Frage von memo74, 42

Autoversicherung als Zweitwagen?

Hallo, ich wollte mir ein Auto holen und das über mein Vater als Zweitwagen versichern. Wenn ich z.b 1 Jahr lang damit fahre und sage will doch ein eigene Versicherung aufmachen. Fange ich dann von Neu an oder zählen diese 1 Jahr, auf das Neue Versicherung?

Mfg Memo

Antwort
von ShaGuck, 31

Kommt drauf an. Zu welcher Versicherung möchtest du denn gehen? Frag doch vielleicht bei denen mal unverbindlich an, wie das wäre. In der Regel haben die eine extrem gute Beratungsabteilung und wenn man da höflich anruft, kriegt man in der Regel auch einiges an Antworten. Alternativ kann ich dir empfehlen, dich mal auf http://www.zweitwagenversicherung.org/ umzusehen. Das ist ein Ratgeber, der sich nur mit der Zweitwagenversicherung auseinandersetzt und recht umfangreich ist.

Da hab ich beispielsweise die Info herbekommen, dass man den Führerschein je nach Versicherung schon eine entsprechende Weile haben muss, damit man das auf ½ kürzen kann. Mega wichtige Info für mich, da ich zwar fast 30 bin, aber meine Prüfung ist erst ein paar Monate her - für mich gilt das also, wenn wir uns einen Zweitwagen holen bzw. die Versicherung dann auf mich laufen soll. 

Antwort
von sfr50, 33

Also das läuft alles folgendermaßen:

Eine Zulassung als Zweitwagen heißt i.d.R. erstmal nur, dass du eine Sondereinstufung in die Schadensfreiheitsklasse 1/2 (äquivalent zu einem halben Schadensfreihen Jahr bekommst).

Diese kann man auch anderes erreichen, entweder durch eine Altersregelung (wenn du älter als 23 sein soltest) oder eine sog. Elternregelung, wie sie z.B. bei der Huk, Huk24, R+V (hier allerdings wenig lohnenswert, da für Änfänger sehr teuer) oder eingeschränkt auch bei der Allianz und anderen, Anwendung findet. Bei der Elternregelung, stufen die Versicherungen dich und dein Auto (! deinen Erstwagen!) in die gleiche Kategorie ein, wie einen Zweitwagen der Eltern (SF 1/2). Vorraussetzung dafür ist, dass die Eltern einen KFZ-Versicherungvertrag haben, der mindesten eine gewisse SF-Klasse erfüllt und manche fordern auch, dass sie bei der gleichen Versicherung versichert sind.

Beispiel: HUK/HUK 24 -> du wirst in SF 1/2 eigestuft, wenn deine Eltern bei irgendeinem Versicherer einen Vertrag haben, in dem sie selbst in SF 1/2 oder höher eingestuft sind. Gleiches gilt bei der Allianz, nur dass die fordert, dass auch der elterliche Vertrag bei der Allianz ist.

Vorteil dieser Regelung: "Günstige" Beiträge (wie Zweitwagen; unter Umständen sogar etwas günstiger, solltest du der einzige eingetragene Fahrer sein (HUK)), das Auto kann direkt auf dich Zugelassen werden, kein Stress mit der Bürokratie, solltest du mal die Zweitwagen SF-EInstufungen übernehmen wollen (-> da die SF-Rabatte ja direkt Dir gutgeschrieben werden, dein Auto, dein Vers.-vertrag, deine SF)

Natürlich ist es auch möglich, dass Du die SF-Einstufungen eines hauptsächlich von Dir gefahrenen Zweitwagen (Versichert und Zugelassen auf deine Eltern) übernimmst. Es muss dann allerdings bei einigen Versicherungen nachgewiesen werden, dass Du der Hauptfaher warst, was je nach Unternhmen, etwas mehr aufwand mitbringen sollte.

Ich bin selbst Fahranfäger und musste mich auch mit dem Thema befassen, deswegen kenne ich mich recht gut aus. Geh auf die Webseiten der Versicherer und rechne dir mal unterschiedliche Fälle durch, die Erfahrung hat gezeigt, dass die HUK bzw. wenn es auch eine Direktversicherung sein darf die HUK24 und Bavaria-Direkt gute Angebote für Fahranfänger haben. Vergleichen ist für uns sehr wichtig, da manche Versicherungen über 1000€ mehr pro Jahr verlangen als die günstigsten.

Achtung! Check24 und Verivox bieten in unserer Situation nicht unbedingt die beste Möglichkeit zum Preisvergleich, da diese viele Sondereinstufungen nicht kennen, da sich diese nur über die Rechner der Versicherungen rechnen lassen, außerdem nehmen hier manche Versicherungen (teils auch große) nicht Teil bzw. spucken für manche Konstellationen, die aber trotzdem machbar sind (über die Vers.-Website selbst), kein Angebot aus. Der Vergleich von Hand lohnt sich.

Kommentar von DolphinPB ,

viel Verwirrung gestiftet, vieles falsch und unvollständig dargestellt  (klar, weil keine Ahnung auch wenn Du Gegenteiliges behauptest) und wenig geantwortet.

Kommentar von Versichfachwirt ,

da stecken schon ein paar wichtige Informationen drin. Einige Versicherer lassen das Kundenkind auch schon mit SF2 beginnen. Eigentlich ist das ein klassisches Thema, wo man sich nicht online sondern persönlich informieren sollte.

Antwort
von DolphinPB, 33

Eine Versicherung auf Dich selbst als Fahranfänger nach nur einem Jahr ist unsinnig. Du musst solange warten bis sich entweder eine Übertragung des SFRs von Deinem Vater auf dich rechnet oder Du die Voraussetzungen (Jahre Führerschein) für eine bessere Einstufung gegeben sind.

Kommentar von Skinman ,

Unsinnig würde ich das nicht nennen. Selbst wenn das Mensch dabei auch nur auf SF½ oder SF1 kommt, sinkt der Jahresbeitrag auch schon in den unteren Typklassen bereits sehr deutlich.

https://docs.google.com/spreadsheets/d/1_20iehymlICky8_S5_qmKeHIwwBYk7PaPTkmuRLI...

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 41

Bei der Zweitwagenregelung wird dir ja quasi ein Jahr "geschenkt".

Wenn du später diesen Vertrag übernehmen willst, passt dein Führerschein nicht dazu. Dann verlierst du dieses Jahr wieder. Allerdings macht das nach 5 - 6 Jahren an der Versicherungsprämie nur noch 5 % Unterschied aus.

Natürlich immer vorausgesetzt, dass du auch tatsächlich unfallfrei bleibst.

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