"Ein guter Sitz ist, wenn's unter dem Hintern brummt", es klingt fast verschwörerisch wenn Horst Knape ausspricht, was für ihn seit 60 Jahren gilt. Zunächst fürs Motorrad, dann für sein Gogomobil, bis heute fürs Auto. Sein Wagen ist gepflegt, ein rosa Kunstblumensträußchen schmückt das Armaturenbrett, zwei kleine Plüschhunde sitzen in den Eckfenstern. Das Nummerschild trägt seine Initialen und sein Geburtsdatum. Dass der alte Herr sein Auto liebt, sieht man seinem silbernen Opel an, und daran, dass er besonnen mit ihm umgeht, lässt der 88-Jährige keinen Zweifel. Trotzdem würde manch jüngerer Kraftfahrer Knapes Generation am liebsten von der Straße fegen. Schon wegen ihrer bedächtigen Fahrweise wird immer wieder der Ruf nach Fahrtüchtigkeitstests für Senioren laut.

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