Frage von gatsbi, 54

Bafög und Eigentumswohnung?

Guten Tag,

ich habe ein Erbe erhalten, dass weit über die Vermögensfreigrenze von ca.5000 bzw. bald ca. 7000 euro hinausgeht. Natürlich möchte ich das Geld gerne auf legalem Wege sinnvoll behalten. Der einzige Weg scheint mir der Kauf einer Eigentumswohnung (unter 60 qm), welche ich dann selbst bewohnen müsste. Die Frage ist, ob das bereits jemand erfolgreich so gemacht hat oder ob es da Probleme mit der Freistellung als Härtefall gab.

Ausserdem stellt sich mir die Frage, ob man dann noch die Wohnungspauschale (ca.200 euro) bekommt (vom Bafög-Amt), oder ob diese dann weg fällt.

Mit freundlichen Grüßen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wilees, 20

Eine selbstgenutzte Immobilie fällt unter das zu schonende Vermögen.


Werden Grundstücke angerechnet?

Grundsätzlich ja, und zwar in Höhe des Verkehrswertes. Ausnahmen gibt es für selbst bewohnte Immobilien, wenn diese eine angemessene Größe nicht übersteigen.

Entnommen aus Merkblatt:


Bayerische Studentenwerke Ämter für Ausbildungsförderung


Selbst eine abbezahlte Eigentumswohnung hat monatliche Nebenkosten, wobei teilweise die Grundsteuer ganz ordentlich ist.

Schreib das Amt an und bitte um Auskunft, meinetwegen unter dem Namen    " Meier, Müller, Schulze "  




Expertenantwort
von Fortuna1234, Community-Experte für Bafög, 22

Hi,

wenn du Bargeld in Immobilien umwandelst, bleibt es Vermögen. Auch ein Auto ist ein Vermögen, genauso wie eine Eigentumswohnung, ein Grundstück etc. Du hast dann also eine Wohnung, das zählt als Vermögen und du bekommst dann trotzdem kein Bafög - hast aber kein Geld. Das wäre eine fatale Idee.

Welchetr Härtefall soll da denn greifen? Das wäre nur der Fall, wenn du zB behindert wärst, eine behindertengerechte Eigentumswohnung hast und man dir nicht zumuten kann diese zu verkaufen und warten zu müssen bis du eine andere behindertengerechte Unterkunft hast.

Du kannst das überschüssige Geld legal für Dinge ausgeben, die du fürs Studium brauchst (Kaution, Bücher, Regale, Möbel für die eigene Unterkunft). Quittungen solltest du behalten, um beweisen zu können wohin das Geld ist. Wenn du dann unter der Freigrenze bist, beantragst du Bafög.

Antwort
von Scaver, 31

Das wird nicht kappen. Damit das anerkannt wird, musst Du die Eigentumswohnung schon etwas länger besitzen. Kaufen, einziehen und Bafög beantragen ist nicht.

Es wird dir dann als fiktives Einkommen angerechnet und damit ist nichts mit Bafög.

Wohnungspauschale fällt glaube ich nicht weg, ist aber geringer. Nebenkosten hast Du ja trotzdem, aber keine Miete.

Antwort
von schelm1, 24

Die Härte wird von der Gunst des Erbes zweifelsfrei aufgeweicht!

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