Frage von Randka, 119

Badumbau bei pflegestufe?

Mein Mann hat Pflegestufe 1. Nun muss die Dusche umgebaut werden. Sie muss ebenerdig sein. Unsere Vermieterin weigert sich. Das würde ja nicht aussehen und müsste wieder umgebaut werden bei Auszug. Moden in 20 Jahre zurück??????! Wie setzte ich ein Schreiben für die Vermieterin auf die alle Vorzüge aufzeigt? Eilt

Antwort
von Griesuh, 56

Die Pflegekasse übernimmt bei eingestuften Pflegebedürftigen auf Antrag, auch in Mietwohungen,  einen Teil der Umbaukosten, sofern diese behindertengerecht ausgeführt werden, in Höhe von bis zu 4000€

Die Krankenkasse übernimmt auf Antrag einzle Elemente wie: Haltegriffe, Hebelifter, Duschhocker usw.

Vorteile für den Vermieter wären unteranderem:

Der Mieter bleibt länger in der Wohnung wohnen.

Der Vermieter muss keinen neuen Mieter suchen.

Die Immobilie des Vermieters gewinnt durch den fachgerechten barrierefreien Ausbau zusätzlich an Wert.

Der behinterte Mieter hat einen rechtlichen Anspruch auf den behinterten gerechten Umbau nach § 554a BGB.

http://deutschesmietrecht.de/mietvertrag/109-ordnungsgemaesser-gebrauch/247-das-...

Antwort
von Schiffmasterin, 85

In den Meisten Fällen übernimmt ja die Krankenkasse solche Umbaumaßnahmen. Gerade bei Pflegestufe 1. Sollte das der Fall sein würde ich mal bei der KK nachfragen. Die Baumaßnahmen würde ich auch nicht auf eigene Faust finanzieren!

Kommentar von peterobm ,

die KK wird dankend ablehnen, es ist eine Mietwohnung

Kommentar von JiaoYu ,

Völliger Quatsch. Auch bei Mietwohnungen wird der Zuschuss gezahlt. Wir sind seither 2 x umgezogen (wegen Mieterhöhungen) und jedes Mal wurde gezahlt!

Antwort
von peterobm, 88

selten so ein Quatsch von der Vermieterin gehört. 

Die soll doch froh sein dass mal die Dusche auf einen neuen Standart umgebaut wird. Die Vermietung kann dadurch auch auf andere Personen ausgeweitet werden, ein Vorteil für Sie.

Die Problematik wird sein; SIE will es nicht zahlen. Mit Erlaubniss des Vermieters könnt ihr selber ran. 

Nur es gibt bei solchen Sachen einen Zuschuss. Der wird aber niemals bei jedem Umzug gezahlt. 

Antwort
von DODOsBACK, 62

Du kannst von der Vermieterin keinen Umbau verlangen. Wenn es nicht mehr geht, müsst ihr euch im Zweifel eine andere Wohnung suchen!

Selbst wenn ihr den Umbau selbst bezahlen würdet, muss die Vermieterin nicht zustimmen! Es ist immerhin IHRE Wohnung, und SIE bestimmt, was daran verändert wird und was nicht! Und könnt ihr heute wirklich versprechen, dass ihr das Bad nach eurem Auszug wieder "zurückbaut"?

Argumente für die Vermieterin fallen mir wenige ein - auch wenn die Wohnung durch ein neues Bad an Wert gewinnt, dauert es Jahre, bis die Investitionen über die Miete wieder reinkommen. Und wenn das neue Bad endlich "abbezahlt" ist, ist es schon wieder veraltet! 

Vielleicht gibt es aber auch andere Lösungen - z.B. mit einem Duschstuhl. Dadurch muss man nicht über die hohe Stufe steigen, sondern kann sich von außen setzen und dann im Sitzen die Beine drüberheben... Ist zwar nicht schön, aber hilfreich!!!

