Frage von kajunt, 27

Badminton Bespannungsmaschine?

Hallo zusammen. Ich überlege mir eine eigene Bespannungsmaschine zu holen. Da ich allerdings nicht so viel Geld habe, um mir eine qualtitativ sehr hohe zu holen, habe ich nach möglichst preisgünstigen gesucht. Dabei bin ich auf die Victor M3000 gestoßen. Hat jemand Erfahrung mit dieser Maschine gemacht bzw. kann mir sie irgendjemand empfehlen?

Danke im Voraus

Antwort
von Elementargeist, 12

Ich kenne die Victor M3000 nur aus dem Katalog, aber da ich selbst bespanne, kann ich dir vielleicht ein paar Tipps geben. Du solltest dir zuerst gut überlegen, wie gut deine Maschine sein soll.

Es gibt manuelle Maschinen und solche mit Motor. Jene mit Motor sind sehr einfach und schnell zu bedienen: Gewicht einstellen, Saite jeweils einspannen und der Motor zieht auf mit dem entsprechenden Gewicht an. Bei den manuellen muss man die Saite einspannen und den Arm langsam (sonnst wird die Saite überlastet) umlegen. Der Arm muss möglichst waagerecht liegen, ansonsten muss man nochmals korrigieren. Das ist einiges aufwendiger.

Auch beim Drehteller gibt es qualitative Unterschiede. Die Einspannpunkte sollten so grossflächig sein, dass das Racket möglichst gut stabilisiert wird, aber klein genug um die Ösen nicht zu verdecken. Nicht alle Fabrikate und Typen haben diese Eigenschaft. Zudem sollt er mehrfach schwerer sein als ein Racket. Dann hat das Racket keinen Einfluss auf die Drehung was die Arbeit erleichtert. Auch die Lagerung muss flüssig laufen, da das Racket während dem Bespannen immer wieder gedreht wird.

Zuletzt möchte ich noch die Zangen erwähnen. Billige Bespannungsmaschinen haben keine eingebauten Zangen. Man muss mit separaten Zangen jeweils zwei Saiten zusammenklemmen. Das funktioniert soweit. Aber mit Maschinen mit fest installierten Zangen kannst du bedeutend schneller arbeiten.

Die M3000 gehört zur untersten Klasse von Bespannungsmaschinen. Manuelles spannen, sehr einfacher Drehteller, keine eingebauten Zangen. Einziger Vorteil: Die Maschine ist leicht und kann gut transportiert werden. Aber bei der Arbeit ist das leichte Gewicht dann wieder ein Nachteil. Nichtsdestotrotz kann man damit Rackets bespannen. Aber es dauert sicher 1.5mal so lange, wie mit einer besseren Maschine.

Wenn du nur selten ein Racket bespannst, reicht so eine einfache Maschine, aber wie dir andere hier schon vorgerechnet haben, amortisiert sich diese Anschaffung auf diese Weise fast nie. Wenn du auch noch die Schläger deiner Kollegen bespannen willst, würde sich die Maschine zwar rentieren. Aber ich prophezeie dir, dass es mit der Zeit mühsam wird, regelmässig mit einer solch einfachen Maschine Rackets zu bespannen. Du wirst keine Freude daran haben.

Aus diesem Grund empfehle ich dir ein Model aus dem Mittelfeld mit gutem Drehteller, integrierten Zangen und einem Motor. Bei den Tischgeräten ohne Standfuss sollte da durchaus etwas preiswertes (ab 800 - 1000 Euro) zu finden sein. Der Preis ist zwar 2-3 mal grösser als die M3000, aber du wirst damit locker 4x mehr Rackets bespannen (z. B. von Clubkollegen) weil die Arbeit viel einfacher geht. Und auch die Bespannungsqualität ist besser.

Noch eine letzte Anmerkung: Denk daran, dass du nebst der Maschine auch Saiten (am einfachsten 200m Rolle), Werkzeug (Ahle, Zange) und Ersatzösen sowie eine Ösenzange benötigst. Dies gehört bei der Grundinvestition dazu.

Kommentar von kajunt ,

Okay vielen Dank, das hilft mir sehr :)

Antwort
von Peppi26, 21

Ich spiele selbst Badminton! Frage mich jetzt dennoch wozu du als privat Person so eine Machiene brauchst? Wenn du nicht häufiger Schläger bespannst und dich auskennst ist es eigentlich Quatsch! Das kann man für 15€ in jedem Sport laden machen lassen!

Kommentar von kajunt ,

Das stimmt schon, aber wir sind zwei Leute in der Familie, die Badminton spielen und besonders mir passiert es sehr häufid, dass die Bespannung reißt.. außerdem haben wir im Verein jemanden, der auch eine hat. Er sagt, dass es sich auf die Dauer lohnen würde. Sonst bin ich natürlich voll deiner Meinung ;) Danke trotzdem :)

Kommentar von BlackBanan24 ,

Naja, wenn du mal rechnest das einmal bespannen ca. 15€ kostet und die Maschine ca. 450€. Bis sich das Ding rentiert kannst du dir deinen Schläger 30-40 mal bespannen lassen (wenn man noch die Kosten für Saiten berücksichtigt, die du dann ja ebenfalls tragen müsstest). Als Hobbyspieler reicht es eigentlich wenn man seinen Schläger ca. 4 mal im Jahr neu bespannen lässt, also bis sich so ein Ding rentiert dauert es wirklich^^

Dass deine Bespannung sehr häufig reißt, ist übrigens nicht normal. Gründe dafür könnten sein:

1. eine zu harte Bespannung. Je härter die Bespannung, desto schneller reißt sie. Für den Durchschnittsspieler reichen m.M.n ca. 10-11,5kg.

2. sehr dünne oder auch einfach minderwertige Saiten sein. Dünne Saiten reißen schneller genauso wie billige, wobei es auch sehr gute dünne Saiten gibt

3. derjenige der den Schläger bespannt hat, hat nicht viel Übung oder kennt sich nicht richtig damit aus (das Problem würdest du am Anfang übrigens auch haben). 

2 und 3 passiert relativ häufig, wenn du deinen Schläger in großen Sportgeschäften bespannen lässt. Die sind meistens eher auf Tennis spezialisiert und haben generell von Badminton oft wenig bis keine Ahnung. Wenns geht, würde ich meinen Schläger also immer in einem professionellen Badmintonsladen bespannen lassen, wo du sicher bist, dass die Leute da auch Ahnung haben.

Kommentar von Peppi26 ,

dann viel Spaß

Kommentar von kajunt ,

Danke

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