Frage von Blhias, 110

Auto nach Privatkauf wieder zurückgeben?

Sehr geehrten Damen und Herren,

ich habe folgende Sachlage: Ich habe mit einem Freund ein Auto (Privat) Probe gefahren und mit dem Verkäufer gesprochen. Auf die Frage ob er irgendwelche Mängel wüsste, die eine HU nicht möglich machen, antwortete er nur mit der Windschutzscheibe, da diese eine Sprung habe. Aber falls gewünscht wird diese noch getauscht. des weiteren berichtete er von Teilen die vor kurzem erneuert wurden, wie z.B.: Domlager, Kühler, Keilriehmen usw. Das Auto habe ich dann gekauft und nach Hause gefahren. Gestern habe ich in der Werkstatt fest gestellt, dass das alles falsch war, was uns vom Verkäufer berichtet wurde. Der Kühler leckt, es wurde nur einer von 3 Keilriehmen gewechselt, die Domlager sind total durchgerostet und die Windschutzscheibe ist immer noch kaputt.

Wie muss/soll ich da jetzt vorgehen?

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Blöchinger

Antwort
von Icecrusha, 105

Da es bei einem Kaufvertrag zwei übereinstimmende Willenserklärungen geben muss - dies beinhaltet auch, dass die Angaben, die der Verkäufer macht stimmen müssen, ist der Kaufvertrag schwebend unwirksam.Weise ihn darauf hin, wenn dies zu nichts führt, bist defenitiv du derjenige, der in einem Rechtsstreit das Recht zugesprochen bekommt.

Antwort
von flirtheaven, 97

Blöd gelaufen. Wenn deine Angaben so stimmen, liegt eine arglistige Täuschung vor und somit ist der Kaufvertrag nichtig. Du hast allerdings das Problem dies zu beweisen. Ohne einen schriftlichen Vertrag kann das schwierig werden, sofern es keine Zeugen gibt.

Antwort
von kieljo, 81

Wer auf diese Art ein Auto kauft, egal zu welchem Preis, ist selber Schuld und zahlt halt Lehrgeld. Verbuche es unter "wieder etwas dazu gelernt" und mache das nächste mal einen richtigen schriftlichen Vertrag mit allem was dazu gehört.

Antwort
von gironimo84, 110

Ja in dem Fall hast du ein recht das Auto zurückzugeben. Er hat dich ja bewusst getäuscht. Das solltest du nicht akzeptieren. Nimm dir zur not einen Anwalt.

Kommentar von Blhias ,

Kann mir vorerst die Polizei weiter helfen? da Anwaltskosten nicht gerade gering sind?

Kommentar von flirtheaven ,

Du könntest es mit einer Anzeige wegen Betruges (in diesem Fall arglistige Täuschung) versuchen. Ich würde ihm aber erstmal eine Frist von ein paar Tagen für die Rückabwicklung geben.

Kommentar von kieljo ,

Die Polizei hat damit überhaupt nichts zu tun. Mit dem Wort "Betrug" sollte man auch vorsichtig umgehen.

Kommentar von flirtheaven ,

Der Verkäufer hat den Käufer getäuscht, um sich einen Vermögensvorteil (höherer Verkaufspreis) zu verschaffen, das ist nach § 263 BGB ein Betrug und kann somit auch bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht werden.

Antwort
von Skinman, 55

Als Trost könnte ich dir 'ne astreine Rheinbrücke verkaufen. Ganz billig!

Antwort
von Alsterstern, 105

Wie lange hat das Auto denn noch TÜV? Gibt es einen schriftlichen Vertrag?

Kommentar von Blhias ,

Hat keinen TÜV mehr, deshalb meine vielen Fragen beim Kauf, aber die einzige Antwort die wir bekamen, war dass nur die Scheibe erneuert werden müsse.

Kommentar von Alsterstern ,

Also ich sags mal so: wer ein Auto ohne Tüv kauft, hat den Schuß nicht gehört. Wieviel hast Du denn gezahlt?

Antwort
von Pfaffenhofener, 78

Da alles im Kaufvertrag steht, was der Verkäufer zugesichert hat, ist eine Rücknahme kein Problem. Es steht doch drin, oder?

Ansonsten dürfte es schwieriger werden, aber mit Zeugen nicht ganz aussichtslos. Erst das Gespräch mit dem VK suchen, ansonsten zur Erstberatung zum Anwalt.

Antwort
von ReckerM82, 95

Naja würdest betrogen Steht im Vertrag den das alles erneuert wurde?

Kommentar von Blhias ,

Es gibt keinen Vertrag...Kann ich dagegen i-was machen? Geld zurück fordern o.ä.??

Kommentar von ReckerM82 ,

Nein glaube ich nicht Wieso hast du den keine kauf Vertrag :-0 Ich würde sagen Geld ist futsch

Antwort
von wedsawetrtzg, 92

Das ist immer eine Frage der Beweisbarkeit. Grundsätzlich würde ich von einer Täuschung ausgehen, die eine Rückabwicklung des Kaufvertrages möglich machen würde. Die Frage ist aber, was im Kaufvertrag steht.

Kommentar von Blhias ,

Es gibt keinen Vertrag :-(

Kommentar von wedsawetrtzg ,

Es gibt immer einen Vertrag. In deinem Fall nur leider keinen schriftlichen. Dann wird es für dich schwierig, die Zusagen des Verkäufers zu beweisen.

Kommentar von flirtheaven ,

Natürlich gibt es einen Vertrag. .... dummerweise vielleicht nur mündlich.

Kommentar von swissss ,

.... die Windschutzscheibe ist immer noch kaputt..... und er ist so nach Hause gefahren. Wo siehst du da Täuschung?

Kommentar von wedsawetrtzg ,

Die Windschutzscheibe ist ja nicht der einzige Mangel.

Kommentar von flirtheaven ,

Bei den angeblich instandgesetzten Teilen.

Kommentar von Blhias ,

Täuschung bezüglich des Kühlers, der Domlager und der Bremsen?!

Antwort
von Dixy69, 72

Privatverkauf,gekauft wie gesehen.Kennst du den Spruch

Natürlich kann man auf sein Verständnis hoffen,und den Kaufvertrag rückgängig machen.Oder ihn mit viel Geduld und Geld verklagen

Kommentar von Blhias ,

Also keine reelle Chance auf Geld zurück?

Kommentar von Dixy69 ,

Du hast ja nicht mal ein Kaufvertrag?Da schauts dann mit Geld-zurück,ganz schlecht aus.

Kommentar von flirtheaven ,

Privatverkauf,gekauft wie gesehen.Kennst du den Spruch 

das gilt nicht für bewusst falsch gemachte Angaben. Hier liegt eine arglistige Täuschung vor. Problematisch ist nur die Beweislage

Kommentar von Dixy69 ,

Beweise den Verkäufer das er davon gewußt hat,ohne Vertrag nahezu unmöglich.Aussage gegen Aussage,Einstellung des Verfahrens

Kommentar von flirtheaven ,

Auf die komplizierte Beweislage habe ich aufmerksam gemacht, das hat aber nichts mit deinem Spruch "gekauft wie gesehen" zu tun. Und es gibt in Deutschland keinen Rechtsgrundsatz, der bei gegensätzlichen Aussagen zwingend eine Einstellung des Verfahrens verlangt. Letztendlich kommt es auf die Beweiswürdigung des Gerichtes an.

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