Ansonsten könnt ihr euch natürlich auch an eine Pflegeberatungsstelle (z.B. bei eurer Krankenkasse) oder Sozialberatungen wenden (Diakonie, Awo, Caritas) - die haben Erfahrungen aus zahlreichen ähnlichen Fällen gesammelt und können euch sicher noch ein paar Tipps geben.

Kommentar von Randka ,

Hallo

Mein Mann hat Pflegestufe 1. Das Bad umzubauen wurde von der Pflegekasse schon bewilligt. Mit einem Duschstuhl das geht gar nicht. Mein Mann hat gravierende Gleichgewichtsprobleme nach einer Gehirn OP. Durch eine ebenerdige Dusche bekommt er wieder ein Stück Lebensqualität zurück ohne das ich immer dabei sein muss. Das Bad ist über 20 Jahre alt. Bei der Duschkabine ist vom Vorgänger soviel Kalk dran. Die bekommen wir nicht sauber. Kämpfen seit 6 Jahren um eine Neue bei der Vermieterin. Die sagt es ist nicht so schlimm . dann soll sie sich doch freuen das es jetzt modernisiert wird.

Kommentar von DODOsBACK ,

Das ändert alles nichts daran, dass die Wohnung der Vermieterin gehört. Wenn SIE keinen Umbau will, gibt es keinen.

Bei einer "klassischen" Dusche bleibt das Wasser in der Duschwanne - bei einer ebenerdigen kann es sich im ganzen Raum verteilen. Das kann zu vermehrter Schimmelbildung oder sogar zu Wasserschäden führen! Dazu kommen Lärm und Dreck durch den Umbau und Nachbarn, die vielleicht auch ein neues Bad wollen...

Sollte beim Umbau gepfuscht werden, muss außerdem erst mal die Vermieterin den Kopf hinhalten und den Schaden (Mietminderung, Reparaturen usw.) dann vom Handwerker einklagen...

Sie selbst hat also höchstens Ärger wegen eurer neuen Dusche. Auch wenn das euch gegenüber nicht fair ist, ich kann sie verstehen...

Antwort
von JiaoYu, 45

Informiert Euch bitte bei euere Krankenkasse oder hier: http://nullbarriere.de/pflegekasse-zuschuss.htm

Zuschüsse werden auch für Mietwohnungen übernommen.

Wie bereits erwähnt, muss die Vermieterin nicht zustimmen. Da hilft nur (wie bei uns) eine neue Wohnung suchen (idealerweise schon eine umgebaute = barrierefreie oder barrierearme).

Kommentar von Randka ,

Ansonsten ist die Wohnung optimal und komplett Barrietefrei. Also optimal 

Antwort
von blankenberg, 56

Im Eigenheim kannst Du das machen. Habe das noch nicht gehört von Mietwohnungen.

Kommentar von JiaoYu ,

Aber selbstverständlich. Es geht ja um den Umbau des Wohnumfeldes und das kann in Eigenheim. Eigentumswohnung oder Mietwohnung sein. Nur in Heimen geht das nicht, die bauen selbst.

Antwort
von SiViHa72, 41

Na, mit Verlaub.. die VM redet aber bissl Quatsch zusammen. Wieso muss ne barrierelose Dusche, also ebenerdig, zurückgebaut werden?

Humbug.

(nebenbei, in vielen Ländern sind die häufig..wohl alles Pflegefälle?).

Ich hab irgendwas im Kopf, dass es auch bei Mietwohnungen nen Zuschuss gibt.. jedenfalls erzählte mir das bei ner Wohnungsbesichtigung mal die Vormieterin, Rolli-Fahrerin, mein ich.

Kommentar von Randka ,

Das ist richtig.  Genehmigung der Pflegekasse liegt alles vor. Nur Die Vermieterin spinnt 

Kommentar von JiaoYu ,

..übrigens, das mit dem von der Vermieterin geforderten Rückbau ist korrekt. Das darf sie natürlich fordern. Und diese Kosten wären dann nicht über die Pflegegkasse förderfähig. Hatten selber das Problem in einer Mietwohnung und mussten die alte Dusche (also hoher Einstieg) wieder einbauen lassen - auf eigene Kosten! 

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