polarfuchs am 21.09.2007 um 8:14 Uhr
näheren Umgebung (Wohnort) zu unterstützen? Zudem hat mich vor ein paar Wochen ein Artikel/Sendung nachdenklich gemacht, dass beispielsweise von den vielen Spenden für die Tsunamiopfer gerade nur Bruchteile angekommen sind. Bitte nicht falsch verstehen, es gibt genügend Menschen auf der Welt, die Hilfe benötigen. Aber kann man da eine Priorität reinbringen?
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Spendenmarathon - ein gutes Wort! In vielen Städten gibt es Tafeln, also eine Möglichkeit, sozial Bedürftigen etwas zum Essen zukommen zu lassen, auch in Form einer Geldspende.

Bei uns gibt es vor Weihnachten die Aktion "Lichtblicke". Im Radio wird dann zum Spenden aufgerufen. Unterstützt werden von den Einnahmen bedürftige Familien im Kölner Raum. Ich finde es sinnvoll, weil das Geld 1 zu 1 bei den Empfängern ankommt. Bei den großen Organisationen wird doch mindestens die Hälfte von der Bürokratie verschlungen.

Wenn du in deiner Nähe Bedürftige kennst, dann ist es toll, wenn diese unterstützt werden. Wenn jeder mal ein wenig die Augen öffnet, dann sieht man die Not der anderen "direkt vor der Haustüre", da muß man nicht weit schauen. Du hast Weihnachten angesprochen - Wenn du mehr spenden willst und auch sicher sein willst dass die Spende auch ankommt, organisiere doch mit anderen zusammen mit Gleichgesinnten eine Art Nikolausfeier oder Weihnachtsfeier für Bedürftige in deiner Stadt oder in deinem Stadtteil.
Wenn du helfen willst ist das grundsätzlich immer sinnvoll. Wie du bereits gesagt hast ist bei den Tsunami-opfern zu viel Geld angekommen was in anderen Regionen gefehlt hat. Dieses zuviel an Geld hat zu vielen sinnlosen und unkoordinierten Projekten geführt. Such dir eine wohltätige Stiftung aus deiner Nähe aus die sinnvolle und überlegte Arbeit verrichtet. In der lokalen Tageszeitung wird immer über solche Projekte und Vereine berichtet. Ich unterstütze seid Jahren den Förderkreis für Tumor und Leukämieerkrankte Kinder in Bonn http://www.foerderkreis-bonn.de die krebskranke Kinder und deren Eltern unterstützen.

...natürlich wäre es (für uns) sinnvoller. Nur nützt es der Popularität der namenhaften Medien (Fernsehsender, Zeitungen, Zeitschriften...) doch viel mehr, an einer übergroßen, den Menschen bekannteren, Katastrophe "teilzuhelfen", als am Elend des Mitbürgers unter uns "normalen" Menschen, es sei denn, es ist ein gut zu vermarktendes Schicksal...
DirkWalther am 21. September 2007 08:35 ...solltest du (wie auch ich) dich inspiriert fühlen, etwas von deinem Bisschen jemandem Bedürftigen zu dieser Zeit etwas abzugeben zu müssen, dann mach' es dort, wo du es einsehen kannst, oder sogar die dankbaren Blicke erhaschen kannst...

Grundsätzlich gebe ich keine Spenden mehr an DRK und ähnliche Organisationen, die zu Spenden wie z. B. für die Tsunamiopfer aufrufen. Es ist -wie Du selbst schreibst- inzwischen eine bekannte Tatsache, daß leider nur der kleinste Teil der Spenden dort ankommt, wo es gebraucht wird und wofür es gedacht ist. Leider wird sich erst einmal selbst aus dem großen Topf bedient.
Zum Anderen wehre ich mich gegen das auf die Tränendrüsen drücken regelmäßig in der Weihnachtszeit. Gibt es sonst keine Menschen, die auf Spenden angewiesen sind? Wenn ich spenden möchte, dann spende ich -unabhängig davon, ob nun gerade Weihnachten oder Pfingsten ist. Und ich spende nur noch da, wo ich weiß, daß die Spende auch da ankommt, wofür sie gedacht ist. Örtlich und regional gibt es genügend Institutionen, die dringend auf Spenden angewiesen sind. Dort mit Geld- und/oder Sachspenden zu helfen, ist meines Erachtens viel sinnvoller, als den großen Organisationen Geld in den Rachen zu schmeissen, welches zweckentfremdet wird.
bommel65 am 21. September 2007 09:53 Ich stimme hier absolut zu.
Da überbietet das eine Land ein anderes in Punkto Spenden um hunderte von Millionen Dollars und die Opfer gucken in die Röhre...Frechheit, diese "Tsunami-Spendenaffäre"!

-Du bist ein Mensch der frei wählen kann, nicht wahr? Also entscheide Du selbst, wer es für Deiner Meinung sinnvoller braucht. Alles andere landet im Papierkorb. Ansonsten könnte man jeden Tag zig-hunderte von Euros an irgendwelche Hilfsfonds oder Spendenkonten einzahlen. Die Priorität kannst nur Du alleine setzen, diese Entscheidung nimmt einem keiner ab. Wer zuviel Geld hat und es abgeben kann, soll es tun.
-In deiner Nähe gibt es sicher irgendeinen Verein für Kinder, ältere Menschen, Obdachlose?, die Tafel, Tierschutzverein, was auch immer.. Bringe das Geld- oder Sachspenden dort persönlich hin. Erstens weißt Du dann, das es auch ankommt und zweitens, die dankbaren Gesichter wirst Du nieeee vergessen!!
-Ich selbst bin ein Mensch, der viel von sich gibt. Ich habe aber noch keinen müden Euro an irgend jemanden gespendet. Meine "Spende" ist der Dienst am nächsten.. Ich helfe da, wo ich gebraucht werde. Meine Hilfe, meine Kraft ist meine Spende.. Ich spende meine Zeit ehrenamtlich für und mit Kinder, alte Menschen, sowie teilweise kranken Menschen (ohne Money) zu verbringen. Sowie meinen Lernstoff ständig in meiner Freizeit zu erweitern.
Finde ich auch so. Mit der Weile gibt es auch hier extrem arme Leute, die gestützt werden müssen. Es macht eh keinen Unterschied ob ich EIN Kind irgendwo in Afrika stütze (ruft dort auch Neid hervor und u.U. Unruhe) oder hier. Hier SEHE ich ob und was ankommt, weil hungerndes Kind ist hungerndes Kind - egal wo. Ausserdem verschwinden "einige" dieser Gelder in Privattaschen - Skandale dazu gibt es ja jedes Jahr.