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Babys und Trauer??

Frage von Doreenadine Doreenadine

Hallo!

Gestern Mittag ist mein Schwiegervater gestorben. Wir mochten uns schon, aber nicht soooooo extrem. Jetzt überlege ich, was ich mit der Trauerfeier machen soll. Mein Sohn wird am Sonntag 6 Monate alt. Ich habe keinen, der ihn in der Zeit nehmen kann, weil einfach keiner da ist und ich noch viel stille. Hat jemand Erfahrung damit, wie Babys eine Trauerfeier verkraften? Sie können ja nicht soooo viel verstehen, aber merken ja schon, dass etwas anders ist. Ich hab Angst, dass er dann den ganzen Tag schlecht drauf ist, überfordert, wie auch immer.

Bevor wieder falsche Schlüsse gezogen werden: Ich bin 29, hab Abitur, eine abgeschlossene Ausbildung, festen Job und so weiter. Trotzdem auf diesem Gebiet keine Erfahrung und deswegen frage ich hier mal. Ich möchte nicht wieder für eine 16- jährige gehalten werden, nur, weil ich mal unsicher bin. Andere stellen schließlich auch Fragen.

Über hilfreiche Antworten würde ich mich sehr freuen! Vielen Dank

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Antworten (11)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von gabylehmann gabylehmann

    erstmal herzliches beileid. wenn es dir und deinen kind am tage der trauerfeier gut geht dann würde ich zu der feierlichkeit mit dem kind zusammen gehen also auf dem frier wo abschied genommen wird. ich denk schon das dein kind diesen akt gut verkraftet. ich denke schon das die trauergäste verständnis haben wenn sich dein kind mal bemerkbar macht. wenn du natürlich die möglichkeit hast dein kind für paar stunden in obhut zu geben wäre es auch eine variante. ich denke mal das es für dein partner auch wichtig ist das du dabei bist und ihn trost spendest.

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    Antwort von Morti Morti

    Ich denke, das ist ein Thema welches du mit deinem Mann besprechen solltest. Vielleicht braucht er die Unterstützung seiner Frau, weil sein Vater gestorben ist. Eine Trauerfeier besucht auch nicht nur wer sehr nahe gestanden hat, sondern wer die letzte Ehre erweisen will. Dass du dir Sorgen wegen deines Kindes machst, kann ich verstehen, aber auch wenn es eventuell merkt, dass die Atmosphäre nicht so entspannt wie sonst ist, wird es sicher kein Trauma von einer Beerdigung davontragen.

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    Antwort von HummelPups HummelPups

    ich war bei der Beerdigung meines Opas im 8.ten Monat schwanger und niemand hat es mir übel genommen, das ich nicht hin gegangen bin. Ich habe ihn geliebt, aber hätte die Fahrt (fast 800km)und die Trauerfeier nicht verkraftet. Auch als ich mit meiner Tochter im 6.ten Monat schwanger war und mein Cousin tödlich verunglückt ist, haben ehr alle abgeraten diesen Weg (ebenfalls ca. 800km) und die Trauerfeier auf mich zu nehmen! ( als ich es erfuhr konnt ich schon nicht mehr schlafen und vor Kummer hab ich nur noch erbrochen!)Ich denke, das es bei einem 6 Monate alten Baby nicht anders ist...der ganze Tagesablauf ist durcheinander und somit auch die Stimmung, die nicht gerade förderlich ist aus solch einer "Feier"

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    Antwort von Ruppi1 Ruppi1

    Irgendwie kommt mir diese Frage so typisch menschlich vor. Wir glauben so oft, das tun zu müssen, was Andere von uns ( vielleicht ) erwarten. Aber müssen wir das wirklich tun, was von uns erwartet wird ? Nur weil es Brauchtum ist, nur weil Alle es so machen ? Sind wir die Sklaven unserer Gesellschaftsmeinung ? Ich weiss, es ist nicht einfach, sich dagegen zu stemmen. Aber Fakt ist, das mein Leben - eben nun auch mein Leben ist. Und wenn ich von dieser Welt gehe, so wie dein Schwiegervater, dann muss ich den letzten Weg a l l e i n gehen!!!! Oder kann mich wer begleiten ??? Nein eben nicht, und spätestens dann werde ich kapieren müssen, dass ich nicht für die Gesellschaft , oder Brauchtum, oder Vereine, oder sonst was lebe. Nein es ist mein Leben. Ich kann tun und lassen was ich will , natürlich soweit es in der Ordnung ist, aber es ist schlussendlich mein Wille was ich mache. Wenn ich glaube ich muss mich gegenüber andere Menschen rechtfertigen, ja dann muss ich wohl so tun , wie es alle tun. Wenn ich aber kapiert habe , dass es nur einen gibt, vor dem ich mich einmal rechtfertigen muss - nämlich mein Schöpfer - dann , ja dann kann ich etwas tun , weil ich Freude daran empfinde , oder ich tue es nicht , weil ich keine Freude daran empfinde. Sicher die Entscheidung bleibt so oder so bei mir. Nur es ist eben ein Unterschied bei der Entscheidungsfällung. Muss ich der Meinung anderer Menschen nachkommen, oder darf ich mich entscheiden wie ich will, zu der ich dann natürlich auch stehen sollte. Für dich wird das jetzt gleich etwas zuviel sein, weil man ja über solche Wege erst einmal nachdenken muss. Aber es gibt ja auch einen guten Mittelweg. Wenn du zur Feier gehen willst - es ist deine Entscheidung - dann gehe. Wenn du nicht ganz gerne zur Feier gehst, dich also eher - ein bisschen grob gesagt genötigt fühlst - dann könntest du ja zum - Grüss Gott -sagen, hingehen ,natürlich mit dem Kind , so lange bleiben wie du möchtest bzw. wie es dir gefällt. Und dann gehst du wieder heim, weil du ja das Kind dabei hast. Das ist eine Begründung, die jeder akzeptieren wird.

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    Antwort von kopyto kopyto

    ich finde auch das du das Baby mitnehmen kannst, wenn es dann weinen oder schreien sollte, kannst du dich für diesen Moment immer noch von der Trauergemeinde etwas entfernen... Schaden nimmt das Kind davon sicher nicht.

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    Antwort von Sandy28 Sandy28

    erstmal mein herzlichstes Beileid für dich. Also ich glaube schon das du ihn mitnehmen kannst, er ist noch so klein glaube nicht das er da was mitkriegt. Wenn etwas sein sollte kannst du ja gehn wenn du dich unwohl dabei fühlst oder wenn er weint.

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    Antwort von DollyPond DollyPond

    der kleine wird davon wahrscheinlich nicht viel mitbekommen. wenn es doch probleme gibt, kannst du ja immer noch vorher gehen, dafür hat deine familie sicher verständnis.

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    Antwort von user761 user761

    Erstmal mein Beileid.Ein Baby nimmt man eigentlich nicht mit zu einer Beerdigung da sich manche Menschen darüber aufregen wenn das Kind mal schreit.Versuch doch das du jemanden findest der das Baby nur für die Zeit auf dem Friedhof nimmt und danach dürfte sich niemand an dem Baby stören bei dem anschliessenden beisammen sein.

    Kommentar von Doreenadine DoreenadineDoreenadine

    würd ich, aber das geht nicht, hab ich ja geschrieben. Es ist nur die Trauerfeier. Er wird später verbrannt und dann beigesetzt.

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    Antwort von schwabinggirl schwabinggirl

    Das Baby wird sich so fühlen wie du. Nimm es mit, trag es viel am Körper, sei von Liebe erfüllt. Ich finde das schön. Es ist der natürliche Lauf des Lebens. Alle werden es mögen und als Trost empfinden, dass ihr da seid.

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    Antwort von Tessa13 Tessa13

    den Kleinen kannst du doch mit einbeziehen,gehört doch zum Leben dazu und es war doch auch sein Opa,zumal das Kind ,keinerlei Erinnerungen daran haben wird,also schaden wird es ihm auf keinen Fall,im Gegenteil,so ein Junges Leben,kann den Trauernden auch Hoffnung und ein wenig Ablenkung geben.

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    Antwort von GiuliaG GiuliaG

    Ich denke nicht, das Dein Kind einen Schaden (nicht böse gemeint)davon trägt. Ich würde mich aber mit dem Kind etwas im Hintergrund halten, falls etwas sein sollte, damit Du schneller rausgehen kannst.

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