Frage von iceangel30381, 33

Autounfall ...der andere ist Schuld, wie sieht es aus mit einem Leihwagen?

Hallo Zusammen, mein Mann hatte am freitagabend auf der Autobahn einen Unfall. Beim Fahrstreifenwechsel ist ihm jemand in die rechte Seite gefahren ( Kotflügelschaden, Motorhaube verzogen, ganze Seite verzogen) .Unser Wagen ist 20 jahre alt und wahrscheinlich wirtschaftlicher Totalschaden. Das Auto ist nicht mehr fahrbereit. Mein Mann muss aber morgen früh zur Arbeit. Kann mein Mann einen Leihwagen auf Kosten des Unfallverursachers nehmen ( Polizei war da und er war definitiv Schuld der andere). Desweiteren hatte mein Mann nach dem Unfall plötzlich Schmerzen im Rücken, waren im Krankenhaus er hat eine Wirbelsäulenprellung und einen Schock. Muss ich das der polizei nachmelden? Und auch der Unfallversicherung melden? wäre über antworten dankbar.

Antwort
von RudiRatlos67, 11

Wenn Dein Mann tatsächlich schuldlos ist hat er Anspruch auf einen Ersatzwagen für die Dauer der Reparatur bzw bis zur veranschlagten Wiederbeschaffung,  auf einen Anwalt (den solltet ihr allein schon wegen dem Personenschaden nehmen) ,  auf ein Fahrzeuggutachten,  auf Ersatz des Lohnausfall (sollte sich arbeitsunfähig schreiben lassen und die Verletzungen dokumentieren lassen, und ganz wichtig, der gegnerischen Versicherung anzeigen,  nur dann hat er möglicherweise Anspruch auf ein Schmerzensgeld), Abschleppkosten und auf Erstattung aller bei dem Unfall beschädigen Sachen wie zb. Kleidung oder Handy. Falls er auf dem Weg zur Arbeit oder zurück war, unbedingt die Berufsgenossenschaft informieren und ebenso seine private und/oder betriebliche Unfallversicherung (nicht zu verwechseln mit der gesetzlichen Unfallversicherung, eine oder beide wird er ja wohl zwangsläufig haben weil er einem derartig gefährlichem Beruf nachgeht)

Antwort
von wewog, 16

Ihr habt Anspruch auf einen Ersatzwagen, aber ich würde aufpassen mit der Größe, wenn Euer Auto schon 20 Jahre alt war. Wenn Ihr einen Totalschaden habt, dann habt Ihr Anspruch auf den Mietwagen zumindest bis der Gutachter (der gegnerischen Versicherung) das geklärt hat. Aber Vorsicht: auch wenn die Polizei sagt, dass der Unfallgegner 100% Schuld trägt, versuchen die Versicherer gern mal, ihre Haftung nach unten "zu korrigieren".

Eine Verletzung kann man der Polizei nachmelden, muss man aber nicht. Man kann damit allenfalls auf dem Zivilweg noch Schmerzensgeld einklagen. Aber zu absichernden Dokumentation würde ich das tun.

Falls Ihr eine Unfallversicherung habt, meldet dies dort unbedingt! Dazu sind die ja da :)

Ich weiß jetzt nicht, was Dein Mann arbeitet, aber mit einer Wirbelsäulenprellung würde ich evtl. in Erwägung ziehen, ein paar Tage krank zu machen. Je nachdem, was er im Job zu tun hat.....

Kommentar von iceangel30381 ,

Danke für die schnelle Antwort....mein Mann ist bei einem Lohnbauern tätig, Verarbeitet Heu und Stroh und steht an zwei Maschinen zum verpacken und einlagern . meinst Du wir sollten einen Anwalt für Verkehrsrecht nehmen? Müssen wir jetzt abwarten bis einer von der gegenerischen Versicherung kommt oder selber zur Werkstatt??? Es war ein Sprinter einer Firma, der Mann hat sich aber bis heute noch nicht gemeldet.

Kommentar von wewog ,

Habt Ihr die Versicherungsdaten des Unfallgegners? Normalerweise nimmt die Polizei das auf und gibt das jeweils an die Betroffenen weiter. Ich würde mit der Versicherung direkt Kontakt aufnehmen, die sind i.d.R. auch am Wochenende erreichbar.

Wenn Ihr Verkehrsrechtschutz habt, würde ich einen Anwalt einschalten, klar. Gerade wenn das eine Firma war - ich will nix beschreien, aber da wird besonders auf den Euro geschaut....

Kommentar von iceangel30381 ,

nein hat er nicht bekommen und auch auf dem Unfallbogen steht nichts drauf. haben Verkehrsrecht mit SB. Die müssen wir aber dann selber bezahlen oder ? Ich frag nur weil wir im Moment knapp bei Kasse sind :(

Kommentar von wewog ,

Selbstbeteiligung müsst Ihr bezahlen. Klar. Aber das kann sich schnell rechnen....

Kommentar von peterobm ,

die Polizei hat garantiert den Namen des Fahrers und des Halters; auch das Kennzeichen ist dort, Anrufen oder Hinfahren und sich die Daten geben lassen, damit könnt ihr über den Zentralruf der Versicherer die Haftpflicht rausbekommen; https://www.gdv-dl.de/dienstleistungen/zentralruf-der-autoversicherer/ und meldet dort eure Ansprüche an; Unfallbericht, Attest usw 

bei der Verletzung und Arbeit deines Mannes Krankschreibung über mehrere Tage

dein Mann kann Schmerzensgeld einfordern, aber auf dem Zivilrecht

Kommentar von wewog ,

ach so: Ihr müsst auf jeden Fall warten, bis die gegnerische Versicherung reagiert hat. Normalerweise kommt ein Gutachter, manchmal reichen auch ein paar Fotos, aber das muss mit denen geklärt sein. Vorher dürft Ihr nix machen. Sonst stellen die sich "dumm" und zahlen gar nix.

Antwort
von peterobm, 8

Beim Fahrstreifenwechsel ist ihm jemand in die rechte Seite gefahren 

damit könnte auch dein Mann die Schuld am Unfall tragen. 

Auf jeden Fall ein Attest erstellen lassen und bei der Versicherung einreichen; ebenso bei der Polizei, welche den Unfall aufgenommen hat, das gehört in die Akte.

mit den Blessuren wird dein Mann kaum in der Lage sein morgen auf Arbeit zu erscheinen. 

Antwort
von Apolon, 3

Beim Fahrstreifenwechsel ist ihm jemand in die rechte Seite gefahren

Bedeutet, dein Mann hat einige Fahrzeuge überholt und hat dann nach rechts die Fahrbahn gewechselt.

 Polizei war da und er war definitiv Schuld der andere

Selbst wenn die Polizei diese Aussage getroffen hat, könnte es trotzdem vorkommen, dass dein Mann an dem Unfall eine gewisse Mit-Schuld hat. Außerdem die Schuldfrage entscheidet nicht die Polizei, sondern das Gericht.

Ich würde dir empfehlen: kontaktiere deinen Versicherungsvermittler, bzw. deine Versicherung und lass dir dort bei allem weiteren helfen.

Gruß N.U.

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