Hallo Zusammen, seit August hat unser kleines Unternehmen erstmalig einen Azubi eingestellt! Nun mussten wir erfahren, dass er uns betrogen hat (Arbeiten vorgetäuscht, die er nicht erledigt hat - Arbeitsmaterial entwendet, Vorgestzte belogen, Schule nicht besucht etc.) Heute hat er die Kündigung eingereicht und der angerichtete Schaden dürfte sich auf mehrere tausend EUR belaufen. Was macht als Chef in solch einer Angelegenheit? Hat jemand erfahrungen mit dieser Thematik?

wenn man alles nachweisen kann würde ich ihn anzeigen .. am besten mit einem anwalt... und bitte nicht schlecht über junge menschen denken ... wenn es geht stelle wieder ein azubi ein .. nur die wenigsten sind so ... es gibt viele die jetzt noch ein platz suchen

>>>der angerichtete Schaden dürfte sich auf mehrere tausend EUR belaufen<<<
Alle Achtung, in 3 Monaten so viel Schaden anzurichten darf nicht ungestraft bleiben !!!
Ich würde mich zuerst einmal mit ihm und seinen Eltern auseinandersetzen. Da liegt ja schon ein ziemliches Maß an Kriminalität vor!
Falls er einsichtig ist und den Schaden teilweise auf Raten wieder gut machen will, würde ich von einer Anzeige Abstand nehmen, denn damit ist sein weiterer Weg vorgezeichnet.
Falls er alles abstreitet, und Du aber Beweise für seine Schuld hast, wird Dir wohl nichts anderes übrig bleiben, als eine Anzeige wegen Betrug und Geschäftsschädigung zu machen !!!
Wisst ihr das denn erst seit heute? Irgendwie gefällt mir die Frage von Dir nicht. Bist Du der Chef oder der Azubi?

die frage ist hier doch, was ihr mit einer klage erreichen wollt. wollt ihr dem ex-azubi nur einen auswischen oder wollt ihr schadensersatz? im endeffekt wird es doch darauf hinaus laufen, dass ihr neben den bereits entstandenen schäden auch noch erst einmal zumindestens die kosten für einen anwalt auslegen müsst und nicht wisst, ob ihr je geld bekommen werdet. was bei einem ggf. anhängigen strafverfahren herauskommen wird ist auch fraglich. der auszubildende ist nach 3 monaten für manche sachen ohne hilfe vielleicht überfordert. und mal ehrlich. wenn euch das erst so spät auffällt, dann kann der auszubildende nun mal auch nur wenig kontrolle durch den ausbilder erfahren haben. von daher empfehle ich von meiner seite eher, dies als wahrhaftiges lehrgeld anzusehen und es beim nächsten mal anders zu machen.
blödsinn. wers braucht, solls auch bekommen. und der brauchts.
...danke für die schnellen Antworten! Mit der Mutter hatte ich heute schon Kontakt und sie hat den jungen Mann vor die Tür gesetzt. Eigentlich hatten wir ein gutes Verhältnis (dachte ich) doch er hat uns regelrecht verarscht! Dann bleibt wohl nur noch die Anzeige! Das dürfte aber seine Zukunft aber stark verbauen...
ReinerUnsinn am 3. November 2009 00:04 Ja und?
Ist doch schon. Der macht weiter.
Ich finde das so schade, manche bekommen keine Ausbildung, und wären froh wenn Sie arbeiten dürfen, und dann kommt so einer und macht alles kaputt, soetwas ist das allerletzte.
Strafanzeige!
Autsch! Wir hatten auch mal nen Azubi, der geschwindelt und die Unterschrift vom Chef gefälscht hat, allerdings nur zu seinem Vorteil und nicht zum Nachteil der Firma! Er bekam die Kündigung (von einer Rechtsanwaltskanzlei), aber man hätte ihn/sie auch wegen Urkundenfälschung drankriegen können. Kommt nun drauf an, was Du willst! Den Azubi habt ihr ja los, Schadenersatz könntet ihr natürlich auch geltend machen, aber das setzt wohl ein OWi-Verfahren voraus. Zeigt ihr ihn an und es kann ihm was nachgewiesen werden, könnt ihr den Schaden im zivilrechtlichen Verfahren geltend machen. Ob ihr ihn jemals ersetzt bekommt, ist die andere Frage...
Ich würde die Sache mit dem Anwalt besprechen. Eigentlich wäre das Arbeitsgericht und eine Schadenersatzklage richtig, jedoch ist die Frage, ob das sinnvoll ist. Bei ihm ist ja jetzt wohl kein Geld mehr zu holen. ABER, auch wenn du jetzt ein Negativbeispiel erlebt hast: Laß dich nicht davon beeinflußen, und bilde weiter aus. Es gibt auch unter den jungen Vernünftige. Bin meinen drei Lady´s zumindest hochzufrieden, denen würde soetwas nie in den Sinn kommen.
toedti2000 am 3. November 2009 00:15 was soll denn das arbeitsgericht mit dem fall.... die kündigung ist eingereicht und ihr wird sicherlich zugestimmt werden. das ist mal echt ein sinnloser rat. und das arbeitsgericht hat schon lange nichts mit schadensersatzklagen zu tun...

Ihr könnt ihn lediglich noch wegen der Diebstähle juristisch belangen, wegen mehr nicht!
MRmaniac am 3. November 2009 00:01 sorry aber nein ... in dem fall handelt es sich um eine unterschlagung ... definitiv und 100%
RuleBritannia am 3. November 2009 00:04 Dann natürlich auch deswegen und wegen aller anderen strafrechtlich relevanten Sachen. Ich meinte nur, dass Ihr ihm jetzt logischerweise arbeitsrechtlich nichts mehr tun könnt...
MRmaniac am 3. November 2009 00:12 aso ja ok ... da stimme ich dir zu

Den würde ich vor Gericht bringen. Das wäre mir egal - ob es ein sehr junger Krimineller ist oder ein Älterer. Man bedenke, der wird auch älter und wenn er jetzt geschont wird, dann lernt er überhaupt nichts daraus. Ferner habt Ihr ja Schadenersatzansprüche - oder wollt Ihr wegen so einen Dämlack in die roten Zahlen geraten?
ich würde ihn anzeigen. und zwar aus zwei gründen: zum einen lass ich mich nicht gerne verarschen, schon gar nicht wenn ich jemandem eine chance gegeben habe. und ne ausbildungsstelle ist heutzutage ne ziemlich grosse chance.
zum zweiten: er muss merken das sein handeln keine konsequenzen hat. kannst ja mal deine umsatzsteuer nen halbes jahr nicht abführen. oder die sozialabgaben. da fragt sich das finanzamt auch nicht was es machen soll. da kriegste die quittung. wie immer im leben.

Beweise sammeln, Anwalt kontacktieren, Klage einreichen!

das ist ein fall fürs arbeitsgericht.
ReinerUnsinn am 3. November 2009 00:03 Nein, für den FBI
diemeggie am 3. November 2009 00:04 das wäre mal eine idee :)