Frage von darkcrowd5, 30

Auto Rechtsstreit wert?

Hallo, folgendes: Jemand finanziert ein auto auf raten zahlt ca die hälfte ab und gibt das auto dann weiter an eine person die den rest abbezahlt. Fahrzeugschein und alle briefe auf den besitzer davor gelaufen. Nun kommt der ehemalige Besitzer und nimmt das auto einfach wieder. Theoretisch gehört das auto beiden personen zur hälfte. Möglich per anwalt sich das irgendwie bestätigen zu lassen oder seine hälfte nach einer wertschätzung ein zu klagen ?

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Auto, 3

Bloß weil jemand Raten bezahlt, gehört ihm gar nichts am Auto.

Eigentum erwirbt man ausschließlich mit einem gültigen Kaufvertrag und der ist ohne Einverständnis der Bank nicht möglich, solange das Auto nicht abbezahlt ist.

Wenn also der eigentliche Besitzer einem dritten verspricht, ihm gehöre die Hälfte des Autos, wenn er Raten bezahlt, ist das Im Ansatz schon Verar....

Wenn er dann nach Abbezahlung nichts mehr davon wissen will, guckt der Ratenzahlende in die Röhre, falls er sich nicht ausreichend mit entsprechenden Verträgen abgesichert hat.

Ich frage mich nur wie blöd man sein muss, um für jemand anderes Raten zu bezahlen. Das läuft im Prinzip auf ein Geschenk hinaus. 

Aber möglicherweise kennt ein Anwalt ja doch einen Punkt, wo man ansetzen kann...so von wegen Treu und Glauben oder ähnliches...

Antwort
von Antitroll1234, 7

Jemand finanziert ein auto auf raten zahlt ca die hälfte ab

Bei einem Finanzierungskauf des Autos wird im Finanzierungsvertrag festgehalten sein, das die Bank Eigentumsrechte am Fahrzeug hat bis zur vollständigen Bezahlung. Derjenige kann daher gar nicht über das Fahrzeug verfügen, da er nicht der Eigentümer ist sondern lediglich der Besitzer bis zur vollständigen Bezahlung des Kredites.

Theoretisch gehört das auto beiden personen zur hälfte

Weder theoretisch noch praktisch sind diese beiden Personen Eigentümer des Fahrzeuges.

Nach Abzahlung des Kredites geht das Eigentum an dem Fahrzeug an den Kreditnehmer bzw. an denjenigen über der die rechtmäßige Verfügungsgewalt des Fahrzeuges erworben hat, idR demjenigen der den Kaufvertrag und damit die Eigentumsübertragung des vorherigen Eigentümers hat.

Wenn jemand Ansprüche stellen möchte als Eigentümer an dem Fahrzeug dann ist ein Vertrag von Vorteil, ohne einen Vertrag ist es schwer Eigentumsansprüche geltend zu machen.

Möglich per anwalt sich das irgendwie bestätigen zu lassen

Genau dafür gibt es Kaufverträge oder Schenkungsbelege oder sonstiges was das Eigentum auf eine andere Person überträgt.

Ein Anwalt kann auch nichts bestätigen was nicht vorhanden oder nicht beweisbar ist.

Antwort
von Rockuser, 12

Für solche Geschäfte macht man im Vorhinein einen Vertrag.

Kommentar von darkcrowd5 ,

Das war nicht meine Frage

Kommentar von Antitroll1234 ,

Doch war es, da ohne Vertrag die Beweislast für denjenigen schwer ist, der nun das Eigentum an der Sache beweisen muss.

Kommentar von darkcrowd5 ,

Wenn man es mit den Zahlungen widerlegt?

Kommentar von Antitroll1234 ,

Nur weil jemand anderer Zahlungen für einen Kredit tätigt, erwirbt derjenige kein Eigentum an der Sache. Dies müsste vertraglich im Vorfeld geregelt werden.

Ohne vertragliche Regelung kein Eigentumsübertragung, vertraglich kann dies zwar auch mündlich erfolgen, aber die Beweisbarkeit ist da so ziemlich schwer bis unmöglich.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten