Frage von BrandnerKaspar, 122

Autokauf: Besser e- Auto, Benziner oder Diesel kaufen?

Beim Autokauf stellt sich die Frage, welcher Antrieb der Richtige ist, sowohl was die Kosten als auch die Umwelt betrifft. Welches Auto würdet Ihr kaufen? (wenn man ca. 20.000 km pro Jahr fährt.)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von konzato1, 48

Meine persönliche Meinung: Nur ein Benziner!

E-Autos haben keine Reichweite, sind zu teuer und für langen Strecken völlig ungeeignet.

Diesel sind trotz aufwendiger Abgasreinigung immer noch Dreckschleudern, auch wenn man den Dreck jetzt nicht mehr sieht.

Kommentar von Raketenfritze ,

Man kann nicht pauschal sagen, dass ein Diesel schmutziger ist als ein Benziner, moderne Direkteinspritzer-Benziner stoßen mehr Partikel aus als vergleichbare Diesel (weshalb Daimler bereits angekündigt hat, auch in Benzinern Partikelfilter zu verbauen).

Außerdem fährt man mit dem Diesel aufgrund des höheren Wirkungsgrads ressourcenschonender, bei der Herstellung des Kraftstoffs werden ja auch Umweltbeeinträchtigungen verschiedenster Art verursacht. Wer noch den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid berücksichtigen will, der findet beim Diesel auch eher die niedrigeren Werte (obwohl die Emissionen in Bezug auf Volumen und Energieinhalt höher sind!).

In puncto Kosten rechnet sich ein Diesel eben erst bei höherer Jahreslaufleistung sowie entsprechendem Streckenprofil (für Kurzstrecken ist ein Diesel schlechter geeignet als ein Benziner, optimal ist da natürlich ein Elektroauto).

Kommentar von konzato1 ,

Partikel stoßen Beide aus, aber bei den Dieseln gibt es das Problem der Stickoxyde. Und die gibt s beim Benziner meines Wissens nach nicht bzw. kaum.

Kommentar von Raketenfritze ,

Richtig, aufgrund der niedrigeren Verbrennungstemperatur entstehen beim Benziner nur wenig Stickoxide, dafür aber mehr Kohlenstoffmonoxid. Ist der Katalysator mal warm, dann wird das dort oxidiert und verlässt dann als ungiftiges Kohlenstoffdioxid das Fahrzeug.

Die Partikelproblematik tritt praktisch nur bei modernen Benzinern mit Direkteinspritzung auf, mangels Filter ist hier die Partikelzahl auch deutlich höher als beim Diesel, der den Filter ja schon seit längerer Zeit standardmäßig hat. In diesem Punkt besteht dringend Nachholbedarf, bis sich das auf breiter Front durchsetzt, wird es aber noch ein paar Jahre dauern.

Der Diesel hat das Stickoxid-Problem, für das es zwar technische Lösungen gibt, die aber aufgrund von Lücken in der Gesetzgebung (Stichwort Thermofenster) oder schlicht durch Betrug nicht voll zur Anwendung kommen. Da besteht beim Diesel wiederum Nachholbedarf, durch den VW-Skandal wird das Thema jetzt aufgearbeitet, in einigen Jahren sollte das auch besser aussehen.

Insgesamt sehe ich bei den Abgasen Diesel und Benziner nicht wirklich weit voneinander entfernt.

Der Diesel verhält sich durch den höheren Wirkungsgrad ressourcen- und klimaschonender, passt aber auch nicht zu jedem Anwendungszweck (wenn der Motor auf Kurzstrecken nie warm wird, dann sind Verbrauch und Verschleiß hoch und der Komfort niedrig, für solche Szenarien eignet sich ein Benziner deutlich besser).

Interessant wird es, wenn die Tests zur Emmissions- und Verbrauchsmessung an die realen Fahrbedingungen angenähert werden. Dann sehen wir besser, wie sich Abgasausstoß und Verbrauch bei uns Verbrauchern in der täglichen Anwendung verhalten können.

Antwort
von Peppie85, 61

20.000 im jahr, das ist so in der regel die schallmauer, an der sich der diesel lohnt. liehst man allerdings von den dieselskandalen, dann würde ich derzeit, egal von welchem hersteller, keinen diesel mehr kaufen---

ein reines E Auto macht m.E. nur sinn, wenn prlatisch auschließlich kurzstrecke gefahren wird...

lg, Anna

Antwort
von ThomasJNewton, 35

20.000 km sagt erst mal nicht viel.
Ist wohl leicht über dem Durchschnitt, aber noch lange kein Vielfahrer-Wert.

