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Bandscheiben-OP sinnvoll?

Frage von ich27 ich27

ich habe mal eine Frage:

Mein Opa (ca. 74 Jahre) liegt derzeit im Krankenhaus.

Er hat 2 oder 3 Bandscheibenvorfälle, den Schlimmsten davon am 3 Wirbel.

Im Krankenhaus bekommt er kaum Infos, deshalb frage ich nun hier.

Er wird seit nun fast 2 Wochen jeden Tag in den Nerv gespritzt, normalerweise wird ja die Nervwurzel angespritzt zum betäuben, und damit sich der Nerv regenerieren kann.

Dies erfolgt mit dem Computer, das Problem ist jedoch dass mein Opa sich nicht auf den Bauch legen kann, da er dann sehr grße Schmerzen hat.

Somit spritzen die Ärze auf gut Glück, im Sitzen, und treffen den Nerv meistens auch, nicht jedoch die Nervwurzel.

Es tritt bei meinem Opa eine leichte (!!) Verbesserung ein, diese hält jedoch nicht lange.

Das Thema Bandscheiben-OP wurde auch schon angesprochen, wie jedoch schon gesagt bekommt er fast keine Informationen, schon garnicht ob diese überhaupt sinnvoll wäre.

Außerdem muss man sagen dass mein Opa ansonsten sehr fit ist, auch geistig voll da, hat sonst eigentlich keine nennenswerten 'Wehwechen'.

Wenn ihr eigene Erfahrungen habt, und wisst, ob eine OP sinnvoll ist, wäre ich euch sehr dankbar. Auch ob man evtl. in eine Fachklinik gehen soll, und wie die Heilungschancen durch eine OP sind, und was Alternativen wären (Schmerzmittel wirken nicht, Schlingentisch & Akkupunktur auch nicht!)

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Antworten (3)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Tintra Tintra

    Eine Bandscheiben-Op sollte das letzte Mittel der Wahl sein. Wenn Nervenausfälle bzw. Lämungen auftreten, dann muss unbedingt operiert werden, um Dauerschäden am Nerv zu verhindern. Ansonsten geht eine Op natürlich nicht auf die Ursachen ein. Einseitige Haltung und Muskelverkürzungen zwingen den Körper in eine Bandscheiben belastende Stellung. Aus dieser sollte der Körper herausgeholt werden. Zunächst ganz schonend und mit vielen passiven Maßnahmen wie Wärme, Lagerung und Lockerung der Muskulatur. Dann Dehnungen und Muskelaufbau. Nur dann bringt es auch langfristig etwas. Denn über 60% der Bandscheibnvorfälle kommen wieder, weil u.a. die alten Haltungsgewohnheiten beibehalten werden. Physiotherapie!

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    Antwort von Loetmann Loetmann

    Das traurige ist, dass älteren Leuten nicht so geholfen wird wie jüngeren.

    Es gibt eine OP-Methode, in der so genannte "Wallies" eingesetzt werden. Ich selbst habe nach einer sehr schweren Wirbelsäulenverletzung (der Wirbel verhielt sich wie ein Wackeldackel-Kopf) einen Wally gesetzt bekommen.

    Morgens um 9:00 Uhr operiert, um 15:00 Uhr konnte ich (nicht übertrieben!) völlig schmerzfrei alles machen, was ich wollte. Hätte sogar Fußball spielen können. SOFORT.

    Kommentar von ich27 ich27

    danke :) ich werd meinem Opa sagen, er soll sich die Ärzte mal vornehmen und sie danach fragen.

    Kommentar von francis1505 francis1505francis1505

    Ist das denn vergleichbar mit einem Bandscheibenvorfall? Weil eigentlich wirklich als allerletzte Option mittlerweile operiert wird. Ist bloß ziemlich traurig, dass der Opa nich tmal eine vernünftige konservative Therapie bekommt :(

    Kommentar von Loetmann LoetmannLoetmann

    Oh ja, ist vergleichbar. Weiß ich seshalb, weil es eben ein Bandscheibenvorfall war. Und der war so heftig, dass eben der Wirbel (L4 übrigens) wirklich neben der Spur hing.

