Frage von audia444, 62

Autoprivatkauf Rückgabe nach 4 Jahren?

Hey Leute ein bekannter von mir hat vor 4 Jahren, sein Auto privat verkauft. Das Auto hatte einen leichten Unfallschaden, der fachgerecht in der Vertragswerkstatt der Marke repariert wurde. Jedoch wurde im Kaufvertrag der Wagen als Unfallfrei eingetragen und davon nichts erwähnt. Jetzt nach 4 Jahren nach dem Verkauf meldeten sich die Käufer des Wagens mit einem Anschreiben vom Anwalt zurück. In dem Schreiben steht geschrieben, dass das Auto einen massiven Unfallschaden hat und in 2 Wochen zu meinem bekannten zurückgebracht wird und er gezwungen ist den vollen Kaufpreis der im Vertrag geschrieben wurde zurückzuzahlen. Ist das nach 4 Jahren möglich? Ok der kleine Unfallschaden der repariert wurde, wurde verheimlicht, aber der Wagen hat nach 4 Jahren einen hohen Verschleis und Verlust des Wertes erlitten, ist das mit dem Zurückzahlen des vollen Kaufpreises gerechtfertigt? Was sollte man tun?

Antwort
von Pauli6789, 62

Wenn der Unfallschaden verheimlicht wurde, ist das arglistige Täuschung. Die Käufer haben somit jedes Recht den Kaufvertrag anzufechten. Dein Bekannter sollte das Geld zurückgeben und froh sein, wenn die Käufer nicht auch noch zum Anwalt damit gehen.

Antwort
von autofuchs1, 57

Ja die Rückabwicklung ist rechtens, da du ja vorsätzlich Betrogen hast. Fraglich ist ob der volle Kaufpreis zu erstatten ist und nicht eine "Nutzungsgebühr" für die Kilometer abgezogen werden kann.

Andererseits kannst du / dein Kumpel  froh sein, nicht verklagt zu werden. Deshalb muss ich dir empfehlen zu bezahlen. 

Antwort
von vogerlsalat, 55

Erkundige dich mal nach der Verjährungsfrist, ich glaube die ist 3 Jahre.

Antwort
von Mikkey, 28

einen leichten Unfallschaden, der fachgerecht in der Vertragswerkstatt der Marke repariert wurde

Wenn dies den Tatsachen entspricht, braucht Dein Bekannter nichts zu befürchten. Ein Wagen gilt dann als unfallfrei, wenn die Reparatur sämtliche Unfallfolgen am Fahrzeug beseitigt hat.

Antwort
von WhatShalllDo, 61

Hey Leute ein bekannter von mir

Ja nee, is klar xD

Wenn du die Leute so unverschämt betrügst, dann lebe mit den Konsequenzen. Du solltest sogar obendrauf noch eine Strafe zahlen müssen, erst dann wäre es wirklich gerecht.

Kommentar von audia444 ,

es war aber echt mein bekannter ;D

Kommentar von WhatShalllDo ,

Ich habe gerade in einem Juraforum recherchiert... dort wird von Experten Folgendes gesagt:

Die Verjährungsfrist von 3 Jahren beginnt erst dann, wenn der Käufer von der arglistigen Täuschung erfährt!!!

Dann gibt es zusätzlich eine Höchstfrist von 10 Jahren: Beispiel: Wenn der Käufer erst nach 9 Jahren von der arglistigen Täuschung erfährt, hat er noch 1 Jahr Zeit Ansprüche geltend zu machen.

Wenn er erst nach 11 Jahren davon erfährt, hat der Käufer Pech gehabt.

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