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Autoreparatur: Was tun, wenn ausgetauschtes Teil gar nicht die Ursache für ein Problem war?

Frage von smile smile

Vorletzte Woche hatte ich mein Auto in der Werkstatt, weil ständig die ESP-Kontrollleuchte an war und es unter den Pedalen "rappelte". Es wurde ein Drehsensor getauscht, die Reparatur kostete reichlich 500,00 €, die Rechnung habe ich mittlerweile bezahlt. Eine halbe Woche danach ging alles gut. Dann bemerkte ich beim Starten, dass die ESP- und die ABS-Kontrolleuchte länger als die anderen an waren, sie gingen aber wie auch die anderen Kontrollleuchten wieder aus. Während der Fahrt gingen dann irgendwann ESP- und ABS-Kontrollleuchte an und das Symbol für die Bremsanlage blinkte. Ich habe das Auto also wieder in die Werkstatt geschafft. Ein Fehler konnte nicht ausgelesen werden, es war nichts gespeichert (ich weiß nicht, ob es vor der ersten Reparatur etwas anzeigte). Nach gründlichem Durchchecken stellte sich heraus, dass es nunmehr das ABS-Steuerteil sei. Dieses kostet um die 1000,00 €.

Was ist, wenn es von Anfang an das Steuerteil war, das die Probleme verursacht hat? Ich frage mich jetzt natürlich, ob es nötig war, den Drehsensor zu tauschen. 1.000,00 € sind für mich jede Menge Geld. Aber muss ich wirklich 1.500,00 € bezahlen? Oder kann ich die Werkstatt irgendwie veranlassen, mir entgegenzukommen? Was ist, wenn die Werkstatt sich geirrt hat?

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Antworten (6)

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    Antwort von Johnnybln Johnnybln

    Das durch Dich erwähnte Ruckeln (allerdings nur beim Bremsen) habe ich bei einem Mercedes Sprinter kennenlernen dürfen. Ursache waren die ABS-Sensoren, die logischerweise dann keine Infos mehr an das Steuerteil übermittelten.

    Belies Dich in einem Auto-Forum ! Bei z.B. "http://www.tuning-fans.de" findest Du Informationen zu verschiedensten Fahrzeugmodellen und nicht wenige haben ein wirklich hohes Fachwissen.

    Bevor Du jetzt mit der Werkstatt über 1000,-Euronen redest, solltest Du auf jedem Fall feststellen, inwieweit die erste Reparatur im Zusammenhang mit dem jetzigen Defekt steht und ob die erste Reperatur logisch nachvollziehbar ist. Auch hier kann Dir das Forum helfen.

    MfG.

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    Antwort von Bonbonmann73 Bonbonmann73

