Hallo
Mein Unfall ereignete sich heute morgen um 7:52. Straßennamen kann ich leider keine nennen, da ich in dem Bezirk nicht wohne und bislang noch etwas unter Schock stehe... In etwa so: Ich war heute morgen gegen 7:30 aufgebrochen um meine Freundin zu ihrer Arbeitsstelle zu bringen,ein paar Kilometer entfernt. In fuhr eine längere Straße (Kreideberg Lüneburg sagt was??) entlang,auf die ein "linksknick" folgte. Einige Meter weiter sah ich bereits vor mir den Radfahrer (Herr,Lehrer,ca. ende 30). Da es eine 50er Zone war überholte ich ihn relativ schnell. Weiter unten (Straße leicht bergab geneigt) hatte ich die Möglichkeit an der Schule geradeaus durch eine 20er Zone zu fahren oder Rechts in eine 30er Zone abzubiegen. Schnell entschied ich mich für den Rechtsweg,sah den Radfahrer noch einige Meter hinter mir. Gerade wollte ich dann rechts einbiegen (Blinker gesetzt,Gas auf 25 gedrosselt),als ich den Radfahrer schon neben mir sah. Ich bremste sofort ab, der Radfahrer ebenso (Vorderbremse!), der Herr überschlug sich auf seinem Rad,fiel hin und landete neben meinem Auto,wobei er wohl mit seinem rechten Ellenbogen meine rechte Hinterradkappe zerschlug,einen direkten Zusammenstoß gab es nicht! Ich alamierte sofort Polizei und Rettungswagen, meine Freundin besorgte den Verbandskasten. Der Herr war ansprechbar, dank dem robusten Helm "nur" Wunden an der Stirn,an der Nade und Unterlippe,zudem Schmerzen im rechten arm und Zahnschmerzen. Nach dem vielen hin und her und meinem Schock fuhr ich meine Freundin dann zur Arbeit und nochmals ins Sekrateriat der Schule um meine Daten bei der Schulleiterin (Kontakt zur Frau des Opfers) abzugeben und mich in aller form zu entschuldigen. Zuhause angekommen rief ich die Versicherung an und schilderte alles...
Nun... Der Herr liegt im Krankenhaus, ich hab nen derben Schock und möchte unbedingt wissen wie es jetzt weiter geht???? 3 Jahre Führerschein und mein erster Unfall... :((
Bitte helft mir!!!
Die Mitschuld des anderen Verkehrsteilnehmers steht sicherlich ausser Frage, entbindet aber nicht von der eigenen Sorgfaltspflicht!
Bevor man rüber zieht, hat man in den Rückspiegel zu schauen und den Schulterblick zu machen. Das lernt man als erstes in der Fahrschule!
darf ich mal zitieren?
ein Tipp für dich: Wer lesen kann ist klar im Vorteil!
Welch Unfung man in solchen Zusammenhängen immer wieder lesen muss. Bloß weil der andere ein Fahrradfahrer war, heißt das nicht, dass man ihn zusammenfahren darf. Fahrradfahrer sind kein Freiwild, nicht mal in Deutschland.
Wenn jemand vor dem Abbiegen einen Fahrradfahrer hinter sich sieht. dann muss er selbstverständlich warten, bis er abbiegen kann, ohne den Fahrradfahrer zu gefähren oder zum Abbremsen zu nötigen (ja, auch dann!). Dabei muss man selbstverständlich auch damit rechnen, dass ein Fahrradfahrer flott unterwegs ist (Fahrräder sind Verkehrsmittel wie andere auch). Bedeutet, dass man auf einer Straße, auf der 50 km/h erlaubt sind, auch mit einem Fahrradfahrer rechnen muss, der annähernd diese Geschwindigkeit fährt. Und dementsprechend muss man damit rechnen, dass ein Fahrradfahrer, der zu Beginn des Abbiegevorgangs noch "einige Meter hinter" einem ist, schnell auf gleicher Höhe ist, nachdem man selbst auf 25 km/ oder darunter abbremst.
Um das objektiver bewerten zu können hilft es immer, sich dieselbe Situation mit anderen Verkehrsmitteln vorzustellen: Wenn man statt einem Fahrradfahrer einen Motorradfahrer oder einen andere PKW annimmt, wird schnell klar, wer an dem Unfall ganz überwiegend, wenn nicht alleine die Schuld hat: Wenn man einen anderen Autofahrer/Motorradfahrer überholt (zB. auf vierspuriger Straße), und dann "vor" dem überholten Verkehrsteilnehmer so abbiegt bzw zum abbiegen ansetzt, dass der andere Verkehrsteilnehmer aufgrund der normalen Reaktion auf das Verhalten des Abbiegenden einen Unfall baut, käme wohl keiner mehr die Idee, dem anderen Autofahrer die Schuld zuschieben zu wollen.