Kommentar von Parnassus ,

Das ist schön, es ist aber auch keine Zauberei ein ISG zu behandeln wenn man weiß wie es geht. 

Kommentar von Huflattich ,

Meine Heilpraktikerin hat das üblicherweise mit einer einzigen Behandlung im Griff -

.......aber wer glaubt das schon.......

Wenn ein Bandscheibenvorfall vorliegt wird mein erster Gang zum Chiropraktiker sein ........:o)

Kommentar von Parnassus ,

Oh ja Chiropraktiker.... am besten knackt es richtig laut und spektakulär. Das dabei Verschleiß / Verletzungen provoziert werden ist nebensächlich.(vorallem wenn man es immer wieder macht)

Das ganze geht aber immer mehr zu sanften Techniken,wie es Manualtherapeuten ( Physiotherapeuten) tun. Grüße 

Kommentar von flareb ,

Mit Chiropraktik kann ich mich nicht anfreunden.

Antwort
von johnnymcmuff, 1

Letztendlich kann man nur durch ein CT oder MRT ein Bandscheibenvorfall erkennen bzw. ausschließen.

Erst dann kann man auch Empfehlungen geben was man machen kann/soll.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community