Autounfall ohne Polizei zu rufen. Was kann passieren?

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13 Antworten

Es ist immer von Vorteil, wenn man sofort nach dem Geschehen sein Handy zückt und alles sofort aufnimmt. Der Fahrer des anderen Autos hat lediglich Aufnahmen von deinem Nummernschild, aber nicht vom Schaden selbst gemacht, so dass er jetzt seine Darstellung des Unfalls einfach behaupten kann. Aber Aussage gegen Aussage gibt es nicht. Im Streitfall entscheidet ein Gericht (bezahlt auch die Versicherung) und dann kommt es darauf an, was glaubwürdiger ist und wie ein eventuell eingeschalteter Sachverständiger den Unfallhergang sieht. Kann natürlich auf eine 50:50 rauslaufen oder sogar noch blöder, aber so ist das halt, dann steigen eben die Prozente in der Versicherung. Wenn du Mitglied im ADAC sein solltest und dort noch eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hast, so kannst du den Sachverhalt den Fachleuten dort übergeben.

Hier ein Link vom ADAC. Dieses Unterlagen habe ich immer im Auto liegen.

https://www.adac.de/_mmm/pdf/2013-Unfallbericht-Was_tun_nach_Unfall_34443.pdf

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Kommentar von nurromanus
07.01.2016, 10:21

...dann steigen eben die Prozente in der Versicherung.

Egal wie die Geschichte ausgeht. Einen Schaden von 300 Euro würde ich aus eigener Tasche begleichen und scher nicht durch die Versicherung regulieren lassen.

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Das kann jeder behaupten, der Unfallgegner soll Dir ein Gutachten oder zumindest den Kostenvoranschlag der Werkstatt zuschicken.

Da Du diesen Wagen gestreift hast, solltest Du für den einen "nachgewiesenen" Schaden auch aufkommen.

Was war denn das für ein Auto, dass der Speuler eine Sonderanfertigung sein soll? Irgendwie habe ich den Verdacht, dass dieser Autobesitzer Geld aus der Sache schlagen will. Ist doch komisch, dass er das erst jetzt merkt, oder??

Es Deiner Versicherung zu melden, macht nur Sinn, wenn Du keine Selbstbeteiligung hast und das haben die meisten Menschen (Teilkasko mit Eigenbeteiligung). Weiterhin wirst Du dann hochgestuft, wenn Du das der Versicherung meldest. Auf gut Deutsch: Du musst dann eine höhere Versicherungssumme zahlen - das steht in keiner Relation zu einem Schaden von 300,-- Euro.

lg Lilo


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Kommentar von Crack
07.01.2016, 11:11

Es Deiner Versicherung zu melden, macht nur Sinn, wenn Du keine Selbstbeteiligung hast und das haben die meisten Menschen (Teilkasko mit Eigenbeteiligung).

Die Teilkasko ist hier uninteressant, wichtig ist die KFZ-Haftpflicht, denn die begleicht Fremdschäden. Eine Selbstbeteiligung gibt es bei der Haftpflicht nicht.

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Du hast eigentlich von Anfang an alles falsch gemacht. Für solche Fälle gibt es das europäische Unfallprotokoll. Bei einem Unfall ohne Personenschaden ist es nicht nötig die Polizei kommen zu lassen. Es ist aber unbedingt nötig, das Unfallprotokoll auszufüllen und von beiden Parteien zu unterschreiben. 

Es ist ausdrücklich keine Schuldanerkennung. Die Schuldfrage und Entschädigungsfrage wird von den beiden Versicherungen geklärt. 

Die jetzt gestellte Forderung lehnst du einfach mal ab. Der Unfallgegner muss beweisen, dass der Schaden von dieser Streifkollision herrührt und das dürfte nicht so einfach sein.

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Es ist nicht unbedingt erforderlich, bei einem leichten Unfall die Polizei zu rufen. Die ist nur dazu da um zu klären, wer der Schuldige ist. Wenn Du zugibst, dass du der Unfallverursacher bist, ist alles ok. Die Schadensabwicklung klären dann meist die Versicherungen unter sich. Dein Unfallgegner hat ja eine Rechnung von der Reparatur. Die wird deine Haftpflicht bezahlen. 

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Kommentar von machhehniker
07.01.2016, 09:43

Die ist nur dazu da um zu klären, wer der Schuldige ist.

Sowas gild vielleicht in Osteuropa, in Deutschland klären die keine Schuldfragen. Die nehmen dies lediglich auf und sichern evtl Beweise.

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Was du tun sollst:

Qualifizierten Kostenanschlag entgegennehmen, Gegner eine Abfindungserklärung unterzeichnen lassen, 300 EUR zahlen, Kfz-SFR behalten und glücklich sein!

Eigentlich ganz einfach...

