Viele Musikexperten, die ich so kenne, verehren Bach als DEN Musikgott. Kann mir jemand das erklären??

Naja, Hauptgrund dürfte sein, das Bach einfach früher dran war. Und er hat zu seiner Zeit Klaviermusik geradezu revolutioniert. Ähnliches könnte man auch über Beethoven sagen - aber der kam halt später, als Bach bereits den Boden bereitet hatte. Vielleicht verstehst Du es auch besser wenn du Dir mal das 5. Brandenburgische Konzert schön in voller Lautstärke über Kopfhörer reingezogen hast. Dann weisst Du was ein Genie ist.

Ich bin jetzt kein Fan von ihm aber wer ihn und seine Musik mag!!

Beide waren Jahrhundertgenies. Den einen oder anderen höher zu stellen, führt m.E. zu nichts.
Viele sprechen auch von Mozart als dem Musikgott.
Ich finde alle drei absolut großartig und höre sie immer wieder gern.

Sie wollte Bach - Er Beethoven - Es gab Händel ;-)
Vorsicht! Wortspielerei!!! :-)
calcant am 13. Juli 2008 00:17 Und der Erfolg: Er spielt verklärt ein Menuett, sie spült derweil die Teller. So spielen beide im Duett, nur sie spült etwas schneller...

er war genial und da ich Trompete spiele liebe ich seine Musik
calcant am 13. Juli 2008 00:16 Eben das ;-) Bach - ES KANN NUR EINEN GEBEN! DH!
Musik von Bach war und ist einfach unglaublich spannend, gleichzeitig irgendwie durchsichtig - und nicht so dramatisch wie manches von Beethoven (mir erscheint Beethoven von daher oft eher als zu pompös, fast aufdringlich; Mozart finde ich wiederum häufig z u eingängig (soll ich sagen "süßlich" und selbstverliebt-selbstdarstellerisch - das wäre wahrscheinlich vermessen, aber ich mag Mozart nicht so gern).
Wenn ich ein Stück von Bach spiele, dann ist da eine große Klarheit verbunden mit immer wieder überraschenden Elementen - einfach genial, einfach großartige Musik. Danach fühle ich mich oft total erfrischt und zufrieden, Rückenschmerzen sind weg, Anspannungen verfliegen - und auch beim Zuhören nie langweilig und auch nicht so anstrengend wie z.B. Beethoven ...
Aber das ist alles natürlich sehr subjektiv - bin nur Laienmusikerin ...

Johann Sebastian Bach war in seinen Kompositionen ein musikalisches Genie, das tatsächlich in der westlichen Musikkultur unerreicht ist. Niemand hat so raffinierte, komplexe Fugen komponiert, die dabei auch noch schön klingen. Kompliziert haben andere auch gekonnt, aber dann klang es immer affektiert. Anders bei Bach.
Und er soll so eben auch "live" improvisiert haben. Lange Zeit aber war er vergessen und hat erst im 20. Jahrhundert ein wirkliches "ComeBack" erlebt, nicht zuletzt durch die Jazz-Musik, die entdeckt hat, wie viele Parallelen es von Bachs Musik zum Jazz gibt.
Musik ist immer auch Mathematik - und auch in dieser Hinsicht ist Bach einer der ganz Großen, für mich wie für viele andere Komponisten und Musiker der Größte.
Sehr empfehlenswert in diesem Zusammenhang ist das Buch von Douglas R. Hofstatter: Goedel Escher Bach.
Ludwig van Beethoven war mutig, gut in einigen Bereichen (vor allem in der Klaviermusik und Sinfonik) und hat sehr schöne folkloristische Lieder (z.B. Irische und Schottische Lieder) komponiert - aber seine Kompositionsweise und Komplexität ist mit der von Bach nicht zu vergleichen. Es sind ganz andere Stile. Und Beethoven hatte Zeit, seine Kompositionen reifen zu lassen.

Es ist halt einer der Großen. Aber es gibt auch viele, den Deinen Beethoven oder Mozart als den Musikgott bezeichnen.
ja, deutsche. ich persönlich finde bach ganz nett aber kann mit beethoven wesentlich mehr anfangen. manche würden den kopf schütteln über diese aussage, aber ich kann es nicht ändern

Für mich ist Beethoven der Größte, aber das sieht Jeder anders, vor Allem, wenn man sich nicht nur mit der Musik, sondern auch mit der Person befaßt.

Ohne Bach (gut vielleicht hätte diese Leistung später ein anderer gebracht) wäre alles nachfolgende nicht da:
Er hat die "temperierte" Stimmung entwickelt: Dabei werden beim Stimmen eines Instrumentes (hier: Cembalo) kleinste Kompromisse eingegangen, die für das menschliche Ohr tolerabel sind, die es aber erst ermöglichen, den gesamten Quintenzirkel zu nutzen. Das war bis dahin eine theoretische Spielerei. Ein heutiges Instrument lässt sich nur noch temperiert stimmen - ein dis ist KEIN es, sondern im Grunde sind das zwei Töne, die nur sehr nahe beieinander liegen. Deswegen heißt seine Sammlung von Präludien und Fugen über alle 24 Tonarten hinweg (zur Übung für seine Schüler) auch "Das Wohltemperierte Clavier"
Erläuterungen gern auf Nachfrage ;-)
LG, Calcant
Beethoven selbst sagte über seinen berühmten Kollegen:
"Nicht Bach -- Meer sollte er heißen!"

Bach und Beethoven sind die grössten Meister ihrer Zeitalter, Bach des Barocks und Beethoven des Klassizismus. Man kann nicht sagen wer der Gott ist weil die beiden sind Namen die für immer in der Musikgeschichte bleiben.
UlfDunkel am 13. Juli 2008 14:08 Hallo Kimmo. Ich glaube, Du meinst statt Klassizismus eher Klassik. :-)
SCNR
DH! Viertes is aber besser! Und Pasacaglia in c erst recht!