Auto im Haus und Versicherung sagt NEIN?

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5 Antworten

Zunächst einmal sollte der Schaden von einem unabhängigen Sachverständigen aufgenommen werden und ein entsprechendes Gutachten erstattet werden. Dabei solltet ihr von euren Recht gebrauch machen und einen Sachverständigen eures Vertrauens beauftragen.

Die weitere Abwicklung solltet ihr dann von einem Fachanwalt durchführen lassen. Nur mit der Hilfe eines Fachanwaltes stellt ihr die Waffengleichheit her.

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Ihre Frau Mutter hat einen Anspruch nach § 823 BGB. Danach ist sie so zu stellen, als wäre der Unfall nicht geschehen.

Es kann auch nicht ein Abzug "Alt für Neu" gemacht werden. Zu diesem Thema hat das Amtsgericht Nordheim am 24.09.2015 unter Az.: 3 C 495/14 rechtskräftig festgestellt, dass dieser Abzug nicht vorgenommen werden dürfte, wenn die zerstörte Sache ohne die Zerstörung noch längere Zeit hätte genutzt werden können. Mit dem Abzug würde nur der Schädiger besser gestellt.

Ich kann Ihrer Mutter nur dringend empfehlen, einen Anwalt aufzusuchen und gegen den Schädiger notfalls gerichtlich vorzugehen. Das von mir zitierte Urteil gibt Ihnen recht.


Darüber hinaus sollten Sie die Gebäudeversicherung fragen, ob eine Fahrzeugaufprall m itversichert wäre. Dann könnte der Gebäudeversicherer vorregulieren und seine Aufwendung vom Schädiger zurückfordern.


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Kommentar von Lumpazi77
14.04.2016, 19:17

So ein Schwachsinn, als ob das Urteil eines Amtsgerichts relevanz hätte ! Sie sollten sich mal mit der Rechtsprechung und tatsächlicher Handhabung auseinandersetzen ! Das Urteil dieses Amtsgerichts hat null Wirkung !

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die Frage ist ja, warum der Versicherer nicht mehr als EUR 1.000,-- zahlen will. Ich nehme an, es geht um einen Abzug neu für alt. Dieser Abzug ist auch berechtigt, wenn das Fenster früher eine Einfachverglasung hatte und heute wegen der Wärmeschutzvorschriften eine Mehrfachverglasung eingebaut wird. Da tritt ja definitiv auch eine Wertverbesserung ein. Insofern ist der Verweis auf das AG-Urteil von Buerger41 tatsächlich Unfug. Abgesehen davon, dass ein AG-Urteil generell keine so große Bedeutung hat, ist der dort geschilderte Fall mit Deiner Situation nicht vergleichbar. Denn hier ist die Wertverbesserung für Deine Mutter ja auch tatsächlich spürbar - z.B. durch die gesparten Heizkosten, den besseren Schallschutz und dass die Grenznutzungsdauer des alten Fensters vermutlich ohnhin schon erreicht war.

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Kommentar von Buerger41
15.04.2016, 11:47

Wenn Sie das Urteil gelesen hätten, wäre Ihnen sicher aufgefallen, dass der Amtsrichter sich u.a. auf die Rspr. des BGH zu diesem Thema stützt.

Desweiteren nehmen Sie eine Tatsache an und bauen darauf eine Argumentation recht laienhaft auf. Man merkt, dass Rechtswissenschaft für Sie ein Fremdwort ist.

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Kommentar von ReDragon88
07.05.2016, 01:20

Mal so vom gesunden Meschenverstand her betrachtet...jemand der nichts dafür kann, dass ihm/ihr etwas zerstört wurde, soll trotzdem mit seinem eigenen Geld für den schaden aufkommen? Jeder Schaden an einem PKW wird dem Schuldigen 1:1 vergolten, egal wie alt und bei Häusern soll das variieren? Humbug! Wenn ein Haus eben nun mal durch gesetzliche Vorschriften so nicht mehr da stehen darf, dann soll das der gute Staat doch von vornherein antadeln und nicht er in solch einem Fall!

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Haben Sie schon Kontakt zu IHRER Wohngebäudeversicherung aufgenommen?

Oft besteht die Möglichkeit diese Art von Schäden durch die eigene Wohngebäudeversicherung regulieren zu lassen. Ja nach dem welcher Tarif besteht, werden sämtliche Kosten übernommen.

 

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1. Möglichkeit, Eure (wenn Ihr habt) Rechtsschutzversicherung fragen.

2. Euren Gebäude-Versicherer um Rat fragen.

Ich würde mir das nicht gefallen lassen und evtl. (nach den Erkundigungen bei der Versicherung) einen unabhängigen Gutachter einschalten.

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