P.S.: Natürlich könntest du das Ganze auch über deine Kfz-Versicherung laufen lassen; das Endergebnis wird mutmasslich identisch sein aber länger dauern.

Die Alternative sieht so aus: Du weigerst dich zu zahlen, Gegner schaltet Anwalt ein. Dieser legt eine Abrechnung vor, die mit Nutzungsausfall/Leihwagen, Liquidation, Lackierer, Montageaufwand usw. locker 1.000 EUR kratzt. Dann kannst du nicht mehr selber zahlen und hast am Ende auf ganzer Linie verloren.

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Du hast ein Unfallschaden verursacht und machst Dir jetzt Gedanken, ob Du dafür aufkommen sollst? Entweder Deiner Versicherung melden (was eher keinen Sinn macht) oder aber (bessere Variante) die 300,-- € aus eigener Kasse bezahlen... 

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existieren Bilder von den Schäden? Was heisst paar Wochen? 

Schätze, dass der "Kollege" zwischenzeitlich einen anderen Unfall hatte und ihn dir anlastet. 

Sonderanfertigung? Es gibt vorgefertigte Teile. Wo habt ihr euch getroffen, auch das lässt auf bestimmte Kratzer schliessen.

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Kommentar von Crack
07.01.2016, 11:17

Schätze, dass der "Kollege" zwischenzeitlich einen anderen Unfall hatte und ihn dir anlastet.

Warum muss man immer nur das Schlechte im Menschen vermuten?

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Hallo fancydancy,

bei so kleinen Bagatellfällen ist es fast immer unnötig die Polizei zu informieren.

Das Einziges was Du jetzt tun musst, ist Deine Versicherung über den Unfall zu informieren. Den weiteren Ablauf erklärt Dir Deine Versicherung.

Nur mal als kleinen Tipp. Insofern man keinen sogenannten Rabattretter abgeschlossen hat, macht es Sinn einen Schaden von 300 Euro gar nicht seiner Versicherung zu melden, sondern diesen selber zu begleichen. Denn wenn die Versicherung den Schaden reguliert, steigt im Folgejahr der Versicherungsbetrag oftmals um mehrere hundert Euro.

Schöne Grüße
TheGrow

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Kommentar von Crack
07.01.2016, 11:15

Insofern man keinen sogenannten Rabattretter abgeschlossen hat, macht es Sinn einen Schaden von 300 Euro gar nicht seiner Versicherung zu melden, sondern diesen selber zu begleichen

Mal aus Interesse weil ich selbst erst nachlesen müsste:

Man ist doch verpflichtet einen Schaden unverzüglich zu melden. Was kann passieren wenn man das nicht tut?

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Was mache ich denn jetzt ? :D

KFZ Haftpflichtversicherung informieren?

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Es Deiner Versicherung melden.

Die wehrt auch unberechtigte Schadensforderungen ab.

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Du hast vier Möglichkeiten: 

1. Du akzeptierst und zahlst (lackieren wäre sicher auch teuer geworden)

2. Du meldest das Deiner Versicherung und die kümmert sich um alles Weitere. Das könnte allerdings Ärger bedeuten, weil Du den Schaden nicht unverzüglich gemeldet hast. Eventuell wirst Du auch raufstuft.

3. Du versuchst den Preis zu drücken und machst ein Gegenangebot. 

4. Du weigerst Dich und lässt es auf einen Prozess ankommen, in dem der Unfallgegner den Beweis erbringen muss, dass der Schaden durch den Unfall von Dir verursacht wurde. Hier besteht das Risiko, dass Du den Prozess verlierst und weitere Kosten auf Dich zukommen.

Nun musst Du entscheiden.

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Also wenn sich beide Beteiligten einig sind wer Schuld hat, dann kann man so einen kleinen Unfall auch selbst ohne Polizei regeln und beide melden sich bei ihrer Versicherung. Melde dich bei deiner Versicherung und vielleicht bezahlt sie ja den kompletten Schaden und dann bist du fein raus. Wenn diese sich allerdings weigert musst du dir was überlegen, damit du nicht auf den Kosten sitzen bleibst. Ist halt schwierig so etwas nachzuweisen, aber du hattest ja wenigstens deinen Bruder bei,  der eine Zeugenaussage machen könnte.

Viel Glück!

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da der Unfall wohl schon paar Wochen her ist, würde ich bezweifeln, dass dieser Schaden noch davon ist. Ich würde mich weigern zu zahlen mit der Begründung, dass dieser Schaden nicht entstanden sein kann. Soll er Dich doch verklagen! Und ein Bild vom Nummernschild wird ihn auch nicht weiterbringen.

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Kommentar von LMAADF
07.01.2016, 09:06

Verklagen kann man in Deutschland niemanden, sowas klappt nur in den USA ^^ Man kann nur etwas zur Anzeige bringen :D

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