Welche Rolle spielt das Bakterium "Bacillus thuringiensis" in der Gentechnik (Stichwort: Virusresistenz bei der Kartoffel)? Beschreibe!? ...kann mir da jmd helfen
"Bacillus thuringiensis" in der Gentechnik ???
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1Antwort von
LuteovirusLuteovirus
Das Bakterium produziert ein Toxin, dass den Darm von bestimmten Schmetterlingsarten (Raupen) perforiert, wodurch das Tier dann abstirbt. Im Bio-Anbau wird das Toxin gespritzt. Gentechnisch veränderter Bt-Mais (MON810 z. B.) enthält spezifische Genabschnitte, die in das Toxin translatiert werden. Dabei gibt es verschiedene Bt-Toxine, so dass besonders bei Bt-Mais mit mehreren Bt-Toxin-Genen (sogenannte stacked events) die Wahrscheinlichkeit für Resistenzen bei den Schmetterlingsraupen gering ist. MON810 war bis 2010 in Deutschland noch zugelassen. Politisch ist die Entscheidung allerdings gegen den Anbau ausgefallen.
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Gegen Viren wirken Bt -Toxine nicht, nur gegen Insekten. Die Toxin erzeugenden Genabschnitte finden sich in gentechnisch erzeugten Bt-Pflanzen, um sie vor Insektenfraß zu schützen.
Man sollte hier vielleicht nochmal hervorheben das dieses Bakterium im Biologischen Anbau gerne eingesetzt wird. Während man bei gentechnisch veränderten Pflanzen davon ausgeht, das nur Fraßschädlinge dieses Gift aufnehmen können. Dagegen hat der Einsatz von Bt im biologischen Anbau das gleiche Problem, wie der Insektizideinsatz im konventionellen Anbau, jeder Organismus der mit diesem Gift in Berührung kommt kann geschädigt werden.
Nein, das ist nicht richtig. Auch das Toxin, das im biologischen Anbau eingesetzt wird schädigt explizit Schmetterlingsraupen. Studien haben bewiesen, dass andere Nicht-Ziel-Organismen nicht betroffen sind.