    Ein Drehsensor wird nicht aus Spaß oder Hilflosikgkeit ausgetauscht. Der Fehlerspeicher wurde ausgelesen und dieser Sensor wurde sicherlich als einziger Fehler angezeigt. Es gibt ja an jedem Rad einen eigenen Sensor, also insgesamt 4. Die spielen in der Werkstatt mit den Sensoren nicht enemenemuh und raus bist du, sondern halten sich an die fachliche Vorgehensweise. Dazu gehört die Fehlerauslese und die richtige Deutung des ausgelesenen Fehlers. Wenn bei mir ein defekter Sensor angezeigt wird, muss ich den auch erst mal austauschen. Du hättest sicher nicht gewollt, dass die Werkstatt Dir gleich auf Anhieb ein Steuergerät auf Verdacht eingebaut und verrechnet hätte. Man muss erst mal den Fehler mit den geringsten Kostenfaktor beseitigen und dann prüfen bzw weitersehen ob es das schon war. Könnte ja sein, dass der Sensor das Steuergerät beschädigt hat oder das Steuergerät den Sensor. Manche komplexen Probleme kann man nur nach und nach lösen. Allerdings ist es schon sehr happig für einen Sensor mit Auslese 500 Euro zu verlangen, das kann ich mir gar nicht vorstellen, ausser es waren gleich alle 4. Allerdings kommt es durchaus vor, dass man monatelang einen Fehler zu beheben versucht und teuere Elektronikteile austauscht und irgendwann kommt heraus, dass lediglich der Kabelbaum zum Steuergerät einen Defekt oder eine Unterbrechung hat. Das wird eine Werkstatt wohl kaum zugeben, weil sie sich sonst die Blöße geben müsste, den Fehler eingestehen müsste und dem Kunden nicht mehr erklären kann, warum er das Geld für unnötige Teile ausgeben musste. Bis auf die seltsam hohen Kosten ist alles ok, ich hätte sicher weniger dafür ausgegeben. Allerdings den Rat des anderen Users da unten einen Anwalt zu Rate zu ziehen halte ich für kompletten Schwachsinn. Erstens hat er offensichtlich 0 Ahnung und 2. kostet ein Anwalt mindestens nochmal so viel und der kann auch nichts machen ohne die defekten Teile, die dann ein Gutachter für wiederum sehr viel Geld prüfen müsste. Damit erreicht man nichts, ausser, dass man abgestempelt wird und in Zukunft gleich ein halbes Auto verrechnet bekommt, damit die Werkstatt immer auf der sicheren Seite ist, damit ihr sowas nicht mehr passieren kann. Bei der heutigen Elektronik in Kfz sollte man sich mal in die Lage der Techniker versetzen und sich fragen, ob man es besser hinkriegen würde. Es ist kaum noch überschaubar, man kann nur viel lernen und sein bestes geben. Aber - wer ist schon perfekt ?!

    Kommentar von Kaepsele KaepseleKaepsele

    Sein Bestes geben, sprich sein sauer verdientes Geld!

    Das Lehrgeld sollte die Werkstatt nicht dem Kunden auflasten, sondern ehrlich zugeben, dass sie nicht alles weiss.

    Leute wehrt euch!!

    Kommentar von smile smilesmile

    Hallo Bonbonmann73,

    danke für die lange Antwort. Ich finde sie total nachvollziehbar, und ich habe auch nichts gegen Sachen, die gemacht werden müssen. Nur leider habe ich solche Summen auch nicht vorrätig, muss mir das Geld borgen und zahle es dann ewig ab. Es hatte mich nur etwas schockiert, dass kurz nach der Reparatur schon wieder solche Probleme auftraten. Was mich ein bisschen wundert, ist, dass ich angegeben habe, dass es unter den Pedalen rappelt, beim Bremsen und manchmal auch beim Fahren, genau so, wie wenn im Winter das ABS arbeitet. In der Werkstatt trat das zwar nicht mehr auf (Vorführeffekt
    ;-) ), aber man hätte doch gleich mal in Richtung ABS ermitteln können. Jetzt hatte man ja auch festgestellt, dass die Kabel zum ABS-Steuergerät korosiert waren (so was habe ich jedenfalls verstanden). Ich erinnere mich auch daran, dass man, als ich das Auto zum ersten Mal deswegen in der Werkstatt hatte, nur den nötigen Ölwechsel gemacht hat und mir gesagt hat, dass eine Testfahrt nichts ergeben hat und auch im Fehlerspeicher nichts gespeichert war, worüber man sich wunderte. Man sagte mir dann nur, es läge an dem Drehsensor. Mir ist klar, dass man nicht alles wissen kann und es sicherlich immer mehrere Ursachen gibt. Aber das mehrere teure Teile ausprobiert werden, kann ich mir leider nicht leisten... Ansonsten bringe ich mein Auto (VW New Beetle) seit ich es gekauft habe in diese Werkstatt und ich habe jede meist hohe Rechnung pünktlich bezahlt. Über notwendige Sachen diskutiere ich ja auch nicht. L. G. smile

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    RatgeberHelden Antwort von machhehniker machhehniker

    In diesem Fall wird die Werkstatt natürlich sagen dass der Drehzahlsensor als Fehler abgespeichert war und daher auch defekt war. Nachdem der getauscht wurde funktionierte es ja auch wieder. Das ABS-Steuerteil ist jetzt zusätzlich kaputtgegangen. Um was anderes nachzuweisen müsstest Du zu einem Gutachter und der kann hinterher auch nicht mehr sagen ob der Radsensor defekt war oder nicht. Du kannst nur versuchen in der Werkstatt einen Rabatt rauszuschlagen weil sie möglicherweise ein nicht defektes Teil austauschten.

