Frage von Sabrina011998, 51

Autoaggressives Verhalten + Zwangsstörung?

Hallo! Ich bin weiblich, 17 Jahre alt und mir war schon seit klein auf klar, dass mit mir etwas nicht stimmt. Mein Vater hat eine Zwangsstörung und als ich vor ca. 2 Monaten beim Psychiater war , wurde bei mir auch eine Zwangsstörung festgestellt. Seitdem nehme ich Tabletten, welche sich Sertralin Winthrop nennen. Bisher habe ich noch keinerlei Wirkung verspürt, obwohl ich sie jetzt schon mehrere Wochen nehme. Und das Schlimme ist, dass ich seitdem kleinste Anzeichen von Autoaggressionen habe. Das heisst ich schlage mir mit der Faust auf den Kopf, schlage meinen Kopf gegen die Wand, beiße meine Nägel ab bis sie weh tun, und ich beiße meine Zähne so stark zusammen bis es weh tut. Mein Psyhiater hat momentan Urlaub, deshalb weiss ich einfach gar nicht mehr was ich machen soll...

Antwort
von samira10031977, 26

Hi,ich bin auch psychisch krank und oftmals ist es so das die Tabletten es nur mindern und nicht das es ganz weg geht davon.Wenn man sich selbst Verletzt befindet man sich oft in einer Krise und da kann man jeder Zeit in einer Klinik aufgenommen werden.Das ist keine geschlossene oder so.Bei uns ist es so das sie dich viel in Ruhe lassen.Du sollst aus deinem Umfeld mal raus kommen und hast die Möglichkeit mit Leuten zu sprechen.Es dient zur Stabilisierung und du kannst auch jederzeit wieder gehen. Ich denke da wärst du jetzt ganz gur aufgehoben,weil Leute vom Fach um dich sind.

Antwort
von Leisewolke, 9

50 oder 100 mg ? Wenn 50 mg , kann es sein, das die Dosis zu gering ist. Schau mal hier: http://www.diagnosia.com/de/medikament/sertralin-winthrop-50-mg-filmtabletten

Antwort
von GunPro, 16

Machst du das nur auf die Tabletten oder vielleicht weil dich etwas ärgert ? Hört sich ja ziemlich stark nach SVV an deswegen solltest du das unbedingt mit deinem Psychater abklären sobald er wiederkommt

Antwort
von eXistenZLos, 8

Die Anwendung von Sertralin wurde mit als quälend erlebter Unruhe und
Bewegungsdrang, oft zusammen mit einer Unfähigkeit, stillzusitzen oder
stillzustehen, in Zusammenhang gebracht (Akathisie). Dies tritt am
ehesten während der ersten Behandlungswochen auf. 

Wenn Sie depressiv sind und/ oder an Angststörungen leiden, können Sie
manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzten oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen
einige Zeit, bis sie wirken, gewöhnlich etwa 2 Wochen, manchmal auch
länger.

Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus
auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich
selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.

Quelle: http://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/Sertralin-Winthrop-100...

Das pendelt sich bei dir wahrscheinlich noch ein. Wenn dein Psychiater zurück aus dem Urlaub ist, dann konsultiere ihn erneut und schildere deine Beschwerden, falls sie dann noch vorhanden sind. 

Antwort
von mimi142001, 13

Erstmal möchte ich dir sagen das es gut ist das du beim Psychiater warst.

Bei seelischen Krankheiten ist es manchmal schwer das richtige Medikament zu finden deswegen musst du zu deinem Psychiater der kann dich auf ein anderes Medikament einstellen.
Ich würde sagen geh so schnell wie möglich zu deinem Psychiater weil so kann dein Zustand ja nicht mehr bleiben

Antwort
von Berlinfee15, 16

Guten Abend,

vergiss nicht, auch Psychater sind nur Menschen die sich ebenfalls irren können. Tabletten scheinen Auswirkungen zu zeigen, die sich vorher nicht bemerkbar gemacht haben. Also überdenke eine weitere Einnahme und überprüfe für Dich, welche möglichen Zwangsverhalten Dich im Griff haben.

