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Autogas Auto

Frage von Flibbidiflipp Flibbidiflipp

Hallo!

Habe im Internet einen Gebrauchtwagen mit Autogas gesehen. Werde mich beim Verkäufer erkundigen, ob der Wagen von Anfang an Autogas hatte oder nacjhgerüstet ist. So einen riesigen Tank im Kofferraum will ich nämlich auf keinen Fall haben. Falls der Wagen urpsrünglich Autogas hatte... dann erwarten mich meines Wissens nach nur Vorteile... günstigere Steuern, günstigerer Kraftstoff und weniegr Motorverschleiß. Ist das eine reine Win-Win Situation? Keine Haken? Keine Nachteile?

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Antworten (6)

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    Antwort von JoGerman JoGerman

    Ich fahre seit 3 Jahren mit Autogas und führe eine genaue Tank- und Kilometerliste, um mir auszurechnen, wie die finanzielle Sache aussieht.
    Der Motor hat 1600 Kubikzentimeter Hubraum und 101 PS (= 74 kW).
    Meine bisherigen Ergebnisse:
    Ob es Vor- oder Nachteile sind, überlasse ich Dir:
    - Je Tankfüllung nur 20 bis 25 EUR, aber auch nur 300 bis 350 km Reichweite
    - kleine Menge Benzin ist weiterhin täglich für den Kaltstart notwendig.
    - Automatische Umschaltung auf Gas, wenn der Motor nach dem Kaltstart warm ist (ca. 1 bis 1,5 km), danach Handumschaltung auf Benzin möglich, falls vom Fahrer gewollt
    - Automatische Umschaltung auf Benzin, falls Gastank leer ist
    - Mehrverbrauch: 27 % (Benzin 8,2 Liter/100 km -- Gas 10,4 Liter/100 km)
    - Mehrkosten bei TÜV und AU: 50%
    - Feinstaubplakette: kein Problem
    - Steuervorteile: keine (wie bei normalem Benziner ohne Gasumbau)
    - Versicherungsvorteile: siehe Steuervorteile
    - Leistungsverlust des Motors: nicht erkennbar
    - Kosten für Benzin tanken: 100 EUR für 25.000 km (entspricht bei mir 1 Jahr)
    - Amortisation der Einbaukosten: rein rechnerisch nach 60 - 80.000 km Fahrleistung

    • Summen der letzten 12 Monate:
      Fahrleistung: 23.679 km
      Getankte Liter (Gas): 2.462 Liter
      Dafür bezahlt: 1.742,47 EUR
      daraus folgt: Gas-Kosten je 100 km: 7 EUR und 36 cent
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    RatgeberHelden Antwort von hiphoptiptop hiphoptiptop

    Vermutlich ist die Gas-Anlage nachgerüstet. Fiat und Opel haben allerdings seit Jahren schon Gas-Autos im Programm. Achtung: es gibt zwei verschiedene Gase - Flüssiggas (LPG) und Erdgas/Stadtgas (CNG). Es gibt Gastanks, die in Reserveradmulden oder auf mehrere Behälter verteilt (Opel) das Gas speichern - teilweise siehst Du garnichts mehr vom Gaseinbau. Erdgas-Fahrzeuge sind heute optimal hinsichtlich der ökologischen Aspekte, sogar derzeit noch vor den e-mobility-Fahrzeugen.

    Kommentar von winherby winherbywinherby

    .......falls Erdgasfahrer mal eine Tankstelle finden, die dann womöglich auch funktioniert. Ich würde nur Autogas ( LPG ) wählen, aktuell 6735 Tanksäulen gegen 825 bei Erdgas.