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    Antwort von turbo666 turbo666

    Einen Anwalt zu Rate ziehen.

    Wechsel der automarke ist auch nicht verkehrt. War wohl ein Peugeio? Da kenn ich sowas. Außerdem haben sie mir bei Merces mal so lange Steuergeräte ausgewechselt, bis der wagen wieder funktionierte. Kostete 10.200 Euro. Habe mich dann auf 5.000 Euro zähneknischend mit denen geeinigt.

    Kommentar von Bonbonmann73 Bonbonmann73Bonbonmann73

    Das erste Beratungsgespräch alleine kostet schon beim Anwalt mindestens 80 Euro. Da ist aber nicht viel mehr passiert, als dass er sich anhört was man zu sagen hat und von ihm einen Tipp bekommt - mehr nicht ! Ein Kostenvoranschlag in der Werkstatt kostet aber auch ca um die 80 Euro. Wenn man einen Kostenvoranschlag machen lässt, bekommt man schwarz auf weiss, was kaputt ist und welche Kosten entstehen. Sollte nach der Reparatur noch was sein, dann hat die Werkstatt den schwarzen Peter und muss kostenlos nachbessern. Hierfür hat sie aber das Geld für den Kostenvoranschlag genommen. Aber offensichtlich zahlen die meisten lieber 1000e nach und nach, als dass sie das Angebot des Kostenvoranschlages in Anspruch nehmen. Wenn die Kosten dann nicht abzusehen sind, wird gejammert. omg

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    RatgeberHelden Antwort von killerbee1 killerbee1

    Klingt nach ner A-Klasse oder nach nem Golf V (Plus)? Bei der A-Klasse spinnt wirklich immer der Lenkwinkelsensor. Da ist immer das Problem ihn richtig anzulernen, selbst wenn er neu gemacht wurde. Beim Golf ist es oft das ABS-Steuerteil, wofür es aber einen Reperatursatz für etwa 250€ plus Steuer gibt. Da ist dann immer der Bremsdrucksensor als Fehler drin. Nummer kann ich später nachliefern, wenn nötig.

    Also: Um was für eine Marke/Typ handelt es sich?

    Kommentar von smile smilesmile

    Es ist ein VW New Beetle, um den es sich da handelt.

    Kommentar von killerbee1 killerbee1killerbee1

    Ist, glaube ich, das gleiche Problem. Das Steuerteil ist defekt, kann aber meistens (will dir keine falschen Hoffnungen machen) einzeln, mit dem vorher genannten Repsatz, instandgesetzt werden. Dafür brauche ich die Fahrgestellnummer: WVWZZZ......... UND ich brauche die Nummer der ABS-Einheit. Du siehst den silbernen Klotz (an den die Bremsleitungen rangehen) und daran hängt die Pumpe (schwarze Röhre). Darauf steht die Nummer: 1J0........AE oder so.

    So und jetzt mal bitte kurz zurückspulen: Du sagst die ESP+ABS Lampen sind an. Weiterhin sagst du es konnte kein Fehler ausgelesen werden.... Sind die Lampen noch an? Wenn ja, fahre zu ATU (bin kein Freund von usw. usw.), die haben den Gutmann-Tester. Der spuckt den Fehlercode aus. Laß auch den Tacho/Schalttafeleinsatz abfragen, am besten alle Systeme. Das darf nicht mehr als 30€ kosten. Zu was für einer Bude gehst du zur Zeit? Typenoffen, oder Markengebunden?

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    Antwort von Emptyliving Emptyliving

    Da muss ich schon schmunzeln.^^

    Du bist Opfer der Inkompetenz geworden. So manche Werkstatt sucht zwar nach dem Fehler aber wenn sie ihn nicht finden geben sie an das was anderes kaputt war berechnen dir ne ordentliche Summe für ein Teil was nicht kaputt war.

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