Frage von Danke1234567, 364

Auto privat verkauft, nun wird mir arglistige Täuschung unterstellt?

Guten Tag mein Vater ende September 2015 sein altes Auto Bj1999 für 900€ verkauft. Heute hat sich der damalige Käufer gemeldet und sagte er solle das Auto für 800€ zurücknehmen, sonst würde einen Anwalt wegen arglistige Täuschung einschalten. Der Käufer behauptet, das Auto würde viel Öl verlieren und aus dem Auspuff würde rauch rauskommen. Mein Vater und der Käufer haben den Kaufvertrag selbst geschrieben in dem steht.,, Fahrzeug wie gesehen, probegefahren, ohne spätere Reklamation übernommen für einen Betrag von 900 € in bar.´´ Nun meine Frage haben wir rechtlich was zu befürchten? Beim Verkauf waren uns diesbezüglich keinerlei Mängel bekannt.

Antwort
von BlackRose10897, 357

Das muss er euch erstmal nachweisen, dass ihr von dem "Mangel" wusstet. Bei so einem alten Auto muss man mit so etwas rechnen als Käufer. Der vorhandene Schaden kann auch durch Verschleiß kommen und muss nicht bereits vorgelegen haben. Wäre der Schaden bereits beim Kauf da gewesen, wäre das auch sofort und nicht erst nach einem Monat aufgefallen.

Ich hab im Januar einen 12 Jahre alten Renault Senic gekauft der eigentlich top und super gepflegt da stand und penibel genau bei den Inspektionen etc war. Ein halbes Jahr nach dem Kauf ging der Klimakompressor hopps. Ärgerlich, aber wie gesagt, altes Auto.

In Zukunft würde ich an Eurer Stelle einen vorgedruckten Kaufvertrag für Privatkauf verwenden. Kann man u.a. bei mobile.de ausdrucken. Da seit ihr zwecks Formfehler auch abgesichert. Von eigenen Formulierungen würde ich absehen. Auch immer alle bekannten Mängel in den Vertrag mit reinschreiben und den Käufer auch bei dem Verkaufsgespräche nochmals darauf hinweisen.

Wenn ihr Euch absolut unsicher seid, dann geht zu einem Anwalt und lasst Euch dort beraten. 

Antwort
von DerHans, 305

Er soll den Käufer doch klagen lassen. Dafür muss dieser erst einmal einen Anwalt einschalten und in Vorleistung gehen. Das wird er sehr schnell als sinnlos ansehen.

Dass ein 16 Jahre altes Auto Öl verlieren kann, ist vollkommen normal. Und aus JEDEM Auspuff kommt Rauch. 

Antwort
von Jewi14, 274

Dann soll mal der Käufer die arglistige Täuschung beweisen, dann er muss das und nicht du und das geht nur über ein Gutachten.

gekauft wie gesehen ist eine Klauseln, die die Gewährleistung ausschließt. Haften musst du nur, wenn du von den Schäden vorher wusstest du dich verschwiegen hast aber wie geschrieben, dass muss der Verkäufer beweisen. Außerdem ist es schon eigenartig, bei solch einen Mangel (Rauch) erst nach einem Monat zu kommen, dies fällt sofort auf.

Antwort
von angy2001, 240

Ihr habt nichts zu befürchten, man kann "gekauft wie gesehen" zwischen normalen Leuten machen. Ihr seid ja kein Unternehmen. http://www.jurarat.de/gekauft-wie-gesehen-aus-rechtlicher-hinsicht

Kommentar von Danke1234567 ,

danke allerdings habe ich jetzt in dem link folgendes gelesen,,Liegt jedoch ein Mangel vor, der bei ordnungsgemäßer Besichtigung nicht aufgefallen ist bzw. nicht auffallen konnte, kann sich der Verkäufer mit seinem Haftungsausschluss nicht von seinen Gewährleistungspflichten befreien.´´

Das macht mich etwas unsicher.

Kommentar von angy2001 ,

Dann stellt sich doch die Frage: Was ist das jetzt für ein Schaden. Er hat das Fahrzeug inziwschen 1 Monat gefahren. Es ist ein altes Auto. Soll er doch ein Gutachten machen lassen, und beweisen, dass es sich um einen "verdeckten" Mangel gehandelt hat.

Kommentar von Danke1234567 ,

so seh ich das auch wenn der mangel direkt nach dem kauf eingetreten wäre, hätte man ja darüber reden können, aber der herr ist ja wie gesagt schon 500 km und 4 wochen lang ohne mangel am auto gefahren...ich ärgere mich nur über den kaufvertrag, da diser die ein oder andere frage offen lässt :/ was das rechtliche angeht

Antwort
von nurlinkehaende, 296

Wenn die nicht am Tag danach kommen, sieht es finster aus. Bei 900 Euro für einen 16 Jahre alten PKW gibt es keine Gewährleistung mehr.

Dazu steht "wie gesehen und probegefahren" im Vertrag und damit sit es gut.

Antwort
von kreuzkampus, 220

Dein Vater hat "getäuscht/betrogen", der Käufer war so dumm, den Vertrag so zu unterschreiben. Wenn er sein Geld zurückbekommen will, muss er klagen. Das war's.

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