  • Wenn du für die Arbeit (Arbeitsstelle hin& zurück und/oder Dienstfahrten) jeden Tag ca. 100 km zurücklegst, wäre ein Elektrofahrzeug zumindest praktikabel. 200 * 100 = 20.000.
  • Wenn du jedes Wochenende 200 km hin&zurück zu deiner Liebsten fährst, ist ein E.fahrzeug über seiner Reichweite. 50 * 400 = 20.000.
  • Wenn du Sonntagsfahrer bist und 2 mal im Jahr ausgedehnte Urlaubsfahrten unternimmst, wird die Infrastruktur noch bedeutender, also sie ohnehin schon noch dürftig ist. 40 * 100 + 2 * 8.000 = 20.000.

Und dann kommt es natürlich noch auf dein Budget an.
Und auf deinen Lebensstil und deine Werte.

Bei einem preiswerten Auto und durchschnittlicher Lebensdauer sind die Anschaffungskosten der großte Posten.
Schon ein Diesel-Aufpreis lohnt sich nur für Vielfahrer, so ab 30.000 km/a.
Gas könnte eine Alternative sein.

Und Elektroautos rechnen sich nicht. Eine handelsübliche Batterie kostet schon mehr als preiswertes Auto.
Und wer rechnen muss, der kann mit weniger Aufwand mehr sparen, Einzelpersonen und Staaten.

Das gilt für die heutige Situation. Mit intelligenten Lösungen sähe das anders aus, aber:

  • Wer fördert die? Unser Staat ist ein Spielball der Interessen, kein Gestalter.
  • Die Wirtschaft hat selten Visionen.
  • Der Privatman hat genug zu tun, und nur wenig Zeit, Visionen zu entwickeln und durchzusetzen.
  • Auch gute, intelligente und Visionäre Lösungen müssen erst mal bekannt werden.
  • Und sie müssen sich gegen starke Interessen durchsetzen.

Das ist genau das Gegenteil einer Verschwörungstheorie. Klar setzen sich die finanzkräftigen Interessenten ihre Interessen durch.
Das nennt sich je nach Sozialisation Kapitalismus oder Soziale Marktwirtschaft.

Mach eine Liste, was du willst.
Und was du hast.
Und welche Einschränkungen du hinzunehmen bereit bist.

Und dann rechne nach!
Ökonomisch und ökologisch und ganz persönlich.

Der Kapitalistmus hat ja durchaus auch positive Seiten.
Wenn in einer (pervertierten) Sozialistischen Planwirtschaft das Brot irgendwann billiger ist als das Getreide, dann verfüttern die Bauern eben Brot.
Und jeder muss dafür bezahlen.

Aber der Kapitalismus hat auch seine perversen Seiten.
Hier legt man sich Bio-Kost auf den Teller, und in der Armen Welt werden Wälder gerodet und Tiere ausgerottet.
Menschen werden nur vertrieben. Meist jedenfalls. Was man so liest.

Soweit ich informiert bin, reden wir da über mal locker über 10.000 €.
Die lassen sich auf viele Arten gut anlegen, ökonomisch, ökologisch und ganz persönlich.

Wenn du in meinem Betrieb im Rotlichtmilljöh vorbeikommst, zeige ich - vielmehr zeigen es meine fleißigen Bienchen - dir noch andere Wege zu Geldanlage.
Wenn du die 10.000 € raushängen lässt.

Upps, habe ich gerade wertvolle Deutsche Firmen mit wertvollen Deutschen Politikern verglichen?
Wird nicht wieder vorkommen. Wegenst der Werbepartners.

Expertenantwort
von machhehniker, Community-Experte für Auto, 27

Ich würde mir ganz klar einen Diesel zulegen weil der sich einfach am Besten fahren lässt, eine sehr gute Reichweite bietet, wenig Wartungs-/Reparaturkosten verursacht, die Lebensqualität steigert, ...

Aber Jedem das Seine, umwelttechnisch bedacht sollte werden dass der E-Antrieb der Umweltschädlichste ist. Schon wegen der Herstellung, aber auch im Betrieb. Selbst wenn man ausschliesslich mittels erneuerbarer Energie aufläd, fehlt diese Energie trotzdem und muss, da auch noch der Atomausstieg beschlossen wurde, mittels Kohle erzeugt werden.

Der Eine oder Andere würde wegen der Umwelt das Fahrrad empfehlen. Das ist aber auch nur dann nicht umweltschädlich wenn es nicht auf der Strasse gefahren wird, fährt es auf der Strasse kann es indirekt weitaus stärker die Umwelt belasten als ein Auto mit Verbrennungsmotor.

Expertenantwort
von ronnyarmin, Community-Experte für Auto, 61

Das kommt drauf an, wie lang eine Strecke ist, wo die Batterien geladen werden können, ob in den Pausen genügend Zeit zum Laden vorhanden ist, und, falls das nicht der Fall sein sollte, zwischen welchen Modellen mit Verbrennungsmotor entschieden werden kann.

Es gibt kein allgemein gültiges 'besseres' Auto, das grundsätzlich immer allen Bedingungen gerecht werden kann.

Antwort
von Artus01, 67

Vergiß einfach die Elektroautos, schon allein von der Anschaffung her ist es zu teuer, selbst mit staatl. Förderung. Erst recht nicht wenn Du längere Strecken fährst, wovon auszugehen ist bei 20 000 Kilometern. Es wird erst interessant wenn sich die Hersteller auf einen einheitlichen Batterietyp sodaß der Akku nur ausgetauscht werden muß. Ein flächendeckendes "Tankstellennetz" auch noch vorausgesetzt.

Schau Dich mal um wie es mit einem Gasantrieb aussieht, ansonsten sollte es dann ein Diesel (Heizölmaserati) sein.

Antwort
von soga57, 34

Umwelt: gar kein Auto, zu Fuss gehen oder mit dem Fahrrad

Kosten: gebrauchten Diesel, fährste langfristig am günstigsten.

Ansonsten, Diesel sind auch heute noch Dreckschleudern, E-Autos werden mit Strom betrieben, der heute nach dem Atomausstieg, zu einem wesentlichen Teil aus Kohlekraftwerken stammt. Diese sind die grössten Dreckschleudern überhaupt. 

Kosten und Umwelt zusammengenommen ist der Benziner wohl die vernünftigste Wahl. 

Kommentar von Raketenfritze ,

Man kann nicht pauschal sagen, dass ein Diesel schmutziger ist als ein Benziner, moderne Direkteinspritzer-Benziner stoßen mehr Partikel aus als vergleichbare Diesel (weshalb Daimler bereits angekündigt hat, auch in Benzinern Partikelfilter zu verbauen).

Außerdem fährt man mit dem Diesel aufgrund des höheren Wirkungsgrads ressourcenschonender, bei der Herstellung des Kraftstoffs werden ja auch Umweltbeeinträchtigungen verschiedenster Art verursacht. Wer noch den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid berücksichtigen will, der findet beim Diesel auch eher die niedrigeren Werte (obwohl die Emissionen in Bezug auf Volumen und Energieinhalt höher sind!).

In puncto Kosten rechnet sich ein Diesel eben erst bei höherer Jahreslaufleistung sowie entsprechendem Streckenprofil (für Kurzstrecken ist ein Diesel schlechter geeignet als ein Benziner, optimal ist da natürlich ein Elektroauto).

Antwort
von MrBro, 74

Wenn du die Wahl hast und dir alles holen kannst und genug lademöglichkeiten hast dann ein e-Auto. Sonst eher Diesel.

Antwort
von dompfeifer, 23

Wenn Du unnötiges Geld ausgeben willst für die Vergrößerung des CO2-Ausstoßes ("well do wheel" gerechnet!), dann bist Du mit dem Elektroauto gut bedient!

Antwort
von Comment0815, 67

Aus Umwelt-Aspekten auf jeden Fall Elektro-Antrieb. Aber das macht nur dann wirklich Sinn, wenn du auch mit Erneuerbaren Energien auflädst.

Außerdem gibt es ja derzeit Förderungen für den Kauf von Elektrofahrzeugen und in manchen Städten auch andere Vorteile (z.B. kostenloses Parken in Stuttgart).

Dann kommt es natürlich auch drauf an, wie weit du am Stück fährst. Als Stadtauto ist meiner Meinung nach ein Elektroauto ideal.

Da ich aber kein eigenes Auto besitze und daher nur wenig Erfahrungen habe, was laufende Kosten, Wartung und Zuverlässigkeit betrifft kann ich dir keinen wirklichen Rat geben.

Ich würde mal eine Kostenaufstellung für verschiedene Möglichkeiten machen, dann noch Vor- und Nachteile verschiedener Technologien mit in das Ranking einbeziehen und dann schauen, was dir am ehesten zusagt.

Antwort
von bubukiel, 51

Immer nur einen Benziner oder auch einen Benziner-Hybrid. Diesel im PKW wird ein Auslaufmodell und lohnt schon jetzt nicht wirklich für die meisten Autofahrer. E-Autos sind zu teuer für das Wenige was sie bieten.

Antwort
von Reisejunky86, 55

Würde 2017 den Tesla Model 3 kaufen. Wenn Infrastruktur stimmt und immer nur kurze Strecken gefahren werden.

Expertenantwort
von Skinman, Community-Experte für Auto, 27

Autogas (LPG).

https://docs.google.com/spreadsheets/d/1rtAtEVXo0X7xNvFe5gs0Mb2n9ei6dGYTIJ9DFw_u...

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