Frage von Betabell, 50

Bafög, Wohngeld und Untermietvertrag?

Huhu, ich möchte Bfög beantragen und Wohne nicht mehr Zuhause. Ich wohne mit meinem Lebenspartner in einer Mietswohnung. Die Frau vom Bafög- Amt,sagte mir ich brauche einen "Untermietvertrag" um nachzuweisen, dass ich nicht mehr daheim lebe (Ummeldebscheid reichte nicht aus). Habe mir nun einen aus dem Internet gesucht, wozu meine Frage jetzt lautet: wenn ich angebe, dass ich an meinen Partner keine Miete entrichten muss trotz das ich bei ihm wohne, bekomme ich dann den entsprechenden Wohnzuschlag trotzdem? Auf dem Formular steht (ich zitiere) "(...)Nettomiete xx, Nebenkosten xx,(...)","(...) Die Miete und die Pauschalen in höhe von Insgesamt 0,00 € sind Monatlich auf folgendes Konto zu überweisen(...)". Kann ich also die 0,00 stehen lassen? Ich hoffe jemand kennt sich aus!

An sich ist natürlich kein Problem, ihm eine Miete zu entrichten. Das erfolgt bei uns jedoch in anderer Form (ich bezahle dann eben den Einkauf). Wenn ich jetzt sagen wir 50% der gesamten Miete an ihn Überweisen würde, müsste er das ja wieder bei der Steuer angeben und so weiter und so fort. Am Ende bekäme er aufgrund dessen weniger von der Steuer und wir hätten alles in Allem nichts gekonnt. Ich hoffe jemand versteht meinen Sachverhalt :P LG

Antwort
von balvenie, 25

Wie von Rheinflip schon beantwortet, gibt es kein Problem bei der Untervermietung. Lediglich der Vermieter muss dem Vertrag in der Regel zustimmen.

Steuerlich sieht das für deinen Partner beispielhaft in etwa so aus:

Er untervermietet dir (mal angenommen) die Hälfte der Wohnung. Dafür kassiert er 50% der Miete. Diese Mieteinnahmen muss er in der Steuererklärung angeben. Allerdings führt er gleichzeitig auch seine Kosten auf - das sind für die Hälfte der Wohnung also wieder die Hälfte der gesamten Miete, die er an den Vermieter abführt. Wie du siehst, hebt sich das ganze gegenseitig auf und stellt für ihn lediglich einen "durchlaufenden Posten" ohne jeglichen Gewinn dar.

Kurzfazit: Obwohl er die Einnahmen in der Steuererklärung angeben muss, zahlt er keinen Cent Steuern darauf, weil er bei fairer Teilung der Miete keinen Gewinn erzielt.

Kommentar von Betabell ,

Ah, dankeschön :) das heisst, dass er Künftig bei der Steuer nur noch die 50% der gesamten Miete angibt, also das was er auch wirklich bezahlt, trotz das er monatlich von mir eine Überweisung erhält?

Unser Vermieter ist einverstanden.

Kommentar von Betabell ,

ach ne ich habe es jetzt geblickt, nach dem dritten mal lesen ^^ vielen dank für deine antwort!

Antwort
von Rheinflip, 31

Gib an,  das du 50% oder so der Miete zahlst. Dafür muss er keine Steuer zahlen.  

Kommentar von Betabell ,

Das wollte ich ja auch, aber dann hätte er vor der Stuer ja ein Einkommen- meine Mietabgaben. Das bedeutet doch, dass das was ich vom Bafög Amt mehr bekomme, er durch die Steuer wieder abgezogen bekommt.

Kommentar von Rheinflip ,

Er hat kein Einkommen,  sondern ihr teilt euch die Miete.  Nur weil er weniger Mietanteil hat, ist das noch lange kein Einkommen.  Du kannst deinen Anteil  auch direkt  überweisen,  wenn der Vermieter mitspielt.  

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