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Baby Flasche angewöhnen und Brust abgewöhnen

Frage von karottentoni karottentoni

Hi,

leider haben wir unserem Kleinen (6 Monate alt) angewöhnt, an der brust einzuschlafen. Und das wird uns jetzt grade zum Verhängnis. Das Problem Nr.2: Er nimmt weder Schnuller noch Fläschen, weil er anscheinend das Saugen an den künstlichen Saugernnicht "kapiert" oder schlichtweg verweigert.

Nun haben wir schon seit Wochen schlaflose Nächte (zumindest meine frau ;-), da der Kleine alle 1,5 stunden aufwacht und dann an die Brust will. Und sobald man ihn da wegnimmt, wacht er nach einer 3/4-Stunde wieder auf oder schläft erst gar nicht mehr ein.

Der Plan war ja eigentlich, ihm abends ein Fläschchen zu geben, aber das trinkt er ja dummerweise nicht...

Wie würdet ihr vorgehen, um ihn langsam an das durchschlafen und an die Flasche zu gewöhnen und gleichtzeitig die Brust abzugewöhnen?

Wir haben schon probiert das meien Frau aus dem Zimmer geht und ich mich neben ihn hinlege und ihn Schreien lasse. Aber heute Nacht hat er dann 1,5 Stunden lange geschrien (wir haben ihm vorher die Brust gegeben, d.h. aus Hunger hat er nicht geschrien... er will halt die Mama als Schnuller ;-(

Sind für jeden tipp dankbar.

Viele Grüße

Karottentoni

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Antworten (3)

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    Antwort von kiniro kiniro

    SEHR kluges Kind und ich hoffe, es war so klug, die Flasche mit minderwertiger Milch nicht anzunehmen.

    Und fürs 1,5 Stunden schreien lassen, gibt es noch heute einen Schlag auf den Hinterkopf, damit das Hirn wieder an die richtige Stelle rutscht.

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    Antwort von hourriyah29 hourriyah29

    Hallo Karottentoni!

    Ich nehme an Eure Frage ist noch nicht beantwortet und die Probleme dauern an?

    Prinzipiell ist an der Brust einschlafen nicht schlimm, auch wenn viele das Gegenteil behaupten. Denkt mal an Tierbabies, die schlafen auch einfach beim Saugen ein und keine Tiermammi käme auf die Idee sie zu wecken, damit sie ohne Saugen einschlafen!

    Vielleicht hat euer Kleiner momentan einfach ein anderes Problem, z.B. Zähnchen, Entwicklungsschub, oder überfordert mit all seinen neuen Fähigkeiten und Erfahrungen. 6.Monat ist ja einer in dem vieles passiert (Baby nimmt seine Umwelt besser wahr, versteht die Bedeutung von da und weg und entwickelt ein Ichbewustsein, lernt Essen, krabbelt vielleicht schon, bekommt Zähnchen und will immer mehr als es kann). Deshalb finde ich es auch schrecklich ihn 1,5Std. schreien zu lassen. Blos weil er satt ist und die Windel sauber heißst das nicht, dass er nicht Nähe oder Trost braucht oder vielleicht Schmerzen oder Angst hat. Wenigstens habt ihr ihn nicht alleine schreien lassen. Das machen ja leider auch manche Eltern und das finde ich noch wesentlich schlimmer.

    Mit 6Monaten isst er ja bestimmt Brei? Also würde ich empfehlen ca. eine halbe Std. vor dem Schlafen einen reichhaltigen Abendbrei zu geben (z.B. Haferbrei mit Milch angerührt und etwas Obstbrei darunter, angereichert mit einem halben Teelöffel Sahne oder Mandelmus). Dann eine andere Einschlafhilfe oder zumindest Trostmethode angewöhnen, z.B. Musik aus dem Nachtlicht oder Spieluhr und/oder Tragen oder Schaukeln. Oder die Mamma kann ihn nachts zu sich auf den Bauch legen und mit ihm schaukeln oder ihn auf ihrem Bauch schaukeln. Dann kann man in der Nacht andere Trost und Einschlafmethoden anwenden statt stillen und die Brust gibt es dann nur noch alle 3Std.

    Wie hatten auch massive Probleme im 6.Monat. Inzwischen (11. Monat) hat es sich wieder recht gut eingespielt. Ich habe viel gelesen und ausprobiert. Was uns geholfen hat: Einzusehen, dass jedes Kind anders ist und manche sind halt etwas sensibler und tun sich schwer mit dem Durchschlafen. Alle Zwang und Hammermethoden sind sinnlos oder sogar schädlich, weil dem Kind dauerhaft die Freude am Schlafen genommen wird und das Vertrauen zu den Eltern gestört. Alle Änderungen, die man machen will muss man langsam und in Schritten machen. Unser Baby schläft besser, seitdem ich es ganz dicht bei mir habe. Und ich muss darauf achten, dass ich genug Schlaf bekomme, auch wenn mal wieder eine harte Zeit ist, z.B. indem ich mit dem Baby ins Bett gehe oder indem mein Mann am morgen die Kleine noch so lange wie möglich nimmt (under der Woche 10 - 30 min, am Wochenende auch mal 2Std.). Und wenn ich zu müde bin, schlafe ich halt tagsüber zusammen mit ihr. Ich hoffe Deine Frau ist nicht vollzeit berufstätig! Ein Baby ist schon ein Vollzeitjob ;)

    Auch hilfreich ist wenn das Baby sich tagsüber so richtig austobt (wild spielen, Krabbelgruppe, Hallenbad) und als es mal ganz schlimm war (aufwachen alle 10-20min.) hat uns Homeopathie von der Kinderärztin geholfen.

    Das einzige Buch, dass ich uneingeschränkt empfehlen kann ist "the baby sleep book" von William Sears.

    Es kommt noch vor, dass ich mich als Schnuller missbrauchen lasse, aber nicht mehr so oft ;) Und manchmal geniese ich es auch, wenn ich zu ihr ins Bett krieche und sie sich an mich kuschelt und wir schlafen einfach so gemeinsam ein. Und wenn es mir zu viel wird denke ich daran, wie schnell die Zeit vergeht und in ein paar Monaten ist alles schon wieder ganz anders und in ein paar Jahren wird sie Teenager sein und ich werde mich sehnen nach der Zeit, als sie noch ganz nah bei mir sein wollte ;)

    Ich wünsche Euch viel Geduld und viele ruhige Nächte! Hourriyah

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    Antwort von Fruity1989 Fruity1989

    was ist so schlimm da dran, dass er an der Brust einschläft? Er genießt die nähe und fühlt sich wohl. ist das schlimm? Hallo er ist ein halbes Jahr alt! Da müsst ihr jetzt wohl mal durch. Genießt es!

    Kommentar von karottentoni karottentoni

    Naja, meine Frau "genießt es" nicht gerade, dass sie seit Wochen nicht mehr länger wie 1,5 Stunden am Stück schlafen kann. Manchmal kann sie auch gar nicht mehr einschlafen, weil sie weiß, dass er sowieso gleich wieder aufwacht. Und das zehrt dann nach einer Weile schon ganz schon an ihren/unseren Nerven...

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