Frage von spieli,

Bandscheibenvorfall, muß das operiert werden????

Hallo,

ich war nun wegen meiner Wirbelsäule zum MRT. Ich habe wirklich dolle Schmerzen zwischen dem rechten Schulterblatt und Wirbelsäule und mein rechter Arm schläft nun sehr oft komplett ein. Ich bin in Behandlung, Ärztlich und auch Physiotherapeutisch. Nur leider bringt das alles nichts. Hinzu kommt, dass ich seit gut 3 Jahren an Gehstützen laufen muß, wegen 17facher Knieoperation am linken Knie. Das Knie wurde nun versteift, wegen Arthrofibrose und MRSA Infetkion. Ich hatte 3 Knieendoprothesen die leider alle innerhalb von 1 Jahr rausbgebrochen sind.Nur ich habe irgendwie keine Kraft mehr mich an der rechten Gehstütze zu halten. Nun zum MRT-Befund. 1. Wie bereits bekannt, Nachweiß einer Blockbildung zwischen BWK 4 und 5 mit Ausbildung eines linksseitigen Schmetterlingswirbels sowie einer kompletten Blockwirbelbildung zwischen BWK 7 und 8 mit einer fixierten linkskonvexen skoliotischen Fehlverhalten der BWS. Diese Befunde sind bekannt und haben sich im Vgl. zur VU nicht verändert. 2. Syrinx im thorakalen Myelon von BWK 5 bis BWK 8 abgebildet. 3. Fortgeschrittene Osteochondrose HWK 4/5 und 5/6 mit Nachweiß eines bis zu 0,8cm breiten rechtsseitigen, bis nach foraminal und extraforaminal ausgedehnten Bandscheibenvorfalls 5/6, deutlicher als in der VU abgebildet. Dieser Befund ist dafür verantwortlich, für die aktuelle Beschwerdesymptomatik.

Ich will einfach keine Operation, ich habe so die Nase gestrichen voll, insgesamt wurde ich nun 23x Operiert und das mit 37 Jahren.

Wird das jetzt noch alles Schlimmer oder kann ich mal mit Besserung rechnen? An Tabletten nehme ich nun schon seit Jahren Targin, wegen dem Knie, und Arcoxia, seit gut 6 Wochen, wegen dem Rücken.

Vielleicht ist ja ein Arzt hier.

Danke schon mal im vorraus für die Antworten.

LG spieli

Hilfreichste Antwort von johnnymcmuff,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

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Man diagnostizierte 2 BSV im Lendenwirbel bei mir. Im Februar 2010 wollte man mich operieren, da meine Frau Angst um mich hatte, bat sie mich noch einen anderen Arzt aufzusuchen. Einen Speziallisten für Wirbelsäulenschäden. Der empfahl mir nach der Untersuchung erst mal eine ambulante Reha zu machen.

Diese machte ich dann für drei Wochen In Essen. Anschließend machte ich noch eine Nachsorge (IRENA) der Reha. das sind noch mal 24 Termine, 2-3-mal /Woche,wo ich in der Rehaklinik noch trainieren durfte. (Google mal IRENA)

Jetzt bin ich zu 90% Schmerzfrei und kann jetzt wieder zurück ins Berufsleben.Leider nicht mehr in meinem altem Job,da das die LVA ablehnt.Ich bekomme Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben.Für den privaten Bereich habe ich einen Schulterstützgürtel für meinen Rücken bekommen.(Krankenkasse) Die LVA wird mich insofern unterstützen,dass sie bis zu 12 Monaten sich an den Lohnkosten eines potentiellen Arbeitgebers beteiligen.

Auf jeden Fall denke ich positiv!


Jetzt mal zu Ihnen.

Ich kann Ihnen jetzt nur ein paar Tipps geben: • Eine Op sollte das allerletzte Mittel sein.

• Übertreiben Sie es nicht mit den Therapien.Sie sind gut,aber im gesunden Maße.

• Für die Arbeit kann man bestimmte Hilfsmittel beantragen, z.B. einen speziellen Stuhl usw.

Sie können bei Ihrem Orthopäden einen Antrag auf eine Reha machen!Er soll es dringlich machen.Eine Reha,wenn möglich in Ihrer Nähe,stationär oder ambulant.

Anschleßend kann man eine IRENA machen.eine Nachsorge der Reha.

In schlimmen Fällen wird oft zu einer OP geraten.

Ob eine OP überhaupt was bringen würde weiß ich nicht, ob der BSV immer noch "leicht" ist - oder ob sich das verschlimmert hat weiß ich auch nicht...