    Viele Jahre zuvor wurde ich schon mal an der Stelle operiert, hat mir aber jahrelange Schmerzen bereitet. Seit der letzten OP (sechs Jahre her) habe ich absolut keine Schmerzen mehr, und ich schleppe manchmal Dinge, bei denen selbst ein Gabelstapler vor Neid erblasst.

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    Antwort von francis1505 francis1505

    Eigentlich sind OPs nicht mehr wirklich in und letztes Mittel, wenn alles andere nicht anschlägt. Bekommt dein Opa nur diese Spritzen in den Rücken? Dann sollte er schleunigst in eine andere Klinik - am besten wirklich Fachklinik - verlegt werden, da normalerweise auch mit Kortison behandelt wird (klingt so jetzt mal schlimmer, als es ist).

    Wie lange geht das schon so? Wenn das jetzt schon seit ein paar Wochen geht und er bis auf die Schmerzen keine Probleme hat, soll er sich auf alle Fälle irgendwo eine zweite Meinung einholen!

    Kommentar von ich27 ich27

    den BAndscheibenvorfall hat er schon sehr lange, er ist aber nie in ein Krankenhaus gegangen, auch nie zum Arzt, und er meinte immer alles machen zu können (Haushalt, Schneeschippen und solche Sachen die bei einem Bandscheibenvorfall der Killer sind) Vor 2 Wochen stand er morgens auf und dann konnte er sich nicht mehr bewegen, die Ärzin wollte aber nicht kommen, also kam den Notarzt & ein Krankenwagen.

    Die warn dann sogar zu dumm ihm so einen Venendingsda zu legen (kenn den Fachbegriff nicht, sorry^^)

    Jetzt versucht man es mit den Spritzen, mit Akkupunktur, viiiiiieeeel Schmerzmittel und Massage, auch Schlingentisch, aber das macht alles nur noch Schlimmer.

    OP steht im Raum, aber die Ärzte rennen rein- und gleich wieder raus.

    Zum Fragen stellen kommt mein Opa garnicht erst....

    Niemand weiß jetzt wie es weitergehen soll, denen im Krankenhaus ist es egal, hauptsache er zahlt viel Geld für sein Einzelzimmer....

    Kommentar von francis1505 francis1505francis1505

    Viggo, Braunüle, Venenverweilkatheter... whatever :)  Ist allerdings nicht immer so einfach, auch wenn man meinen sollte, ein Arzt sollte das können (ich treff auch nicht auf Anhieb)

    Darf ich fragen, was für ein Krankenhaus das ist? Also eines, wo viel behandelt wird und es viele Betten hat oder ein eher kleineres?

    Aber ganz ehrlich, sag deinem Opa, er soll sein Zeug packen und sich auf eigene Verantwortung entlassen lassen. Dann fahr mit ihm in eine Fachklinik. Das sind Quacksalver, die keine Ahnung haben.

    Und wenn ich es richtig verstanden hab, ist der 3. Halswirbel betroffen? Da sollte dann erst recht einer dran, der das öfter macht und nicht ein Wald- und Wiesenchirurg.

    Kommentar von ich27 ich27

    Ja, der 3. Wirbel ist betroffen.

    Eigentlich ist es schon ein größeres Krankenhaus, sicherlich gibt es größere, aber so ein winzig kleines ist es auf jeden Fall nicht, ist ein Kreiskrankenhaus, steht jedenfalls vorne am Eingang, was auch immer das heißt :D

    Kommentar von francis1505 francis1505francis1505

    Kreiskrankenhaus sagt über die Qualität gar nichts aus. Es besagt lediglich, für welchen Landkreis es zuständig ist (wobei das alles seit der großflächigen Privatisierung irgendwie anders läuft).

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