Frage von Mahdi2103, 105

Auto vor 2 Wochen vom Vater Geschenkt bekommen jetzt ist er Verstorben?

Hi, Mein Vater hat mir vor 2 Wochen eines seiner 2 Autos geschenkt. Leider ist Letzte Woche mein Vater verstorben. Beide Fahrzeuge sind noch auf ihn Angemeldet. Ich habe auch beide Fahrzeugbriefe Darf ich mit dem Fahrzeug was er mir geschenkt hat noch weiterfahren bis die Erb Frage geklärt ist oder muss ich es sofort stilllegen ??

Danke schon mal für die Antworten!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ichweisnix, Community-Experte für Erbe, 39

Beide Fahrzeuge sind noch auf ihn Angemeldet.

Sofern kein notarielles Schenkungsversprechen vorliegt, ist die Schenkung bis zum realen Vollzug formunwirksam. Relevant für den Vollzug dürfte die Übergabe des Fahrzeug als Solches sein.

Ich habe auch beide Fahrzeugbriefe Darf ich mit dem Fahrzeug was er mir
geschenkt hat noch weiterfahren bis die Erb Frage geklärt ist

Natürlich dürfen sie weiter mit den Auto fahren. Voraussetzung für die Nutzung im Straßenverkehr ist das das Auto versichert ist und Steuern gezahlt wurden.

Auch das Auto welches du fährst gehört zur Erbmasse.

Was zu Lebzeiten verschenkt wurde, gehört nicht zur Erbmasse. Allerdings liegt die Beweislast für die Schenkung bei Ihnen. D.h. sie müssen nachweisen, das Ihr Vater Ihnen das Auto wirksam geschenkt hat.

Antwort
von Rockuser, 54

Ja, eine Gewisse Zeit geht das. Aber Du solltest das so schnell wie Möglich bei der Versicherung und der Zulassungsstelle  ändern lassen

Mein Beileid.

http://www.welt.de/motor/article125933606/Darauf-muss-man-achten-wenn-man-ein-Au...

Antwort
von peterobm, 55

Auch das Auto welches du fährst gehört zur Erbmasse. Kannst aber noch damit fahren bis zur Entscheidung. 

Raus kommst nur, wenn die Erben auf DIESES Auto verzichten. 

Kommentar von asdundab ,

Aber wenn der Vater es ihr geschenkt hat gehört es auch ihr.

Kommentar von peterobm ,

wenn die Zeitspanne die berühmten 10 Jahre wären.

Kommentar von ichweisnix ,

Die 10 Jahre spielen bei Ergänzungspflichtteil eine Rolle. Bei Ergänzungspflichtteil werden Schenkungen den Erbe hinzugerechnet ( pro Jahr um 10% abgeschmolzen). Erbt der Berechtigte weniger als den Pflichtteil und läßt sich der Pflichtteil auch nicht aus den übrigen Erbe befriedigen, kann der Beschenkte in Anspruch genommen werden. Lassen sich hingegen alle Pflichtteilsansprüche aus den Erbe befrieden, ist der Beschenkte raus.

Kommentar von asdundab ,

Diese Zeitspanne wird nur im Erbrecht als regelmäßig anzusehen, um manche Personen über eine Hintertür zu enterben (Teile des Pflichtanteils versagen), sie ist allerdings nicht bindend, im Besonderen nicht anzuwenden, wenn der Tod plötzlich und nicht vorhersehbar eintrat, oder das Geschenk nachweißlich nicht als Umgehung der Regelungen des Erbrechts zu sehen ist.

Kommentar von ichweisnix ,

Ob der Tod pötzlich oder vorhersehbar eingetreten ist ist völlig egal. Entscheidend ist vielmehr, ob genug Erbmasse verbleibt um alle Pflichtteilsansprüche zu befrieden.

Wie gesagt, dürfte das eigentliche Problem hier aber der Nachweis der Schenkung sein. Eine bloße Behauptung reicht da definitiv nicht.

Kommentar von asdundab ,

Des Weiteren, würde sie selbst bei Anwendung der "10 Jahre" das Auto erben, da der Wille des Verstorben ja klar ist. Möglicherweiße müsste sie die Erben mit Pflichtanteil finanziell entschädigen und Erbschafftssteuer zahlen.

Antwort
von asdundab, 43

Also, ich kenn jemanden, der ist noch 6 Jahre mit einem Fahrzeug rumgefahren, das auf einen Verstorbenen zugelassen war, aber dem Fahrer gehört hat.
Es ist aber dein Auto, den der der im Brif steht ist nicht automatisch der Eigentümer.

Kommentar von asdundab ,

*Brief

Kommentar von asdundab ,

Sowas sollte man natürlich auf keinen Fall nachmachen!

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