Frage von ihavetoask, 45

Autofahren Geschwindigkeitsüberschreitung unter 20kmh A-, B- oder kein Delikt?

Ich bin momentan noch in der Probezeit und wurde mit 18kmh zu viel geblitzt (Innerorts), ich soll daher 30€ Bußgeld bezahlen. Laut meiner Recherche sagen die meißten Seiten folgendes:

  • Probezeit-Maßnahmen greifen jedoch erst ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 20 km/h

  • In Betracht kommen nur Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten, 2. die mit einem Bußgeld von mindestens 40,- Euro geahndet wurden !

Dazu die Frage(n):

  1. Als welches Delikt zählt das nun?
  2. Ist der Anhörungsbogens pflicht oder ist die Überweisung des Bußgeldes genug?
Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von WhoozzleBoo, 45

Nein, das ist noch kein Delikt. Bei einer Überschreitung von unter 20 km/h ist das auch kein Bußgeld, sondern nur ein Verwarngeld. Du bekommst keine Punkte, deine Probezeit wird nicht verlängert und du musst nicht zum Aufbauseminar. Du musst einfach nur die 30,00 EUR zahlen, dann ist die Sache erledigt. Du musst dich auch über den Anhörungsbogen nicht dazu äußern, außer du du bestreitest, dass du zu schnell gefahren bist.

Ab einer Überschreitung von mehr als 20 km/h ist es dann ein A-Delikt, was die o.g. Sachen zur Folge hätte.

Kommentar von Crack ,

Genau genommen zählt jede Geschwindigkeitsüberschreitung als A-Verstoß. Zu Probezeitmaßnahmen führt er aber erst dann wenn es auch einen Punkt gibt.

Kommentar von NielsD ,

Nein... Wenn genügend Fälle vorliegen in denen sich der Angeklagte einen A-Verstoss zu Schulden kommen lassen hat, wird auch hier ermittelt. Dabei wird seine Fahrtüchtigkeit und seine Kompetenz im Strassenverkehr geprüft. Dabei muss man aber sehr sehr oft an der gleichen Stelle geblitzt werden. Was dann amgeordnet werden kann ist eine MPU bzw. ein Aufbauseminar.

Kommentar von Eichbaum1963 ,

Naja, angeklagt wird er nicht, sind ja keine Staftaten.^^

Wenns auchn bisschen kompliziert ausgedrückt ist, ich erahne worauf du hinauswillst.^^

Wenn jemand zu häufig Verwarngelder kassiert und dies einem Sachbearbeiter auffällt, kann das durchaus zu ner MPU führen. Dazu muss er aber nicht unbedingt ständig an der gleichen Stelle porträtiert werden und es reichen sogar Parkverstöße. Insgesamt müssten da aber schon so 40+ innerhalb kurzer Zeit zusammen kommen.

Kommentar von Crack ,

Was dann amgeordnet werden kann ist eine MPU bzw. ein Aufbauseminar.

Zur MPU kann es kommen - allerdings auch nur in extremsten Fällen. Ein Aufbauseminar sehe ich aber nicht - denn dafür fehlen die Voraussetzungen in Form des Punktes.

Kommentar von NielsD ,

angeklagt hab ich nur geschrieben weil mir in dem Moment kein anderes Wort eingefallen ist :D

Kommentar von Eichbaum1963 ,

Dann verwende in Zukunft halt "Beschuldigter" - auch wenn das Wort nicht gerade ganz so koscher ist.^^ Oder eben: "Betroffener". :D

Kommentar von ihavetoask ,
Du musst dich auch über den Anhörungsbogen nicht dazu äußern

Also muss ich diesen nicht ausfüllen und zurückschicken?

Kommentar von Eichbaum1963 ,

Nö, einfach nur zahlen und es ist Frieden. ;)

Und die Bleiplättchen aus den Socken nehmen. xD

Kommentar von ihavetoask ,

Haha, ja werd ich :P Danke!

Antwort
von Antitroll1234, 38

Als welches Delikt zählt das nun?

Zählt als A-Verstoß, hat aber keine Auswirkung auf die Probezeit da unter 60,-€ (bis 20 km/h zu schnell) und kein Punkt im Verkehrszentralregister.

ich soll daher 30€ Bußgeld bezahlen

Dies ist ein Verwarngeld Angebot, dies zahlst Du und die Sache ist vom Tisch, ohne weitere Konsequenzen.

Kommentar von ihavetoask ,

Super, danke! Hilft mir sehr weiter! :)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten