Frage von globetrott1705,

Bald 30 und ohne Ausbildung - welche Möglichkeiten habe ich noch?

Hallo,

ich werde 2012 bereits 30 und stehe bislang ohne Ausbildung da. Ich habe eine liebevolle Partnerin, mit der ich später eine Familie gründen möchte und wir beide sind so eingestellt, dass wir dem Staat nicht auf der Tasche liegen, sondern für unser Geld etwas leisten möchten. Sie macht aktuell eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin, geht in diesem Bereich voll auf und bekommt auch wundervolles Feedback - sie wird eine tolle HEP abgeben, da bin ich sicher.

Bei mir gestaltet es sich nun deutlich schwieriger. Ich wurde im Laufe der 10. Klasse aus der Schule genommen und habe mich - bedingt durch meinen schlechten familiären Einfluss - bis 2002 (ich wurde 20) nicht dazu aufraffen können, mein Leben weiter in Angriff zu nehmen. 2002 begann ich meine Mittlere Reife an der VHS nachzuholen. Anschließend ging ich an ein Kolleg und holte erfolgreich mein Abitur auf dem 2. Bildungsweg nach (Abiturschnitt 3,0). Ich stand vor der Frage: Ausbildung oder Studium? Naiv und unflexibel, wie ich damals war, kam für mich nur eine einzige Ausbildung in Frage (Zootierpfleger), aber die einzigen Plätze lagen weit außerhalb von NRW und ich wollte nicht fort, also kam das Studium.

Das Studium lief zunächst ganz gut, doch als ich in einer Klausur dreimal versagte (Leistungsdruck, Blackouts), war der Studiengang für mich vorbei. Ich wollte weiter studieren, bemühte mich um einen neuen Studiengang, erreichte dieses Ziel auch, wurde dann aber längere Zeit krank, erhielt von allen neuen Dozenten das Feedback, ich solle ein Semester später durchstarten. Während meiner "Auszeit" bis dahin kam ich ins Grübeln: Ist das, was ich hier mache, das Richtige? Ist es das, was ich will? Bin das ich? Sinnkrise pur war angesagt.

Letztlich merkte ich, dass das Studium eine falsche Entscheidung gewesen war. Ich brach ab und suchte, nun bereits 28, nach einer Ausbildung. Wenn man finanziell am Minimum lebt, durch den familiären Hintergrund mit Schulden belastet wurde, keinen Führerschein hat und in der Schulzeit immer sprachlich besser war (Deutsch 1 und 2) als in Mathe (5 und 6) und zudem noch 28 ist ohne jegliche berufliche Vorerfahrung, dann gestaltet sich die Suche schwer.

Über das Jobcenter und eine Berufsfindungsmaßnahme erreichte ich scheinbar mein Ziel: Eine Umschulung zum Buchhändler. Bücher sind eine Leidenschaft von mir, mit den Kunden gehe ich gerne um und es macht mir Spaß, sie zu beraten, das merke ich in meinem Betrieb immer wieder. Doch jetzt machen sich erneut Zweifel breit - die ersten 4 Monate im Betrieb waren Horror, da es im Betrieb zuviele Kollegen gibt, mit denen ich nicht gut kann. Ich bin ein Individualist, der gern auf eigene Faust arbeitet und klare Ansagen braucht; jemand, der auch seine Meinung sagt und vermutlich zu ehrlich für diese Welt ist. Das sieht mein Betrieb nicht gern.

Wenn nicht der Staat und nicht das fehlende Geld, sondern ich entscheiden dürfte: Ich wäre Radiomoderator, Schriftsteller/Texter oder Schauspieler.

Hat jemand Rat?

Hilfreichste Antwort von Jessi779,
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Hallo,

halte durch!

Jeder Job hat etwas was einem nicht gefällt und wie man so schön sagt "Lehrjahre sind keine Herrenjahre". Du hast ja schon gesehen wie schwierig es war, an eine Ausbildungsstelle zu kommen. Mach sie fertig, dann kannst Du ja die Arbeitsstelle wechseln oder Dich weiterbilden. Oder träume: träume während du die Ausbildung machst davon, dass Du Dich nachher ja dann selbständig machen kannst als Buchhändler. das würde doch auch super passen?

Das wichtigste für Dich in Deinem Alter ist nunmal eine abgeschlossene Berufsausbildung. Gründe warum Du schon soi viel abgebrochen hast interessieren zukünftige Arbeitgeber leider herzlich wenig. Die sehen nur, dass Du immer wieder abbrichst und fragen sie dann warum sie gerade Dich einstellen sollen.

Grüße

Kommentar von globetrott1705,

Dass ich die Arbeitsstelle wechseln würde, steht für mich eh mehr oder minder schon fest. Nur ist das in diesem Beruf schwierig, von meinem jetzigen Betrieb könnte ich evtl. übernommen werden, wenn die bis dahin nicht eh schon die Nase voll von mir haben. Die Chefs belagern mich dauernd damit, ich sei der "anstrengendste Azubi", den sie je gehabt hätten ...

Der Traum, später meinen eigenen Buchladen aufzuziehen, hat sich bereits entwickelt. Doch ein Nachbar hat mir diesen Traum ordentlich verwässert, als er meinte, wenn man selbst einen Buchladen leitet, hat man mit Büchern und Kunden nichts mehr zu tun, nur noch mit Buchhaltung und für Frau und Kinder wäre auch keine Zeit mehr. Aber ich will mich nicht damit abfinden, dass es für mich heissen soll: Entweder Beruf ODER Familie - ich möchte beides und kann mir nicht vorstellen, dass beides nicht mehr möglich sein soll! Ich WILL arbeiten, und trotz meiner fast 30 fühle ich mich noch wie Anfang 20. Dein Rat, erstmal durchziehen und dann weiterbilden, klingt vernünftig. Doch wenn ich mich nach der Umschulung weiterbilde, dauert es noch lange, bis ich endlich mal wirklich Geld verdienen kann. Und bereits jetzt investiert meine Partnerin mehr Geld in die Beziehung als ich es kann; ich will sie so rasch wie möglich entlasten. Aber neben meiner Umschulung bleibt weder Zeit noch Nerven für eine zusätzliche Tätigkeit.

Kommentar von Jessi779,

Mh, okay, ich verstehe Dich.

Wie lange geht denn die Ausbildung noch?

Ich meinte wegen dem Weiterbilden auch, dass Du in der Zeit schon arbeitest. Also Ausbildung - Arbeiten und parallel sich weiterbilden. Geht übrigens auch gut mit Familie - mein Mann studiert gerade neben seiner Arbeit und wir haben auch ein Kind.

Kommentar von globetrott1705,

Die Umschulung geht bis Herbst 2013, ist auf 2 Jahre festgesetzt. Zur Zeit steht es aber eh in der Schwebe, ob ich weitermachen darf - durch mein schwieriges und angeblich so fehlerhaftes Verhaften im Betrieb sitzt mir die Pistole auf der Brust, dass ich mich anpassen und die "richtigen" Fragen stellen soll oder gekickt werde. Ich komme mit den Kunden gut klar, mit ein paar Kollegen auch, die haben auch keine Probleme mit mir, aber ausgerechnet die Oberbosse haben ständig was auszusetzen und suchen förmlich nach Patzern in meiner Arbeit.

Klingt gut, arbeiten und nebenbei weiterbilden, sofern das zeitlich regelbar ist. Ob eine Weiterbildung dann etwas bringt, müsste sich zeigen. Familie - ich habe den (seltener werdenden) Anspruch, nicht einer jener Familienväter zu werden, der mit seiner Arbeit verheiratet ist und grade rechtzeitig heim kommt, um seinem Kind Gute Nacht zu sagen und der Frau per Mail ein Foto zu senden, damit sie noch weiss, wie man wach aussieht. Ich möchte einen Job haben, bei dem ich durch Spaß und Engagement kompetent bin und meinen Teil für die Beziehung verdiene. Ich kann Leute nicht ausstehen, die dem Staat auf der Tasche liegen, und da ich selbst schon den Kontakt mit Hartz 4 kenne, weiss ich, dass ich so nicht mein Leben verbringen will. Wenn ich krankgeschrieben bin, fehlt mir die Arbeit - zumindest der Teil, den ich kann und der mir Spaß macht oder der positive Stress. In der Berufsschule zeichnet sich mein Ärger mit inkompetenten Kollegen auch ab, da ich zu sehr durch den Wind bin, um richtig konzentriert lernen zu können - das Fazit sind schlechte Noten.

Dass ich die Umschulung durchziehen soll, klingt wirklich vernünftig. Auch, dass ich danach dann mal weitersehen soll bezgl. Weiterbildung. Nur bleibt die Frage, ob der Betrieb es nicht langfristig schafft, mich rauszukicken durch irgendwelche Patzer. Ich weiss durch eine gute Freundin, die im gleichen Betrieb ihre Ausbildung macht, dass auch sie unter Psychoterror zu leiden hat. Mich persönlich macht das zu sehr fertig, und wenn ich unter starker Kontrolle stehe, arbeite ich automatisch schlechter und mache schneller Fehler, als wenn man mich einfach machen ließe.

Antwort von HektorPedo,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

"Ich bin ein Individualist, der gern auf eigene Faust arbeitet und klare Ansagen braucht".

Ist diese Aussage nicht, zumindest auf den ersten Blick, in sich widersprüchlich? Welcher Individualist, der Selbstverantwortung schätzt und braucht, nimmt gleichzeitig für sich in Anspruch, "klare Ansagen" zu benötigen? Vielleicht meinst Du etwa anderes, als ich es darin gerade zu lesen scheine.

Du weißt schon, dass es nicht unbedingt von (entschuldige!) Intelligenz zeugt, in jeder Situation seinen Gedanken und Impulsen freien Lauf zu lassen. Dieser Einschätzung, dass die eigene "Ehrlichkeit" den Umgang mit Menschen torpediert, begegne ich immer wieder bei Leuten, die einem ihr Leid klagen. Allzu oft ist das eine eklatante Fehleinschätzung der tatsächlichen Außenwirkung dieser als "Ehrlichkeit" maskierten Taktlosigkeit, des Übermutes oder auch des "losen Mundwerks", der fehlenden Selbstkontrolle. Diese im sozialen Verkehr nötigen Eigenschaften derart zu bewerten, dass sie einem Verleugnen und "Verbiegen" der eigenen Person gleichkommen, ist schlicht unzulänglich. Und, wie Du siehst, auch extrem hinderlich.

Kommentar von globetrott1705,
  • Individualist und klare Ansagen

Für mich schliesst das eine das andere keineswegs aus. Natürlich schätze ich Eigenverantwortung, aber wenn ich mich im Umgang mit anderen befinde, auf deren Anweisungen ich angewiesen bin, dann ist es mir lieber, sie geben mir klare Ansagen. Da dies in meinem aktuellen Betrieb leider Mangelware ist, macht mir dies die Arbeit nicht eben leicht. Es geht um Handlung X, und Kollege A erklärt mir diese Handlung X auf die eine Art 1, Kollege B erklärt mir, ich solle X auf Weg 2 verrichten, und Kollege C hält Art 3 für die beste Art, X zu tun. Es ist immer die gleiche Handlung, aber ich bekomme von verschiedenen Kollegen komplett unterschiedliche Anweisungen, wie es zu verrichten sei. Und natürlich hält jeder seine Weise für die einzig richtige. Nehme ich dann bsw. die Art von Kollege A und Kollege B bekommt das mit, werde ich direkt beim Chef angeschwärzt, weil ich nicht mache, was man mir sagt.

In meinem Betrieb weiss auch der eine nicht, was der andere sagt. Der eine tadelt mich, ich bringe keine eigenen Ideen ein. Der andere bekommt eine eigene Idee von mir, ich möchte die Idee ausprobieren, dann heisst es direkt, nein, das wird nichts, lässt es mich nicht mal versuchen und damit ist das Thema beendet. Und dann heisst es im nächsten Gespräcjh mit dem einen wieder, ich versuche keine eigenen Ideen umzusetzen. Klar, wenn mich keiner lässt!

Was die Ehrlichkeit angeht - nun, mein Betrieb stellt sich selbst hin, als sei er das beste, was der Kunde finden kann. Klar, da muss man loyal sein und den Betrieb vertreten, repräsentieren. Ich persönlich finde aber nichts Schlimmes daran, wenn man zugibt, dass der Betrieb eben nicht alles bietet. Ich gehe mit dem Kunden offen und ehrlich um; nur dann habe ich das Gefühl, ich habe dem Kunden ehrlich weitergeholfen und er kommt lieber wieder. Die Kunden sind auch meist zufrieden mit mir - außer, ich fühle mich nochmal durch Kollegen beobachtet und mir passieren Patzer. Aber meist bekomme ich tolles Feedback durch Kunden. Sie schätzen die Ehrlichkeit an mir, weil sie merken, dass ich mich wirklich um sie kümmern möchte und nicht bloß ein Verkäufergespräch nach Schema F mit ihnen führe.

Und ich gebe zu bedenken: Sämtliche Patzer, die mir passieren, passieren auch Kollegen, die schon 20 Jahre dabei sind. Von mir, dem Umschüler, wird erwartet, dass ich alles, absolut alles richtig mache. Sie denken nur daran, wie alt ich schon bin, dass ich schon studiert habe und meinen, sie dürften von mir gottweisswelche Professionalität erwarten! So kommt es mir zumindest vor.

Und das "lose" Mundwerk habe ich für die bloß, weil ich nachfrage. Das ist in deren Augen ein Hinterfragen und Untergraben der Authorität meiner Vorgesetzten. Wenn mir eine Anweisung gegeben wird, darf ich nicht nachfragen, wieso ich das machen soll, nein, es heisst dann direkt, ich soll es machen. Dass ich einfach nur verstehen möchte, wozu meine Handlung dient, wie häufig die Handlung am Tag / in der Woche gemacht wird, all das lässt man mich nicht fragen. Ich soll keine "dummen" Fragen stellen, nur die "richtigen" Fragen. Tja, aber wenn mir keiner die Chance lässt, auch mal Fehler zu machen, wie soll ich dann herausfinden, welche die "richtigen" Fragen sind? Dieser Betrieb lässt kein gutes Haar an mir, außer der Tatsache, dass ich im Kundengespräch so professionell rüberkomme, als würde ich das schon lange machen. Das ist das einzige Lob, das ich bekommen habe, seit ich dort bin.

Kommentar von HektorPedo,

Hui, danke für die ausführliche "Gegendarstellung" / Erklärung. Derlei "empfundenen" (ich weiß ja nicht, was wirklich los ist...) Psychoterror, willkürlichen, unnötigen Druck stellen ja nicht wenige Auszubildende fest; eben dieser beknackte Spruch von den Lehrjahren, die keine Herrenjahre seien. Das nehmen anscheinend manche vorhandenen Mitarbeiter als "willkommene Gelegenheit", ihren Arbeitsalltag auf unzulässige Weise "aufzupeppen".

Ein Arbeitsklima "ohne Lob", dafür umso mehr Tadel ist zwar unerfreulich, aber das Gegenteil eben auch nicht "einzufordern".

Antwort von Karin1987,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Offen und ehrlich zu sein, seine Meinung zu sagen und nett gemeint anderen Ratschläge oder verbesserungstipps zu geben kommt heute gar nicht mehr an.

Habe festgestellt das man im Leben besser durch kommt wenn man nett grinst, wenn möglich ja und amen sagt und sich dabei nur denkt "wenne meinst".

In deinem alter oder besser generell über 25 ist es sehr schwer einen Ausbildungsplatz zu finden, ganz gleich wie gut die Zeugnisse sind.

Mein Tipp wäre dir einfach so ungelehrnt einen Arbeitsplatz in einem Bereich zu suchen der dir liegt. Notfalls kann man vorab ein Praktikum machen um den Betrieb und die Arbeit dort kennen zu lehrnen. Ein Teamplayer scheinst du nicht zu sein, klingt er als ob du besser arbeitest wenn du dich allein in eine Sachen vergraben kannst und dein Ding machst.

Der Einzelahndel sucht immer Leute. Um erstmal Geld zu verdienen und dir selbst klar darüber zu werden was du willst, solltest du es dort versuchen. Regale einräumen, Kasse, Getränke ausliefern........ möglichkeiten schnell an einen Job zu kommen gibt es relatiev viele. Wenn du merkst das es nicht das richtige ist kannst du dir immer noch was anderes suchen und bist um eine Erfahrung reicher. Vielleicht ist aber auch das richtige dabei!

Drück dir auf jeden Fall die Daumen das du eine Arbeit findest die dich ausfüllt und an der du Spass hast.

Kommentar von HektorPedo,

"...kommt heute gar nicht mehr an."

Meist verkennen Leute, die über diese "Entwicklung" klagen und die für sich eben diese "Offenheit und Ehrlichkeit" beanspruchen ihr tatsächliches Auftreten in betrieblichen, kollegialen Kontexten.

Neulich hörte ich auch die Klage "Die Firma hat sich von mir getrennt, weil ich so bin, wie ich bin!" Damit macht man es sich meist "zu leicht", bzw. schließt dieses Erklärungsmuster jede Einsicht und vor allem zukünftige Lösungen aus.

Kommentar von Karin1987,

Ich bin halt auch wie ich bin, ich verbiege mich nicht für andere, wem das nicht passt der muss sich mit mir nicht abgeben.

Das ist eben meine Einstellung und meine Ansicht. Was ich davon habe?

Wenige Freunde, einige Bekannte, bestimmt nichtmal die hälfte die andere haben.

Mit den Leuten mit denen ich klarkomme bzw die mit mir klarkommen verstehe ich mich super, gar blind. Wenn man hilfe braucht oder wenn diese Leute Hife brauchen ist es selbstverständlich das alles stehen und liegen gelassen wird.......

Das ist jetzt mit Worten schwer für mich zu beschreiben....

Kann nur sagen das mir auf der Arbeit mal der Tipp gegeben wurde Sachen hier einfach so hinzunehmen wie sie sind, der Cheff ist der Meinung das läuft seit 40 Jahren so, das läuft auch die nächsten 40 Jahre noch so..... oder ich würde ja so wenig lächeln, das würde immer so unreundlich wirken..... (habe immer guten Tag und guten Weg gewünscht, dazu weklärt das es mir nicht liegt mit einem Keepsmiling durch die Welt zu laufen wenn es für mich keinen Grund gibt dauerhaft zu grinsen)......

Dies und noch einiges mehr durfte ich mir anhöhren, wollte es nicht wahr haben, wollte mich nicht verändern. Als dieser Betrieb dann Finanzeill schlecht da Stand war ich wurde auch mein Vertrag nicht verlängert. Im neuen Betrieb habe ich es dann nach und nach versucht umzusetzen.

Verbesserungsvorschläge nur sehr vorsichtig angedeutet und erstmal die Reaktion abgewartet.... Deutlich mehr Smalltalk geführt, dafür leider kaum tiefere Gespräche.... Immer nett grinsen scheiß egal was ist und was ich mir gerade gedacht habe.....

und was war? Das Leben wurde im Arbeitsalltag leichter, wer nett grinst dem verzeiht man schneller fehler, jemand der nett grinst darf ruhig zu 40 % mist machen, jemand der nicht grinst und sein eigenes Ding macht darf teilweise keine 3 % falsch machen!!!

Es ist nunmal in der Heutigen gesellschaft so das sehr viele Leute oberflächlich sind. Da ist dann jemand nett und freundlich nur weil er immer grinst. Das gerede hinter dem Rücken bemerken die dann gar nicht mehr..... in meinen Augen ein Phenomen... Aber wenn es hilft..... Privat mach ich weiter wie bisher.

Antwort von Vivivo,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Meinen Rat willst du hören? Kneif einmal die Backen zusammen und zieh durch was du angefangen hast!

Antwort von pezzi,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

tja, da bleibt eigentlich nur der Rat, dass du mal auf der Erde aufschlagen solltest. Das Leben ist kein Ponyhof und Kröten werden dich immer und überall begleiten. Glaubst du, dass jeder an der Arbeitsstelle eitel Sonnenschein erlebt? weit gefehlt! Also mach diese Buchhändler-Lehre fertig, beiss die Zähne zusammen, oder du wirst doch irgendwann auf staatl. Hilfe angewiesen sein.

Antwort von jimpo,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Du bist 30 Jahre und weißt immer noch nicht was Du wirklich willst. In Deinem Alter,entschuldige daß ich das so schreibe,ist für Dich der Zug schon abgefahren.

Antwort von snugata,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

mit fast 30 jahren solltest du doch echt mal etwas an bodenhaftung gewinnen :)

die ausbildung zum buchhändler ist doch eine tolle sache. zwar hättest du auch bibliothekswesen (oder in die richtung) studieren können, hast dich aber jetzt dafür entschieden.

du wirst, wie du selbst schon eingesehen hast, keine großen chancen mehr haben, etwas neues zu bekommen. deine schauspielerischen oder schriftstellerischen ambitionen kannst du nebenbei ausleben. wichtig ist, dass du den beruflichen abschluss in der tasche hast.

du könntest dich später selbständig machen, einen eigenen buchladen haben, den du so führst und spezialisierst, dass du dich darin wiederfinden kannst - zb. mit lesungen (auch aus deinen eigenen werken), künstlerischen aufführungen und mit deiner ganz persönlichen note

es wird immer leute geben, die vorurteile haben. die gilt es zu überzeugen - man kann sie auch ignorieren. es geht in der ausbildung um dich. stecke deine grenzen fest und lass die anderen ihr ding machen. sei offen für alles und jeden - aussortieren kannst du immer noch.

ich drücke dir ganz fest die daumen, dass dir die puste nicht wieder ausgeht :)

Antwort von lama63,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

bin auch der Meinung du solltest mal die Zähne zusammenbeissen und deine angefangene Lehre zuende machen . es wird immer irgendwelche Kolegen geben mit denen man sich nicht so gut versteht . Auch bei Selbständigkeit wirst du auf Kunden treffen die dir nicht " gefallen ". wen du soweiter machst bist du ein absoluter Looser

Antwort von Sajonara,

Wieso wilst du "eine Familie" gründen, wenn du keine Lebensbasis vorzuweisen hast,?

ist das ein bedingter Reflex oder soll es nur darüber hinwegtäuschen, das du bisher kaum über dein Leben nachgedacht hast und meinst mit "Familie und Kindern" löst sich alles von selber in Wohlgefallen auf?

Es ist bestimmt nicht besonders lustig, ein Kind von einem ungelernten Tagelöhner zu sein und schafft für diese bei bereits 7 Mrd menschlichen Erdbewohnern nicht die besten Vorrausetzungen, halte den Ansatz für recht verantwortungslos und unbedacht,

Für all diese Jobs, die du dir vorstellst benötigst du eine solide Ausbildung, lange Ausbildungszeiten und Volotariate, Beziehungen etc. all das wird mit einer Familie unmöglich bis extrem schwierig weil du ,ausser als der "Erzeuger" deiner Kinder zu sein, keine Zeit mehr für sie haben wirst, .etc

Kommentar von globetrott1705,

Vielleicht habe ich mich nicht verständlich genug ausgedrückt.

Meine Partnerin und ich sind der Ansicht, dass natürlich eine finanzielle Basis herrschen muss, um eine Familie zu gründen. Wir wollen nicht jetzt eine gründen, aber ich habe diesen Plan angeführt, weil er meiner Meinung nach nicht unwichtig ist für eine Problemfindung. Denn wäre ich ein Junggeselle, der sein Leben lang keine Familie gründen möchte, könnte es vlcht. andere Optionen für mich geben, die mehr der Typ "Einzelgänger" wären, da ich mich dann auch um nichts anderes kümmern müsste als um mich und meinen Job. Mit einer Familie, die da noch irgendwann aufgebaut werden soll, sieht die Sache anders aus.

Gerade weil ich ja meinen Kindern keine miese Zukunft und keine miesen Eltern bieten möchte, habe ich 1. eine Partnerin, die genauso denkt und 2. den dringenden Wunsch, beruflich endlich irgendwo anzukommen, damit eine Familie auch finanziell planbarer werden kann.

Antwort von Doctores,

Nur durch Individualisten entwickelt sich die Menscheit und die Welt, mein Rat:

Nicht anpassen, suche und finde deinen Weg.

Gehe doch mal ans Theater und informiere dich dort - suche den Kontakt zu Schriftstellern, probiere dich aus.

Und Horror im Betrieb gibt es immer, wegen mangelnder Bildung und Kompetenz.

Viel Erfolg - du machst das schon.

Kommentar von Jessi779,

Das hätte er mal mit 20 tun sollen. 30 ist ein Alter bei dem es auch beim Theater schwierig wird.

Kommentar von Doctores,

Ja, ja - Hauptsache anpassen !

Es gibt Persönlichkeiten, welche erst mit 60 Lebensjahren ihre wahre Bestimmung gefunden haben, u.a. auch in der darstellenden Kunst.

Also, was der Unsinn mit dem Alter ?

Kommentar von Jessi779,

Aha, und kann man davon auch zeitnah seine Familie ernähren? Er schrieb, dass er nicht erst in 10 Jahren Geld verdienen will sondern seine Familie JETZT versorgen möchte.

Und da hat nichts mit Anpassen zu tun.

Kommentar von Doctores,

... in erster Linie geht es hier um Selbstfindung und persönlicher Entwicklung.

Immer die Wirtschaftlichkeit in den Fordergrund zu stellen, zeugt nicht von Freidenken.

Matrix ist wohl hier unerwünscht !

Kommentar von Sajonara,

aber keiné Selbstfindung und im Hintergrund wartete eine Frau und eine Schar Kinder, die man eben mal so im "Vorbeigehen" erzeugt hat, ..weil man das ja so macht, etc.

Kommentar von Jessi779,

Tja, nur ohne Geld kann er keine Familie ernähren - Selbstfindung hin oder her.

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