Wie schon geschrieben,ich hatte akute Schmerzen,konnte nicht mehr stehen,aber trotzdem sollte man es sich überlegen ob man sich operieren lässt. ich hatte zwar zwei erfolgreiche Operationen, aber nicht immer ist so etwas von Erfolg gekrönt.

Eine Op ist vielleicht in Betracht zu ziehen,wenn die Schmerzen unerträglich sind,alle anderen Maßnahmen nicht helfen und man ständig Äusfälle, kribbeln und Taubheitsgefühle hat.

Man kann zwar über eine Umschulung nachdenken,aber einen BSV kann man in jedem Beruf bekommen.

Es kommt auf Ihre Tätigkeit und Ihr Alter an,wie die Zukunft aussehen soll.

MFG

johnny

Kommentar von spieli,

Arbeiten ist bei mir nicht mehr. Ich bin schon auf Erwerbsminderungsrente auf Dauer. Wegen meinen Knien, meiner Skoliose, die ja zum Teil schon operativ gerichtet wurde, weil meine Schultern durch die Gehstützen kaputt ist und weil ich leider schon Brustkrebs hatte und nun Eierstockkrebs. Ich bin nun auch in Bestrahlungstherapie. Ich bin zwar staatlich anerkannte Erzieherin und Kinderpsychologin, aber das geht einfach nicht mehr. Und zum Thema Reha, ich habe schon 2 Reha´s hinter mir wegen meinem Knie. Leider sind beide Reha´s vollkommen nach hinten los gegangen. Bei der einen Reha lag ich 1 Woche später nach Entlassung wieder auf dem OP-Tisch weil dort einfach etwas gemacht wurde, was man nie hätte machen dürfen. Und schon rein allein weil beide Knie bei mir kaputt sind, könnte ich in einer Reha nicht viel machen. Linkes Knie steif, rechtes Knie Streckdefizit von 35°, auf Dauer an Gehstützen angewiesen. Das die OP das letzte Mittel ist, ist mir klar, ich will ja auch keine OP, weil ich ja nun schon 23 Operationen hinter mir habe, und die Nase gestrichen voll habe. Meine Frage war,"Ob sich das wieder doch nochmal legen könnte?" Die Gefühlsstörungen im rechten Arm, die massiven Schmerzen, gerade im Bereich zwischen der Schulterblätter. Krankengymnastik mache ich wegen meinem Knie jetzt schon seit 1998 und wegen meinem Rücken jetzt seit 6 Wochen. Nur irgendwie passiert nichts. Es ist einfach nur frusttrierend alles. Ich verzichte schon auf sovieles im Leben, nur auf meinem Hund, Hundeplatz und 1. Vorsitzende Arbeit in meiner Kolonie, darauf möchte ich einfach nicht verzichten. LG spieli

Kommentar von johnnymcmuff,

Meine Frage war,"Ob sich das wieder doch nochmal legen könnte?"

Ich denke,von alleine wird sich das nicht legen u´nd glaube auch nicht das es irgendwann ganz weg geht.

Man kann nur versuchen die Schmerzen zu lindern und seinem Körper etwas Gutes zu tun,wie z.B. Schwimmen und die Freuden des Lebens zu genießen.

Aufgaben im Leben wie z.B. 1. Vorsitzende machen das Leben natürlich lebenswerter.

Vor allem darf man sich nicht aufgeben.

Ihren Frust bei so vielen OP`s und den negativen Erlebnissen kann ich gut verstehen.

Ich hatte meinen ersten Bandscheibenvorfall mit 26,das war 1991.Erkannt wurde er erst 1992.Ich wurdé erfolgreich operiert Mitte 1992. Während des Krankenhausaufenthaltes merkte ich,dass ich mich nicht mehr konzentrieren konnte,Beim Lesen wurde mir schwindelig.Ich könnte jeden Tag weniger Lesen.

Die behandelnden Ärzte meinten es sei psychosomatisch,weil ich schon so lange krank war.

Die wollten mich glatt nach Hause schicken.Am letzten Tag hatte ich bei der Chefvisite ein Gespäch mit dem Professor,der kannte meine Vorgeschichte,vor Allem das ich ein Jahr verkehrt behandelt wurde.

Der sagte dan zu den Oberärzten:"Der Patient bleibt hier,Wir gehen der Sache auf den Grund!!

Gott sei Dank. Bei einem CT des Kopfes fand man eine Wasserblase.

2,5x,3,5x5 cm groß,die nach vier Monaten nach der reha operiert werden musste weil sie lebensbedrohlich gewachsen war.

Anschließend wieder eine Reha.Danach ging es einigermaßen,bis 1998 den nächten Bandscheibenvorfall hatte.

Im Jahr 2000 dann die Umschulung. Mir ging es körperlich leider zu gut.

