Frage von allwissend95, 48

Autofahren trotz Nackenbeschwerden?

Hallo liebe Community,

vorerst möchte ich, um diese ganze Angelegenheit ein wenig verständlich zu machen, die Vorgeschichte schildern.

Während der Rückfahrt von der Berufsschule (Strecke um die 300 Kilometer) stand ich an einer roten Ampel, als mir jemand, laut Unfallzeugen ungebremst, mit um die 60 km/h auffuhr. Mein Beifahrer liegt auch nach zwei Wochen noch im Krankenhaus. Ich hatte erst am nächsten Morgen erhebliche Beschwerden, welche sich darin äußerten, dass ich Schmerzen im Hals - und Lendenwirbelbereich hatte und meinen Kopf nicht vernünftig bewegen konnte - Diagnose: Rückenprellung und Halswirbelsäulen - Distorsion (starke Muskelverspannung). Bis Mittwoch bin ich noch krank geschrieben, weil schweres Heben nicht möglich ist. Ich nehme Tabletten, welche sowohl gegen die Schmerzen, als auch gegen die Muskelverspannung wirken. Dies kombiniere ich noch mit viel Wärme, in Form von Rotlicht oder heißen Bädern. Eine Besserung ist somit schon nach gut zwei Wochen eingetreten. Ich kann, wenn die Schmerzmittel wirken, meinen Kopf deutlich besser bewegen. Sobald diese nachlassen bin ich wieder etwas eingeschränkt. Das heißt, Bewegungen sind unangenehm, aber nicht unmöglich. An Arbeiten ist damit aber leider noch immer nicht zu denken, was einfach nur doof ist, da mir diese wirklich Spaß macht. Da mein Auto ein Totalschaden ist, bekomme ich am Freitag ein neues Auto. Mir stellt sich jetzt nur die Frage, ob ich dieses trotz meiner Symptome fahren darf. Was Medikamente angeht, gibt es laut Verpackungsbeilage keinerlei Bedenken. Es ist ja nun nicht so, dass ich meinen Kopf gar nicht bewegen kann. Bewegungen sind einfach unangenehm, aber nötig, damit meine Muskulatur nicht versteift. Aufgrund der Versicherung darf nur ich mit dem Wagen fahren, weshalb ein anderer Fahrer nicht infrage kommt. Es muss nur ein anderer Verkehrsteilnehmer in den Wagen krachen und dann hat man Spaß.

Meine Frage ist, gerade in der Hinsicht, dass es sich bei meinem unverschuldeten Verkehrsunfall um einen Arbeitswegeunfall handelt und die Berufsgenossenschaft mit drin hängt, ob ich ein Auto bewegen darf. Selbstverständlich würde ich meinen behandelnden Arzt fragen, doch hat dieser heute keine Sprechstunde. Es wäre super, wenn mir der ein oder andere ein wenig weiterhelfen könnte.

Antwort
von Negreira, 15

Du scheinst doch ein ganz vernünftig denkender Mensch zu sein.

Natürlich kannst Du Autofahren, es hat Dir niemand verboten, und es ist nirgends schriftlich fixiert, oder? In einem solchen Fall brauchte eine Kfz-Versicherung nicht zu zahlen.

Deine Einschränkungen sind subjektiver Natur, weil nur Du den Grad Deiner Schmerzen feststellen kannst. Wenn Du Dich aus Vernunftsgründen nicht hinter das Steuer setzen willst, weil Du Bedenken hast, Dich nicht richtig verhalten zu können, solltest Du es nicht tun. Dürfen darfst Du schon.
Deine Beschwerden werden sicher noch eine Weile anhalten.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, würde ich im Hinblick auf die Gefahren, die von Dir ausgehen könnten, abwägen, ob Du fahren kannst oder willst. Du kannst Dich bewegen, wenn auch nur unter Schmerzen. Diese Verspannungen werden aber auch nur unter Bewegung besser werden (glaub da einer alten Bandscheibengeschädigten), deshalb ist die Physiotherapie ein erster Schritt. Ich bezweifle allerdings stark, daß das bis zum Dienstag ausgestanden ist.

Zur Not kannst Du das Auto sicher auch beim Händler noch stehen lassen. Gute Besserung.

Antwort
von Maximilian112, 26

Lt Versicherung darfst eben nur Du oder Du vereinbarst mit dieser das eben am nächste Woche auch der Herr Y fahren darf. Vielleicht liefert es der Händler auf Grund der Umstände auch vor die Tür oder es bleibt eben bei ihm stehen.

Ansonsten wird das wohl eine ärztliche Entscheidung sein.

Wenn Du selbst einschätzt das Du nicht richtig kannst hast Du Deine Frage ja selbst beantwortet.

Mit der BG hat das weniger zu tun, die wird den Arbeitsunfall auch weiterhin behandeln. 

Antwort
von Wuestenamazone, 32

Wenn du den Kopf nur eingeschränkt bewegen kannst dann würde ich das lassen sonst baust du gleich den nächsten Unfall

Kommentar von allwissend95 ,

Vielleicht habe ich mich ungünstig ausgedrückt. Ich kann den Kopf schon ausreichend bewegen, jedoch ist dies sehr unangenehm, wenn ich keine Schmerztablette genommen habe. Die Schmerztabletten, die mir verschrieben wurden, sollen aber laut Verpackungsbeilage unbedenklich sein, wenn man sich im Straßenverkehr bewegt.

Kommentar von Wuestenamazone ,

Mußt du wissen mir wäre das zu riskant

Antwort
von Silverhead2010, 36

Da du bis Mittwoch krank geschrieben bist, würde ich dir empfehlen, am DIENSTAG nochmals den Arzt aufzusuchen, dass der dich weiter behandelt.

Sagst halt - was ja auch stimmt - dass dir weiter schwindelig ist und du Nacken- und Rückenschmerzen hast und Auto nur unter starken Schmerzen fahren kannst.

Kommentar von allwissend95 ,

Ich habe jetzt Physiotherapie verschrieben bekommen, welche am Samstag beginnt. Ich hoffe einfach, dass ich bis Mittwoch wieder arbeitsfähig bin. 

Aber darf ich denn in meinem jetzigen Zustand ein Auto bewegen?

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