Hallo,
Unser Problem:
Renovierung altes Haus (1919): im Bad im 1. Stock sind alte Kacheln auf Holzdielen verlegt, die aber schon an manchen Stellen gebrochen sind. (Wahrscheinlich wegen der flexiblen Holzunterlage und nicht richtig verlegt...). Jetzt wollen wir entweder a. einen neuen Kachelboden verlegen (aber richtig, ohne daß der dann wieder bricht) oder b. Korkfliesen aufkleben (wovon uns zT abgeraten wurde wegen der nicht ganz planen Unterlage (Fugen).
Was empfehlen die Fachleute? Müssen wir auf jeden Fall die alten Kacheln entfernen bevor wir was Neues drauf machen? Unter den neuen Belag starre Platten (welche?) legen? Korkvariante: geht das auf kaputten Kacheln? Danke!!
Wie kann ich mir denn wasserfeste Spanplatten vorstellen? Muß OSB nicht auch erst versiegelt werden, damit es dicht wird? Vielleicht wäre eine Option, Korkfliesen auf diese (wasserfesten) Spanplatten zu kleben. Dann umgeht man das Problem mit den springenden Fugen... Nur, wie dichtet man dann die Ränder und Übergänge zu Badwanne und Dusche ab?
Da gibt es spezielle Grundierung im Fachhandel, ebenso wie die feuchtraum geeigneten Spanplatten(die sind entsprechend imprägniert),kannst auch Fermacellplatten nehmen.Natürlich muß zusätzlich nach Fertigstellung an Badewanne,Dusche und rundum im Raum mit Silikon für Feuchträume abgedichtet werden.Das lässt du am besten vom Fachmann machen,dann kannst du sicher sein, dass nichts passiert.Ist auch nicht so teuer.
Das alles wird nur funktionieren, wenn von keiner Seite Feuchtigkeit an den Unterbau kommt, ansonsten fangen auch die Fermacellplatten irgendwann an zu gammeln, nicht zu reden von den Deckenbalken. Diese Häuser sollte man am besten atmen lassen, d.h. durchgängig diffusionsoffen arbeiten, denn wie Du auch schon geschrieben hast, alte Häuser sind fliesentechnisch immer problematisch, der Grund: Sie bewegen sich, d.h. auch, egal wie perfekt die Fugen erstellt wurden, die können auch nur begrenzt mitarbeiten und gehen dann, wenn man's nicht brauchen kann, auf.
Die Rissproblematik bei Kork wird nicht so extrem sein, allerdings ist da wieder die Sache mit der Feuchtigkeit. Dem kann man bei Kork aber entgegenwirken, indem man eine imprägnierte Spanplatte als Basis nimmt und den Kork ölt und nicht lackiert. Vorteil: Dringt Feuchtigkeit durch die Fugen, kann sie bei geöltem/gewachstem Kork wieder nach oben weg, was bei lackiertem Kork zu Schäden am Unterbau oder ablösendem Kork führt, da dort die Feuchtigkeit nicht wieder weg kann.