  • 1
    Antwort von rovercraft rovercraft

    es gibt kaum autogasanlagen ab werk, selbst dort werden fabrikneue autos intern nachgerüstet. es gibt autogastanks die anstelle des reserverads im kofferraum platz einnehmen. ich habe 5 autos, alle mit autogas nachgerüstet. nachteile: keine, vorteile: steuern wie benziner, autogaspreis 1/2 vom super, alles andere ist unwichtig

    Kommentar von CrazyDaisy CrazyDaisyCrazyDaisy

    Welche Erfahrungen hast Du mit dem Verbrauch gemacht? Bekannter von mir war enttäuscht, da der Verbrauch den Preisvorteil seiner Meinung nach "aufgefressen" hat. Und wie sieht es mit der Innenstadtplakette aus(ich sag ja, ich kenn mich nicht aus)?

    Kommentar von rovercraft rovercraftrovercraft

    der verbrauch ist nicht nennenswert höher, weil das autogas eine geringere energiedichte als super hat. entscheidend ist aber der rechte fuss, auch ein benziner säuft mit bleifuss. feinstaubplakette richtet sich nach der benziner einstufung, obwohl die autogasabgase sauberer sind. ich habe u. a. einen dacia logan 1.6 laureate, benzintank 50 liter, autogastank nochmal 50 liter. verbrauch autogas: ca. 7,5 l/100 km, feinstaubpartikelplakette 4 (sauberste). das auto kann verkauft werden, weil meine frau ein anderes mit automatik bekommen hat (auch mit autogas)

    Kommentar von CrazyDaisy CrazyDaisyCrazyDaisy

    Da wir hier auf dem Land Autogastankstellen in bequemer Entfernung haben, habe ich auch schon darüber nachgedacht, umzurüsten. Allerdings fahre ich nicht sehr viel und mein Wagen hat auch schon seine zehn Jahre auf dem Buckel. Mein Wagen verbraucht allerdings auch nur knappe 7 Liter auf 100 km, das allerdings in Normalbenzin bzw. E10. Mit E5 verbraucht er etwas mehr, spannenderweise, obwohl die einschlägigen Meldungen in den Medien stets anders lauteten.

    Kommentar von winherby winherbywinherby

    Wir haben 3 Autogaswagen, Golf V und Audi TT nachgerüstet, Polo 1.4 ab Werk. Alle laufen völlig problemlos, und wir sparen uns reich :-))

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    Antwort von moien57 moien57

    Nein keine Nachteile, du kannst während der Fahrt auf Benzin umstellen.

    Kommentar von Flibbidiflipp Flibbidiflipp

    Warum sollte ich? Ich will auch eigentlich nur eins, dass nur mit Gas fährt odere gibst das gar nicht?

    Kommentar von moien57 moien57moien57

    Nein die haben immer einen Zusatztank mit Benzin. Schon um es im Winter besser anzukriegen.

    Kommentar von hiphoptiptop hiphoptiptophiphoptiptop

    Es gibt einige wenige Fahrzeuge, die Gas ab Werk haben und "monovalent" ausgelegt sind. Diese haben dann tatsächlich keinen Kraftstofftank mehr, fahren nur mit Gas. Das hat aber auch Nachteile...

    Kommentar von winherby winherbywinherby

    Sorry an hipotip und moien57, aber Ihr habt null Ahnung. Richtig ist:

    • A L L E haben einen Kraftstofftank!
    • Manche werden steuerlich als monovalent geführt, aber das sind immer CNG-Fahrzeuge, auch die müssen mit Benzin starten und haben einen ca. 14 Liter Sprittank als Nottank, damit sie mit den leeren Gastanks nicht liegen bleiben und die Fahrer etwas Spiel haben sich eine der wenigen Erdgaszapfstellen zu suchen.

    • Nicht nur im Winter, auch im Sommer werden Gasfahrzeuge mit Benzin gestartet, wenn sie kalt sind. Bei warmem Motor wird direkt auf Gas gestartet.

      -Es gibt Gasanlagen, welche das LPG in flüssiger Form einspritzen, die könnten praktisch direkt mit Gas starten, aber selbst diese Wagen fahren einige Sekunden auf Benzin, damit die Gaspumpe Zeit hat Druck aufzubauen, um damit eventuelle Gasblasen zu beseitigen.

