Darf man Bäume im "Eigenen" Garten fällen.?

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3 Antworten

Hallo DioSama,

viele Städte und Gemeinden haben eine sogenannte Baumschutzverordnung erlassen, die das Fällen oder Zurückschneiden von Gehölzen ab einer bestimmten Größe oder einem bestimmten Alter auch auf Privatgrundstücken verbietet. Der Inhalt einer solchen Baumschutzverordnung ist bundesweit nicht einheitlich.

 
Die Regelungen greifen ab bestimmten Stammumfängen oder Höhen, die man der jeweiligen Baumschutzverordnung entnehmen kann, sofern eine erlassen wurde. Oft dürfen Bäume beispielsweise ab einem Stammumfang von 80 Zentimetern und einem Meter Höhe nicht ohne Genehmigung gefällt werden.

Sind die betreffenden Bäume aber bereits krank oder stellen eine Gefahr dar, z.B. durch Vorschäden, so ist dies schon viel einfacher. Man kann die Bäume dann begutachten lassen [am besten von einem Baumdienst, der auch das Fällen von Bäumen anbietet ;-) ] und dann den Auftrag erteilen.

Ich kenne das Problem sehr gut....uns kam tatsächlich Sturm "Kyrill" und "Ela" zu Hilfe......

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Ich würde einfach mal bei der Gemeinde erfragen, ob es in diesem Ort eine Baumschutzsatzung gibt. Vielleicht kannst du ihnen ja anbieten, diesen Baum zu fällen und dafür eine entsprechende Ersatzpflanzung an anderer Stelle zu tätigen. 

Von illegalen Fällungen rate ich dringend ab. Die Strafen für solche Aktionen sind in der Regel so berechnet, dass sie einem weh tun und man sie nicht so einfach "einkalkuliert". 

Vielleicht würde es ja auch schon helfen, die Bäume mal etwas zu stutzen und einen kräftigen Kronenschnitt zu machen, das sollte man sowieso alle paar Jahre tun.

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Es kommt wohl auf das Bundesland an und auf die Kommune. Gibt es in dem betreffenden Bundesland ein Gesetz, dass man Bäume nur fällen darf, wenn das zuvor genehmigt wurde oder gibt es stattdessen in der Kommune eine Baumschutzverordnung, könnt ihr das vor dem Kauf des Grundstücks sehr leicht abklären. Ihr könnt dabei auch abklären, wie hoch die Strafe ist, die man evtl. zu erwarten hat und dies ggf. in den Kaufpreis einkalkulieren, bzw. den Kaufpreis um diesen Betrag runter handeln. Vielleicht schafft ihr es auch, dass der Verkäufer es noch übernimmt, die Bäume zu fällen.

Es ist überhaupt nicht so, dass man keine Genehmigung zum Fällen von Bäumen bekommen kann, auch wenn sie eine gewisse Stammdicke schon aufweisen. Wenn es einfach zuviele sind in einem Grundstück oder Baumarten, die gar nicht dahin gehören (z. B. Nadelbäume) oder wenn die Bäume vielleicht sogar schon gefährlich sind, dann bekommt man schon die Erlaubnis.

Und falls mal ein Baum ohne Erlaubnis fällt: Wo kein Kläger, da kein Richter und häufig sind Nachbarn sogar froh, wenn es wieder etwas lichter wird.

Ich bin auch der Meinung, dass der ein oder andere größere Baum in einem Gartengrundstück durchaus seinen Platz finden kann (je nach Größe), dass aber ein Garten kein Wald ist und dementsprechend auch mal wieder raus genommen werden muss, was über die Jahre einfach zuviel wurde.

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Kommentar von tetra13
12.11.2015, 10:51
Ihr könnt dabei auch abklären, wie hoch die Strafe ist, die man evtl. zu erwarten hat und dies ggf. in den Kaufpreis einkalkulieren

Das halte ich für keine gute Idee. Strafen sind in der Regel so berechnet, dass sie weh tun und man sie nicht einfach so "einkalkuliert". Strafen von über 10.000€ sind da keine Seltenheit. Ist es dir das wirklich wert? 

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