Frage von oktobeeer, 233

Autounfall und ich bin nicht versichert?

Hallo zusammen, Gestern hatte ich einen Unfall als ich aus der Autobahn Ausfahrt raus auf die Hauptstraße fahren wollte und mich traf ein Auto von links und das Auto welches ich gefahren bin hat einen Totalschaden.. Das andere sah auch so ähnlich aus.. Also das Auto welches ich fuhr gehört meinem Freund (Teilkasko versichert) und ich bin nicht in der Versicherung eingetragen. Alleine bin ich auch gefahren... Und schuld am Unfall bin ich ebenfalls.. Was wartet auf mich bzw. wer zahlt das Auto des Opfer gegenüber und wer zahlt das Auto das ich gefahren bin?

Antwort
von peterobm, 104

du bist grundsätzlich nicht versichert, stimmt, ABER das Auto, unabhängig vom Fahrer. 

Dein Freund bekommt rückwirkend eine Beitragserhöhung und als Strafe evtl. 1 Jahresbeitrag. Das wars. 

Sollte keine Vollkasko vorhanden sein, bleibt er auf dem Schaden sitzen. Ob du deinem Freund ein neues Auto kaufen kannst?

Antwort
von schleudermaxe, 43

Also, versichert wurde ja immer das Fahrzeug, so zumindest bei meiner. Meine sagt zum Fahrerkreis: Keine Änderung in den Dokumenten für einen Zeitraum von bis zu drei Wochen/Jahr und dies kann gesplittet werden.

Was sagt denn die Versicherung des Freundes dazu?

Antwort
von thetee99, 92

DIe Versicherung ist Fahrzeuggebunden, nicht Persoenengebunden.

Antwort
von HalloRossi, 66

Ganz entspannt! Die Haftpflicht zahlt den Schaden am fremden PKW. Allerdings die Teilkasko zahlt nichts, für den Schaden an euren Auto müsst ihr selbst aufkommen

Antwort
von Sansibar007, 38

Das Auto ist versichert! Dein Freund muss nur die Beiträge für  den zustätzlichen Fahrer zahlen (nachträglich!) sowie vielleicht eine zusätzliche Vertragsstrafe.

Antwort
von Strolchi2014, 132

Die Frage, ob du oder irgendeine andere  Person, die mit dem Auto fährt, versichert ist, stellt sich überhaupt nicht. Versichert sind nicht irgendwelche Personen, sondern das Fahrzeug bzw. dessen Halter.

Wenn durch das Fahrzeug ein Schaden angerichtet wird, haftet dem Geschädigten dafür die Teilkaskoversicherung des Fahrzeuges..

Die Angabe von Personen, die mit dem Fahrzeug fahren dürfen, ist lediglich eine Frage der Vertragsgestaltung zwischen Halter und Versicherung. Viele, inzwischen wohl alle Versicherungen gewähren ihren Kunden einen Preisnachlass, wenn diese sich verpflichten, nur bestimmte Personen mit dem Fahrzeug fahren zu lassen. Fahren andere Personen mit dem Fahrzeug, so ist das ein Verstoß gegen die Vertragsbedingungen. Dies führt aber im Falle eines Unfalles nicht zur Leistungsfreiheit der Versicherung und auch nicht zu einem Recht, den Fahrer oder Halter in Regress zu nehmen.

Die Versicherung kann in einem solchen Falle lediglich eine Vertragsstrafe verlangen, die aber auch im Vertrag angedroht worden sein muss.

Kommentar von oktobeeer ,

Danke !

Kommentar von qugart ,

Da stimmt alles.

Man muss aber noch hinzufügen, dass der Unfallverursacher auch den Vermögensschaden des Versicherungsnehmers bezahlen muss. In dem Fall ist es ein vermutlich vereinbarter Selbstbehalt und auch die höhere Prämie nach der Hochstufung des Versicherungsvertrages aufgrund der Regulierung. zu den Vermögensschäden zählt dann auch die etwaige bereits beschriebene Vertragsstrafe.

Begründet ist das durch § 823 BGB Schadensersatzpflicht

Kommentar von Buerger41 ,

§823 BGB kommt unter den Freunden als Anspruchsgrundlage nur subsidiär in Betracht.

Es liegt eine Leihe vor. Also ist ein vertraglicher Anspruch gegeben.

Kommentar von kim294 ,

Genau so ist es. Was noch passieren kann: Der Vertrag wird rückwirkend so umgestellt, dass auch andere Personen fahren dürfen und die entsprechenden Beiträge werden nachgefordert.

Kommentar von BlackRose10897 ,

Wenn man aber einen Schaden bei einem anderen Fahrzeug verursacht, kommt die KFZ-Haftpflicht und nicht die Teilkasko dafür auf.

Kommentar von qugart ,

Ach Gottchen....das habe ich ja völlig überlesen.

Dann stimmt da natürlich nicht alles.

Kommentar von derBertel ,

Konkret ausgedrückt heißt das: Die Versicherung wird Rabatte aus dem Versicherungvertrag rückwirkend einfordern. Wenn dein Freund beispielsweise einen Rabatt als Alleinfahrer hatte, so ist dieser null und nichtig. Auch wird die zukünftige Versicherungsprämie steigen. Am Versicherungsschutz ändert das alles aber überhaupt nichts. Versichert ist man immer, wenn die Prämie bezahlt ist.

Also vollkommen korrekt was Strolchi2014 schreibt und mein Text ist nur ne kleine Ergänzung.

Kommentar von PatrickLassan ,

Wenn durch das Fahrzeug ein Schaden angerichtet wird, haftet dem Geschädigten dafür die Teilkaskoversicherung des Fahrzeuges..

Für Fremdschäden zahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung, die Teilkasko-Versicherung zahlt für bestimmte Schäden am eigenen Fahrzeug (z.B. Glasbruch, Wildunfälle)

Kommentar von BlackRose10897 ,

Genau.

Kommentar von peterobm ,

Versichert sind nicht irgendwelche Personen, sondern das Fahrzeug bzw. dessen Halter.

ausschliesslich das Fahrzeug, egal wer fährt. 

Kommentar von Crack ,

Wenn durch das Fahrzeug ein Schaden angerichtet wird, haftet dem Geschädigten dafür die Teilkaskoversicherung des Fahrzeuges..

Nein, die Haftpflichtversicherung.

Die Teilkasko hat damit nichts zu tun.

Kommentar von BenniXYZ ,

Oh, seit wann haftet denn die Teilkasoversicherung? Wäre mir neu.

Antwort
von martinzuhause, 115

das auto des unfallgegners zahlt die versciherung des autos deines freundes, auch wenn du dort nicht eingetragen bist. allerdings kann sie das geld von deinem freund zurückfordern, und der dann von dir.

das auto deines freundes musst du dann zahlen, wenn du es denn kannst.

Kommentar von kim294 ,

Nein, die kann das Geld nicht zurückfordern. Was passieren kann ist eine Vertragsstrafe zum Beispiel in Höhe eines Jahresbeitrages und eine rückwirkende Umstellung des Vertrages mit Beitragsnachzahlung.

Kommentar von martinzuhause ,

das kommt auf den vertrag und die agb an die anerkannt wurden.

Kommentar von Eichbaum1963 ,

Nur das keine AGB über den Gesetzen steht!

Regressforderung seitens der Versicherung sind in dem Fall also nicht möglich; wohl aber rückwirkende Beitagsangleichung und ggf. Vertragsstrafe (40-200 % einer Jahresprämie).

Abgesehen davon sind es hier nicht AGB sondern die AVB. ;)

Antwort
von Franz577, 83

Wie meinst du das "ich bin nicht in der Versicherung eingetragen"?

Gehörst du nicht zum eingetragenen Fahrerkreis?

Warum bist du dann trotzdem gefahren bzw. warum hat dein Freund das erlaubt?

Kommentar von oktobeeer ,

Beantwortet meine Frage nicht aber danke 

Kommentar von Franz577 ,

Beantwortet meine Gegenfrage auch nicht, aber bitte

Kommentar von qugart ,

Völlig irrelevant

Kommentar von Franz577 ,

Finde ich nicht! Wenn es einen triftigen Grund dafür gab, warum er oder sie mit dem Auto des Freundes gefahren ist, kann das die Sache anders aussehen lassen.

Kommentar von martinzuhause ,

dann sieht die sache auch nicht anders aus. die kfz-haftpflicht seine s freundes zahlt den schaden des unfallgegeners auf jeden fall. der schaden am auto des freundes ist nicht verscihert, das wäre er nur bei vollkasko.

je nach versicherung muss der freund da kräftig beiträge nachzahlen oder die versicherung wird versuchen sich das geld von ihm zurückzuholen

Kommentar von Franz577 ,

Das mag ja alles richtig sein, aber es kann auch Umstände geben,  wo es z.B. nicht anders ging, daß eine andere Person mit dem Auto fährt. Nur mal ein Beispiel:

Angenommen, ich bin mit meiner Freundin unterwegs und mir wird plötzlich schlecht oder ich fühle mich nicht gut. Dann wäre es doch normal und logisch, daß ich sie weiterfahren lassen würde, sofern sie einen Führerschein hat. Zumindest nur so weit, wie es zwingend notwendig ist. Ob sie dann auch laut Versicherungsvertrag fahren dürfte, wäre in so einem Fall wohl zweitrangig.

Und da mag es sicher noch viele andere Beispiele geben.

Antwort
von harvey1, 38

So wie es aussieht muß Dein Freund dem das Auto gehört die Kosten tragen. Weniger schön.

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