Vielleicht benötigst Du überhaupt keine Tabletten und dafür einen anderen Zuspruch!? (ohne Gewähr)

Antwort
von Nasdaq14, 10

Sertratlin ist  EINES der gängigen Mittel bei Zwangsstörungen.

Es gehört zu den SSRI s, eine Form der Antidepressiva , die nebenwirkungsärmer sein soll als die früheren reinen Antidepressiva.

Unter Sanego oder Onmeda findest Du auch die Beschwerden, die Du schilderst.

Du kannst Dir Tipps und Rat bei der Deutchen Gesellschaft für Zwangserkrankunge holen ( DGZ ):

Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft Zwangerkrankungen e.V.
Postfach 70 23 34 - 22023 Hamburg
Telefon: (040) 689 13 700, Fax: (040) 689 13 702

Montags bis Freitags zwischen 10:00 und 12:00 Uhr ( ab 4 . Januar wieder )

Es gibt - leider oder zum Glück - das mag jeder für sich selbst entscheiden  - eine Unmenge an Alternativen - bei Zwangsstörunge sind Citalopram und Chlomipramin führend.

Die starke Wirkung kommt auch daher, das bei Zwangstörungen etwa die 2 bis 3 fache Dosis verabreicht wird  wie bei Depressionen.

Du müßtest jetzt etwa beim vollen Wirkungseintritt sein.

Ich persönlich habe etwa 20 verschiedenene Medikamente ausprobiert.

Das Ganze ist im Endeffekt nur mit ambulanter oder staionärer Therapie erfolgreich - früher bezeichnete man die Mittel auch als " Blockadebrecher " um an den Patienten heranzukommen - für dne Alleineinsatz waren sie eigentlich nie vorgesehen.

Ich führe eine eigene Webseite und über die Kontakte bin ich jetzt bei ienem Rekord von 36 verschiedenen Medikamenten angekommen.

Wie Du an meinen Worten merkst, halte ich nicht allzu viel von diesen Medikamenten ( jedenfalls ohne Therapie ).

Wen Du einen Beipackzettel liest, wirst Du Mühe haben, die Wirkung zu finden, dafür aber einen Leporello an Nebenwirkungen der bei 1 von 10 Fällen beginnt.

Ich werde daher auf meiner eigenen Webseite diese Art der Behandlung einer völligen anderen gegenüberstellen - die aber nur für sehr schwere Fälle in Frage kommt.

Falls Du Fragen hast, kannst du mir ein Freundschaftsangebot machen und fragen, oder auch hier.

Ich bin den Mist nach gut 30 Jahren zum Glück weitestgehend los und zwar - um das gleich vorwegzunehmen - ohne Hokuspokus - sondern mit Wissenschaft.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

Antwort
von siftter, 10

Ich habe selber unter anderem eine Zwangsstörung und Borderline.

1. Das beste was mir bei den Zwängen geholfen hat war eine Verhaltenstherapie. Stationär und ambulant. Ist zwar schwer, kann sich aber lohnen, um weiter zukommen.

2. Das mit den Schmerz zufügen klingt nach einer Borderline Thematik. Wo man sicherlich auch auf eine verhaltenstherapeutische Schiene ansetzen könnte.

Bei mir sind die beiden Sachen gekoppelt. So, dass wenn sich eine Sache verschlimmert auch das andere verschlimmert.

Klare das mal mit dem Psychiater ab. Auf die Medikamente (alleine) würde ich mich nicht verlassen.

Halte mich auf dem laufenden, ob ich richtig liege.

Gute Besserung.

Antwort
von yoda987, 13

Bring abwechslung in dein Leben hast du bock dein leben lang zum Psychiater zu gehen? oder bei deinem Vater zu leben? Aggressionen haben alle oder gibst du damit an zum Psychater zu gehen? Mach sport geh boxen oder sonste watt mach was mit deiner Zeit, dann kommst du auch von deinen Neurosen weg

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community