    • Der Fahrer kann per Knopfdruck während der Fahrt auf Benzin umschalten, aber wer macht das schon? Man baut sich doch nicht für etwas 2300€ eine Gasanlage ein, um dann den teuren Saft zu verheizen.

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    Antwort von Eginhard Eginhard

    Also die Frage ob man ein Fahrzeug mit Autogas (= Flüssiggas oder LPG) kaufen will , hängt vom Preis und der Qualität der Umrüstung ab. VW bietet jetzt z.B. ab Werk zwei Modelle serienmäßig mit LPG an, Opel sicher auch. Ob der Umbau bzw die Verwendung von Autogas sinnvoll ist, hängt vom Mehrpreis und von der km-Leistung ab! Muß also ausgerechnet werden. Mit Autogas ist der Verbrauch etwa um 25 % höher als mit Superbenzin wegen der geringeren Energiedichte (auch gegenüber Erdgas ) , die Gefahr bei Lecks ist auch größer weil das Flüssiggas schwerer als Luft ist und nach unten sinkt. Erdgas ist leichter als Luft und steigt nach oben. Autogas besteht aus einem Propan und Butangemisch (wie Campinggas) Erdgas besteht aus Methan . Der Autogas-Tank ist relativ klein und paßt in die Reserverad-Mulde! Erdgas-Tanks in Fahrzeugen sind heute bei Auslieferung ab Werk "unterflur" und nehmen kaum Platz im Kofferraum weg. Moderne Benzin-Direkt-Einspritzer mit Aufladung werden heute nicht ab Werk mit LPG angeboten , weil das nicht für diese Motoren zuträglich ist. Jedenfalls übernimmt das Werk keine Garantie mehr für die so umgerüsteten Motoren. DAS hier nur zur Ergänzung und Erweiterung. Alles andere wurde hier schon behandelt. Gruß Eginhard

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    Antwort von CrazyDaisy CrazyDaisy

    Ähem, die Wagen, die von Anfang an mit Autogas betrieben werden, haben jetzt keinen Tank? Klär mich auf, ich kenn mich nicht aus.

    Kommentar von Flibbidiflipp Flibbidiflipp

    Ich wäre davon ausgegangen, der normale Tank wäre dann vielleicht etwas größer? Das Gas braucht mehr Platz, ne? Ja, keine Ahnung, haben die alle immer son riesen Ding im Kofferraum? Das is ja schön bescheuert...

    Kommentar von CrazyDaisy CrazyDaisyCrazyDaisy

    Ich kenne es nur als Nachrüstung.

    Kommentar von hiphoptiptop hiphoptiptophiphoptiptop

    Das kommt darauf an, ob das Auto "monovalent" (nur Gas) oder "bivalent" (Gas und Kraftstoff) ausgelegt ist. Nachrüst-Lösungen sind immer bivalent, die Originaltanks werden nie entnommen oder verkleinert.

    Kommentar von winherby winherbywinherby

    Ach was, lass Dich von Ahnungslosen nicht verängstigen. Alle Autogaswagen haben einen normalen Benzintank, sowohl die ab Werk, als auch die nachträglich aufgerüsteten Wagen. Das mit dem Monovalent bezieht sich auf die Erdgasautos, die ich nicht empfehle. Die haben einen kleinen Nottank fürs Benzin, so etwa 10 bis 15 Liter fassend. Meine Frau hat sich den VW Polo bifuel gekauft. Dem passen 53 Liter Flüssiggas, also LPG, in den Gastank in der Kofferraummulde (statt Ersatzrad) und 45 Liter Benzin in den Benzintank. Mit den 53Liter LPG kommt sie bis zu 750Kilometer weit, der Verbrauch hat sich bei knapp 7,2 Liter LPG eingependelt. Das könnte jetzt im Winter mehr werden, ist aber bei Benzin auch so, kennt man ja.

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