Auto Privat als Bastlerfahrzeug verkauft Käufer möchte Schadensersatz da Tacho manipuliert wäre?

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8 Antworten

Unter diesen Umständen würde ich folgendes sagen:

Eine Tachomanipulation stellt laut diverser Gerichtsurteilen einen erheblichen Sachmangel dar.

Wurde das Auto von einem Händler gekauft, haftet dieser 1 Jahr dafür. D.h., sollte in dieser Zeit die Tachomanipulation rauskommen, ist der Händler ersatzpflichtig, egal ob er davon wusste oder nicht.

Hat der Käufer das privat gekauft unter Ausschluss der Sachmangelhaftung, ist auch eine Tachomaipulation als ersatzpflichtiger Sachmangel ausgeschlossen. Dieser Ausschluss wird durch das "Bastlerfahrzeug" und Ausschluss zusätzlicher Mängel noch zusätzlich verstärkt.

Eine Rückgabe ist nur dann möglich, wenn der Käufer nachweist, dass der Verkäufer von der Manipulation wusste und diese arglistig verschwiegen hat. Dieser Nachweis dürfte in deinem Falle aber schwer zu führen sein.

Wird dir nachgewiesen, dass du den Tacho manipuliert hast, käme auch noch eine Anzeige wegen Betruges in Frage, dürfte hier aber auch flachfallen.

Fazit: Ich vermute mal, der Käufer dachte, er kann das Auto für billiges Geld flott machen und hat nun festgestellt, dass das nicht klappt. Diesen Irrtum will er nun auf dich abwälzen, indem er den Vertrag rückgängig machen möchte. Dazu hat er sich die Ausrede mit der Tachomanipulation ausgedacht. Nach meiner Einschätzung befindet er sich da aber auf dem Holzweg.

In so einem Fall würde ich selber einen entsprechenden Brief schreiben, wo ich alles abstreiten und Beweise für die vorgebrachten Behauptungen fordern würde.
Wenn du aber nächste Woche sowieso nen Termin beim Anwalt hast, hat sich das wohl erledigt. Könnte auch sein, dass man gar nichts machen muss und die Gegenseite dadurch gezwungen ist, Klage zu erheben und dann die (nicht vorhandenen) Beweise auf den Tisch legen muss.
Strategisch schätze ich das so ein, dass der gegenerische Anwalt erstmal nur Angst und Schrecken verbreiten will, um dich zur Zurücknahme zu bewegen, obwohl er selber weiß, dass er vor Gericht keine Chance hätte. Aber das will und muss er tun, wenn sein Kunde das will und dafür bezahlt.

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Kommentar von oki80
07.07.2016, 22:30

ich habe Ihm auch am Telefon gesagt das ich kein Scheckheft für das Fahrzeug habe, er aber das Auto in einer Werkstatt seiner Wahl vorstellen kann um nachher Missverständnisse auszuschließen.Er meinte aber das es nicht notwendig wäre.

Das einzige Problem ist das wir jetzt festgestellt haben das der Verkäufer in meinem Kaufvertrag nicht existiert .Es müssen irgendwelche Zwischenhändler sein die jetzt nicht auffindbar sind.:(. und die Daten in meine Kaufvertrag nicht der Wahrheit entsprechen.

 

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Könnte eine Betrugsmasche sein. Kommt eben drauf an, ob die das Auto tatsächlich zurückgeben wollen oder "nur" einen Preisnachlass.

Rechtlich wirds natürlich schwierig, wenn da der Tacho tatsächlich manipuliert ist. Die Frage ist, ob die sich da auf eine Verhandlung einlassen werden.

Es steht da ja jetzt mal Betrug im Raum. Also eine Straftat. Theoretisch solltest du da erst mal warten, bis da eine Anzeige reinschneit. Kann dann aber auch ins Auge gehen.

In dem konkreten Fall würde ich mich jetzt erst mal von einem Anwalt beraten lassen.


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dann teile dem anwalt da einmalig schriftlich mit wie er darauf kommt das "du" den tacho manipuliert hast? wenn ein anwalt sowas schreibt hat er von seinem fach keine ahnung. das grenzt da schon sehr an verleumdung

wurde im kaufvertrag km-stand oder tatsächliche laufleistung angegeben?

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Kommentar von oki80
07.07.2016, 15:34

Er meint ich hätte das Auto über den Tüv gefahren obwohl der noch Tüv hatte.Und das wäre beweis genug dafür.

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Kommentar von oki80
07.07.2016, 15:38

Im vertrag steht"soweit dem Verkäufer bekannt ist hat das Fzg. eine Laufleistun von........

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Auf keinen Fall zurücknehmen! Der will dir mit dem Anwalt erstmal Angst einjagen, wenn er wirklich im Recht wäre, müsste er dann einen Schritt weiter gehen, und dich rechtlich belangen. Ich vermute aber, dass sein Argument nicht stichhaltig ist, eventuell auch frei erfunden, und dass er denkt, dass du schon bei der Erwähnung eines Anwaltes klein beigeben würdest.

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Komisch, dass sich sofort ein Anwalt bei dir meldet und nicht zuerst einmal der Käufer, um die Sache mit dir zu klären. Erst nachdem eine Einigung nicht möglich ist, würde man normalerweise einen Anwalt hinzuziehen, denn der kostet Geld. Wie teuer hast du das Auto denn verkauft und um welches Modell handelt es sich? Wenn die gemachten Angaben so im Kaufvertrag standen, kann ich mir nicht vorstellen, dass er da irgendwelche Chancen hat. Eine Tachomanipulation kann natürlich auch schon vor deiner Zeit stattgefunden haben. Da wäre es gut, du hättest noch deinen alten Kaufvertrag mit Kilometerangabe.

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Kommentar von oki80
07.07.2016, 16:51

Hat er auch wollte von mir 1500€.Habe ihm gesagt das ich nicht zahlen werde.

Es war ein 320d M packet .Ist für 2900 verkauft .Marktwert ca 4000€ laut Gutachten.

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das könnte evtl. ein Zwischenhändler manipuliert haben mit der Tacho-Rückdreherei.

Mich hat auch mal eine Käuferin meines damaligen Wagens angerufen, weil ich noch im KFZ Brief angetragen war.

Ich habe dies damals beim Neuwagenkauf in Zahlung gegeben. Wer das Auto aus einem sog. Pool dann an die Käuferin verkauft hat, weiß ich nicht, ich selbst habe auch nichts manipuliert.

Den ADAC Kaufvertrag gibt es ja in versch. Ausfertigungen von privat > privat, usw.

Ist Dir das nicht selbst aufgefallen, daß der Tacho zuvor schon evtl. zurückgedreht wurde ?

Verschweigst Du das, kann das wirklich Probleme bedeuten. Das wäre dann eine sog. arglistige Täuschung & der Vertrag ist dann zurückabzuwickeln

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Kommentar von oki80
07.07.2016, 22:15

Nein mir ist nix aufgefallen da das Auto so eigentlich gut in Schuss war habe es ja auch über 1 Jahr gefahren.Das kein Bordbuch oder Checkheft dabei war hat mich Nie gestört ist ja auch kein Neues Auto  gewesen.

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Kommentar von oki80
09.07.2016, 19:48

Es wurde bei Bmw der Schlüssel ausgelesen.

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Übergib es einfach an deine Rechtsanwältin und lass sie mal Einsicht nehmen, was die Gegenseite so an Beweisen zu haben glaubt.

Du hast ja natürlich eine Rechtschutz.

Die zehn, zwölf Euro im Monat...

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Du hast ja Bastlerfahrzeug in die Fahrzeugbeschreibung eingegeben.

Von meiner Sicht müsstest du keinen Schadensersatz zahlen.

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