Frage von Unicorndoll, 153

Autoverkauf Betrug-Geld zurück?

Hallo,
Ich habe mir vor 3 Wochen einen Opel Astra Caravan für 3500€ zugelegt. Bei der ersten Probefahrt ist mir aufgefallen, dass er im 1. Gang Pfeifgeräusche macht, woraufhin die Verkäuferin mir sagte, dass das bei ihm normal ist und dass sie ihn so vor 1,5 Jahren selber schon gekauft hat. Ich wollte jedoch deshalb einmal in die Werkstatt, damit mir da auch ein Fachmann die Unsicherheit nehmen kann, also sind wir beim nächsten Termin direkt zu einer gefahren. Der werkstattmeister sagte mir, dass das bei manchen Fahrzeugen einfach so ist und ich nur schnell in den 2. schalten soll, denn in den anderen Gängen war das nicht. Soweit so gut, Auto war gekauft. Bei der ersten Fahrt, die ich machte, nachdem wir ihn nach Hause gebracht haben, fiel mir sofort auf, dass er im niedrigeren drehzahlbereich kaum Gas annimmt, (erst ab ca. 1,8t Umdrehungen) was mir aber eben erst aufgefallen ist, als ich auf die Autobahn wollte (bin ihn leider Gottes nur in der Stadt Probe gefahren, weil die Verkäuferin mit hinten drin saß und ich sie nicht so lange damit belästigen wollte.. Das war wohl ein Fehler. Naja ich dachte, das wäre bei dem Auto normal, also fuhr ich ihn die nächsten 2 Wochen immer im höheren Drehzahl Bereich, bevor ich hochschaltete. Vor einer Woche fing er leicht an nach Diesel zu riechen, also entschloss ich mich dazu, in die Werkstatt zu fahren, da mir das dann doch zu viel wurde. Heute war ich mit ihm da (in der Werkstatt unseres Vertrauens) und da wurde festgestellt, dass der dieselfiltrr undicht war und dieser getauscht werden müsse. Ist in 13:30 fertig gewesen, also wollte ich ihn abholen. Dann würde mir gesagt, dass er komische Geräusche macht, worauf ich meinte, dass die Verkäuferin + werkstattmeister meinten das wäre normal. Meine Werkstatt meinte nun, das sei ein Getriebeschaden und die Kupplung sollte auch neu. Er wusste, dass ich ihn erst vor 3 Wochen gekauft hatte und war ganz erschüttert mir dann auch noch mitteilen zu müssen, dass da nochmal mindestens 2000€ auf mich zu kommen. Die hab ich nicht.
Was kann ich machen? Die Verkäuferin hat mir offensichtlich etwas verheimlicht, und da auch noch den werkstattmeister (den sie übrigens kannte) mit eingeschleust.. Toll. Mein erstes Auto und gleich son Reinfall.. Was soll ich machen? Hab ich irgendwelche Rechte?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Unicorndoll,

Schau mal bitte hier:
Auto Recht

Expertenantwort
von machhehniker, Community-Experte für Auto, 21

Also demnach ist es wohl so dass das Getriebe im 1.Gang "singt". Das kann einen stören oder nicht, da ich es selbst nicht höre kann ich nicht beurteilen ob dies noch im Ramen des Normalen ist oder nicht.

Der Verkäuferin würde ich glatt glauben 1,5 Jahre problemlos so gefahren zu sein, ob der Werkstattmeister seiner Nachbarin eine Gefälligkeit tat und dieses Geräusch verharmloste oder die Werkstatt Deines Vertrauens dieses Geräusch überbewertet kann ich wie erwähnt nicht beurteilen.

Dieses Geräusch war allerdings während der Probefahrt zu hören, es wurde auch darüber gesprochen und der Verkäuferin ist da wohl keine arglistige Täuschung vorzuwerfen da sie die Harmlosigkeit dieses Geräusches von einer Werkstatt bestätigt bekam.

Wenn es Dich bis jetzt nicht gestört hat dann fahr doch einfach so weiter, vielleicht mal einen Getriebeölwechsel machen (jedenfalls Mal nach dem Ölstand schauen lassen). Wirklich Bedenklich wird es erst wenn es richtig brummt.

Kommentar von Unicorndoll ,

Das heißt, dass ich mir erst sorgen machen muss, wenn er nicht mehr pfeifft, sondern das Geräusch richtig 'offensichtlich' ins Brummen übergeht?
Meine Werkstatt meinte auch, dass man überlegen sollte, die Kupplung neu zu machen, da der Kilometerstand auf die 160.000 zu geht.. Was meinst du dazu? Muss ich das wirklich machen?

Kommentar von machhehniker ,

In Verbindung mit einem Getriebetausch würde ich dies sicherlich in Betracht ziehen weil dann ohnehin das Getriebe draussen ist und der Kupplungswechsel kaum zusätzliche Arbeit wäre. Ohne dass das Getriebe ausgebaut werden soll würde ich die Kupplung drin lassen bis die Probleme bereitet.

Den Abnutzungsgrad der Kupplung kann man nicht mit der Km-Laufleistung in Verbindung bringen, mein letztes Auto hab ich mit 260.000km und erster Kupplung verkauft, hat mittlerweile über 300.000Km drauf und immernoch die erste Kupplung drin. Andere bringen es fertig die Kupplung nach 10.000Km (nein, ich hab keine 0 vergessen) runter zu haben.

Um die Kupplung zu wechseln muss das Getriebe vom Motor getrennt werden (bei Opel konnte man mal die Getriebewelle rausziehen und die Kupplung recht einfach wechseln, geht aber beim Astra soweit ich weiss nicht mehr). Baut man das Getriebe aus schaut man sich Die jedenfalls an und wechselt die wenn sie schon recht verschlissen ist (weil sonst die ganze Arbeit in absehbarer Zeit wieder nötig wird), aber wenn man das Getriebe nicht ausbaut und die Kupplung funktioniert lässt man dies zusammen bis sich daran Was ändert.

Expertenantwort
von imager761, Community-Experte für Recht, 46

Die Verkäuferin hat mir offensichtlich etwas verheimlicht, und da auch
noch den werkstattmeister (den sie übrigens kannte) mit eingeschleust.

Heftige Anschuldigungen, die der Sachverhalt leider nicht hergibt :-(

Tatsächlich hat dir die VK dir gerade nicht arglistig etwas zu dem Pfeifgeräusch verschwiegen, sondern dies "als seit 1,5 Jahren vorhanden und normal" angegeben, wie sie es nachweilich von ihrem Werkstattmeister genauso erfahren hat :-)

Wenn 3 Wochen nach Übergabe der Dieselfilter leckt, ist das schlicht Pech, weil bei Gebrauchtwagen irgendwann erwartbar.

Und ob deine Werkstatt nicht im wohlverstandenen Kosteninteresse daraus einen kostenträchtigen Kupplungs-, gar Getriebschaden macht, würde ich an anderer Stelle durchaus erst einmal überprüfen lassen.

Selbst wenn: Im Ergebnis hast du etwas gekauft, was genauso "vereinbart" und "bei Sachen gleicher Art üblich oder erwartbar ist", mithin kein sachmängelhaftes Fahrzeug übergeben bekommen. Denn das das Pfeifgeräusch durch einen Kupplungs- oder Getriebschaden hervorgerufen wird, wusste sie nicht, im Gegenteil ihre Werkststt hat das ausdrpcklich verneint, worauf sie sich verlassen durfte :-O

Unterstellt, bei diesem Kauf von Privat ist die Sachmängelhaftung über die Übergabe hinaus wirksam ausgeschlossen worden, was bei Standard-Kaufverträgen die Regel ist, kannst du die VK für keinen der nach Übereignung festgestellten Mängel in Haftung nehmen :-(

Es sei denn, du könntest der Verkäuferin Kenntnis der ihr bei dem Verkauf bereits bekannten Mängel nachweisen - etwa durch TÜV-Berichte, Werstattrechnungen, schriftliche Angaben des Vorbesitzers.

G imager761



Kommentar von Unicorndoll ,

TÜV berichte hatte sie angeblich nicht.

Kommentar von imager761 ,

Muss sie auch nicht. Kannst du ihr keine Kenntnis eines undichten Filters und über einen angeblichen Kupplungs- oder Getriebschaden nachweisen, trägst du die Instandsetzungskosten des pfeifenden Wagens nach Übergabe selbst es sei denn, sie hätte eine gesetzl. Sachmängelhaftung von 2 Jahren konkludent gewährt.

Antwort
von Rockuser, 52

Mann müsste den Vertrag kennen (Gewährleistung usw). So, kann man da nichts zu Sagen.

Antwort
von franneck1989, 42

Hallo, gestatte mir ein paar Rückfragen:

  • Laufleistung und Alter des Autos? 
  • Was wurde vertraglich zum Zustand festgehalten?
  • Wurde die Gewährleistung ausgeschlossen?

Dann kann man mehr dazu sagen.

Kommentar von Optiman ,

Hi, was soll das denn?

1. weitgehend egal beim Kfz für € 3.500,-

2. sicherlich wurden die Mängel alle detailiert aufgelistet

3. nein,  volle Vollkasko-Garantie ohne Ausnahme

Wieso hat er sich hier überhaupt erkundigt, müsste man bei deinen Zusatzfragen mal erfragen.

na denn, Optiman

Kommentar von franneck1989 ,

1. weitgehend egal beim Kfz für € 3.500,-

Nö, eben nicht. Informiere dich doch mal, wie sich ein Mangel definiert. Es gibt z.B. nicht umsonst diese berühmte "ADAC-Liste". Dann verstehst du meine Rückfragen

2. sicherlich wurden die Mängel alle detailiert aufgelistet

Hellseher?

3. nein,  volle Vollkasko-Garantie ohne Ausnahme

Glückwunsch, 3 verschiedene Themen in einen völlig sinnbefreiten Satz zu bekommen schafft nicht jeder ;)

Kommentar von Optiman ,

Du hast tatsächlich nicht einmal die Ironie begriffen!

hoffentlich, vielleicht aber die Unsinnigkeit deiner Nachfragen... und nun kannst du ihm trotzdem keine Hilfe geben

Was war das Franneck?

Kommentar von Unicorndoll ,

Wir saßen bei denen im Wohnzimmer und haben zusammen den Kaufvertrag gemacht unter anderem sollte sie die Mängel auflisten, wo sie meinte, er hätte keinen.

Antwort
von Remlak, 45

Da es sich um einen Privatkauf handelte ist der Veräußerer von der Sachmängelhaftung befreit.

Anders als bei einem autorisierten Händler der 2 Jahre Gewährleistung anbieten muß.

Du hast die Probefahrt gemacht und Dich für den Kauf entschieden.

Alles was Du nach dem Kauf mit dem Fahrzeug angestellt hast, kann der Verkäuferin nicht angelastet werden.

Selbst Vetternwirtschaft zwischen Verkäuferin und Werkstattbesitzer muß erst einmal nachgewiesen werden.

Du hättest zu einem nächsten Dekra- oder TÜV Stützpunkt fahren bzw. das Fzg. in einer neutralen Wekstatt vorstellen können.

Wären hier Einwände seitens der Verkäuferin gekommen, hätte man hier schon Vorsicht walten lassen können.

Kommentar von ronnyarmin ,

Da es sich um einen Privatkauf handelte ist der Veräußerer von der Sachmängelhaftung befreit

Sofern sie ausgeschlossen wurde.

Expertenantwort
von ronnyarmin, Community-Experte für Auto, 28

Wurde die Gewährleistung ausgeschlossen?

Antwort
von Mepodi, 47

das ist ein privatverkauf oder? dann hast du überhaupt keine rechte, ausser du kannst nachweisen, dass die verkäuferin von dem schaden wusste und ihn verheimlicht hat. wirst du aber leider wohl kaum schaffen

Kommentar von franneck1989 ,

dann hast du überhaupt keine rechte, ausser du kannst nachweisen, dass
die verkäuferin von dem schaden wusste und ihn verheimlicht hat.

Das stimmt so pauschal nicht.

Erstens ist nicht geklärt, ob die Sachmängelhaftung ausgeschlossen wurde.

Zweitens gilt dieser Ausschluss auch z.B. nicht, wenn der Verkäufer eine Beschaffenheitsgarantie übernommen hat.

Kommentar von Mepodi ,

Ich bin in dem Fall davon ausgegangen, dass das nicht zutrifft, da der Fragesteller sonst natürlich davon wüsste als er den Kaufvertrag aufgesetzt und unterschrieben hat. Andernfalls würde er hier ja vermutlich nicht diese Frage stellen.

Antwort
von nurromanus, 32

Vielleicht möchte die Werkstatt Deines Vertrauens gerne noch was reparieren. Wenn ich richtig verstehe, läuft der Wagen noch, macht aber diese Pfeifgeräusche. Dann würde ich vorerst mal nichts an Getriebe/Kupplung machen lassen. Oder mir mindestens eine weitere Meinung dazu einholen, bzw. jemand mit dem Auto fahren lassen, der richtig Erfahrung hat. Was ich aber nicht verstehe: Weshalb bloss hast Du nicht einen Astra Caravan ohne seltsame Nebengeräusche gekauft? Ist ja nun wahrlich nicht eine Rarität, in dieser Preisklasse wären wahrscheinlich hunderte von Astra Caravans zur Verfügung gestanden.

Kommentar von Unicorndoll ,

Das stimmt. Die Verkäuferin meinte nur eben das sei normal, deshalb habe ich diesen genommen, da er am dichtesten bei uns zu verkaufen war.. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich es natürlich nie gemacht. Mit 18 und frischem Führerschein hab ich leider noch kaum Erfahrung, was Autokauf angeht und meine Begleitpersonen haben ihr ebenfalls geglaubt, da wir uns sicher waren, dass sie uns in der Werkstatt keinen sche** erzählen...

Antwort
von Optiman, 49

Hi, schrifflich per Einschreiben vom Kfz-Kauf zurücktreten und die in der Werkstatt erkannten Mängel (Arbeitsbericht etc.) als verdeckte, erhebliche Mängel hierzu anführen. Ggf. wahlweise bei keinem Wandel des Kaufvertrag als Nachbesserung anbieten, dass der Verkäufer diese Instandsetzungskosten in voller Höhe zu zahlen hat. Frist zur Zahlung bzw. Rückübergabe und Erstattung des Kaufpreises setzen.

Vorausetzun du hast eine gültigen Kfz-Kaufvertrag

na denn, Optiman

Antwort
von HeinzHubert, 48

Das solltest du den Anwalt deines Vertrauens fragen. Alles andere ist nur Vermutung.

Antwort
von pondarosa, 49

Da bleibt dir warscheinlich nur die Klageandrohung bzw. der Klageweg

Antwort
von KaffePrinz, 45

schalte einen anwalt ein. es sieht nach vorsätzlichem verschleiern eines erheblichen mangels aus..

dieser werkstattmeister wusste das und hat der frau einen gefälligkeitsdienst erwiesen. (warum auch immer) denn seine aussage ist blödsinnig..

Kommentar von Unicorndoll ,

Die wohnen im gleichen Wohnblock und kennen sich..

Kommentar von KaffePrinz ,

wie schon erwähnt, das war eine gefälligkeit..

wenn ich dir an dieser stelle einen rat geben darf..

wenn du wieder mal ein auto kaust und du hast niemanden, der sich auskennt, dann fahre mit dem fahrzeug zur dekra oder zum tüv. dort wird es für kleines geld "unter die lupe genommen" und das ganze objektiv..

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