Autor werden --> Berufsleben?

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2 Antworten

Man kann nur selten vom Schreiben leben. Es gibt ein paar Berufe wie Texter, Blogger, Online Journalist, Quest Writer, mit denen man ein regelmäßiges Gehalt reinbekommt und weniger mit Menschen zu tun hat.

Autoren die Lesungen machen sind für gewöhnlich schon sehr berühmt. Die Wahrscheinlichkeit, dass dir das passiert ist offen gesagt sehr gering. Es ist schwer so weit zu kommen. Abgesehen davon, ist das freiwillig. Der Verlag rät dir vielleicht einmal dazu aber es ist letzendlich deine Entscheidung ob du das machst oder nicht. Es ist auch nur eine Sache der Übung. Das kann man sich notfalls antrainieren ;)

Wenn du Romane schreiben möchtest ist es entweder so, dass du neben einem Hauptberuf schreibst, also Teilzeit oder sogar Vollzeit irgendwo arbeitest und dann nach der Arbeit und am Wochenende schreibst, oder aber du schaffst es mit deinen Büchern genug zu verdienen, dass du Vollzeitautorin bist. Da arbeitet jeder Autor anders. Manche werkeln Monatelang an der Grundgeschichte und schreiben dann alles innerhalb von wenigen Wochen zum Roman fertig. Andere schreiben und schreiben, korrigieren, schreiben und schreiben wieder, korrigieren... und wieder andere schreiben direkt drauflos und entwickeln alles nebenbei. 

Das gemeinste bei dem Beruf ist, dass man keinen Alltag in dem Sinne hat. Das führt schnell zu Unmut, unregelmäßigem Arbeiten, viel Ablekung und Trägheit. Das heißt es ist gut sich Routinen zu "bauen", regelmäßig mit Freunden oder Familie zu treffen, Sport zu treiben oder sich einen Arbeitsplatz zu schaffen zu dem man jeden Tag bewusst hingeht, um zu schreiben. Dieser Arbeitsplatz kann ein Café oder ein Park sein, das Haus deiner Eltern oder ein Raum zu Hause. Du musst dich als Autor auch selbst gut kennen und wissen, wie deine Kreativität funktioniert. (Das lernt man mit der Zeit. Es gibt auch Übungen durch die man das gezielt herausfinden kann) Das ist wichtig, damit du Blockaden schnell überwindest und Ideen finden kannst und so weiter.
Recherche ist auch ein wichtiger Aspekt.

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Der Tagesablauf der meisten Autoren:
Aufstehen, dem normalen Brotberuf nachgehen, heimkommen, Haushalt, verbleibende Zeit zum Schreiben nutzen.

Die Zahl der deutschsprachigen Autoren, die allein vom Schreiben leben können, ist mehr als überschaubar, selbst Bestsellerautoren haben in der Regel einen normalen Job, der sie ernährt. Denn von einem Buch, das sich gut verkauft, kann man nicht ewig leben. Da müssen schon mehrere aufeinander folgen, ordentliche Verträge vorliegen und vielleicht noch ein paar Rechte verscheppert werden.

Schüchternheit ist für einen Journalisten (die im Übrigen größtenteils auch nicht krisensicher beschäftigt sind) letztlich der Todesstoß. Du musst schnell Themen recherchieren und Interviews zu Themen führen, die dich im Zweifelsfall nicht interessieren. Du schreibst nicht, was dir gefällt, sondern was gerade gefragt ist.

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