Ich dachte ich bin wieder gesund und hab meine Kräfte überschätzt.

Jetzt habe ich seit 2009 zwei weitere Bandscheibenvorfälle,die aber Gott sei dank nicht operiert werden müssen.

Nun habe ich mein Leben umgestellt und passe auf,dass ich nicht zu schwer hebe.

Doch bei allem Pech was ich hatte,so geht es Dir wohl um einiges schlechter.

Du hast wohl noch viel mehr mitgemacht im Leben und ich fühle mit Dir.

Ich hoffe Du verlierst nie die Lebenslust und hast einen Partner der Dir zur Seite steht.

MFG

Johnny

Kommentar von spieli,

Danke für deine lieben Worte. Naja, dann sind wir zwei Gebranntmarkte, was die Gesundheit betrifft. Nein, aufgeben, dass passiert bei mir so oder so nicht.Dafür bin ich einfach ein Mensch der zu gerne lebt. das hat damit zu tun, dass ich nach einer OP, wegen dem Knie, klinisch Tod war und man um mein Leben gekämpft hat. Ja, ich habe einen ganz lieben Verlobten, er trägt mich auch Händen. Nur, er ist selbst Physiotherpeut und nervt mich dann doch manchmal. " Laufe nicht so, Sitze so usw". Aber ich sage mir, irgendwann muß es doch mal wieder Bergauf gehen. Auch ich wünsche dir für dich alles Liebe und Gute was deine Gesundheit betrifft und alles andere auch. LG spieli

Kommentar von johnnymcmuff,

Vielen Dank.

Ich habe ebenfalls eine Frau die mir zur Seite steht und die mich in allen Dingen unterstützt.

Antwort von proximal,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wenn du mit den Schmerzen bzw. Medikamenten klar kommst, keine Inkontinenz, oder Gefühlsstörungen bzw. Lähmungserscheinungen hast, muss man nicht operieren!

Aber vllt. würde es dir danach besser gehen, laß dich vom Arzt vorort beraten und folge deinem inneren Gefühl. So harte Medikamente sind auf Dauer auch nicht gut bzw. Schonhaltung führt zu weiteren "Baustellen".

Kommentar von spieli,

Das ist es ja, Gefühlsstörungen habe ich ja schon. Im ganzen rechten Arm. Ich muß nun auch noch zum Neurologen. Ich brauche nur den Arm, da ich ja an Gehstützen laufe, wegen meinem Knie. Und die Medi´s, muß ich nehmen wegen dem Knie. Da ich ja nun schon MRSA hatte, ist meinn Knochen total zerfressen, und der Arthrodesenstab droht nun auch rauszubrechen.

Meine Frage ist nur, ob sich diese Gefühlsstörungen wieder zurück bilden können am rechten Arm, nicht wie am Sonntag, dass ich ein kompletten Ausfall im rechten Arm hatte und vor Schmerzen nicht mehr Gehen konnte?! Oder kann das alles noch viel Schlimmer werden? Ich kenne mich mit Knien aus und Skoliosen aber Bandscheibenvorfälle sind für mich nun ein neues Thema.

LG spieli

Kommentar von proximal,

Ich verstehe deine Frustration! Bei deiner Krankengeschichte ist es wohl wichtig, an die "richtigen" Ärzte zu gelangen, dass ist schwierig-- wirst du selbst schon erfahren haben!

So, nun hast du Gefühlsstörungen, die gehen auch nicht mehr zurück, sondern werden unter Umständen eher schlimmer bzw. wirst du iwann verrückt und kannst damit nicht weniger besser mit umgehen, du bist ja schliesslich wegen deiner Knie Geschichte eh schon eingeschränkt und belastet.

Ich finde du gehörst in die Hände von Ärzten einer guten Uniklinik.

Ich kann dir zb. den Prof. Krauspe in Düsseldorf empfehlen, der kennt sich mit Skoliose gut aus, Bandscheibenvorfälle und natürlich auch "Knie -Geschichten".

Also nur mal so, damit du dich bei verschiedenen Ärzten vorstellst und dich vllt gut aufgehoben fühlst. Evtl. kann man dir dann auch mal wieder Mut machen und deine Baustellen in Angriff nehmen!

Denn ich denke das alles ist ein Zusammenspiel, wie ich schon schrieb durch Schonhaltung etc.

Man sollte, und ich gehe davon aus, dass der MRSA bereits saniert wurde, einen neuen Versuch einer Prothese starten, auch da hat Prof. Krauspe einiges in Petto.

Oder erkundige dich nach Ärzten in deiner Region die sich auf Wirbelsäulen und Endoprothetik spezialisiert haben. Bereich Neurologie/Orthopädie.

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