Frage von pinki1900, 139

Auto fahren was nicht auf einen selber zugelassen ist, erlaubt?

Dürfte ich mit dem Auto von meinem Freund fahren wenn es auf ihn und seine Mutter nur zugelassen ist ? Er meint ich darf dass garnicht weil ich nicht angemeldet bin aber man darf doch mal ein Auto ohne Aufwand ausleihen ? Zb wenn er es mal nen Tag nicht braucht oder ich ihn fahre

Expertenantwort
von machhehniker, Community-Experte für Auto, 39

Diesbezüglich kursiert einiges Halbwissen das oftmals falsch gedeutet wird.

Ein Fahrzeug ist auf Einen oder eine Firma zugelassen, nicht auf Mehrere. Damit es zugelassen sein darf muss es haftpflichtversichert sein.

Wenn ein Fahrzeug ordnungsgemäss zugelassen ist darf Jeder damit fahren der eine Fahrerlaubnis dafür besitzt. Also darfst Du ohne Weiteres das Auto fahren wenn es Dir von Besitzer, Versicherungsnehmer und Halter erlaubt wurde.

Das Problem entsteht bei der Versicherung. Die gibt Rabatte wenn nur ein bestimmter Personenkreis das Fahrzeug fährt. So ein Rabatt beansprucht Dein Freund und dessen Mutter sehr wahrscheinlich.

Wenn nun Jemand mit dem Auto fährt, der laut Angaben bei der Versicherung nicht damit fahren würde und der dann einen Unfall verursacht können wirkliche Probleme eintreten.

Die Haftpflicht, also Fremdschäden, würden jedenfalls von der Versicherung übernommen werden. Weil man aber einen nicht zustehenden Rabatt beansprucht hat kann der im Nachhinein fällig werden und zusätzlich kann noch eine Vertragsstrafe auferlegt werden. Das kann zusammen teurer werden als der eigentliche Schaden ist. Kasko-Schäden brauchen Aufgrund des Vertragsbruchs gar nicht von der Versicherung übernommen werden.

Zusammenfassend ist es Dir nicht gesetzlich verboten das Auto zu fahren, wegen dem finanziellen Risiko ist es aber absolut nicht zu empfehlen ohne dies vorher mit der Versicherung abzuklären.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Du unterstellst anderen Menschen Halbwissen,  hast jedoch selbst auch nicht mehr als Halbwissen....

Was Du zur Haftpflichtversicherung geschrieben hast ist relativ richtig,  aber wie kommt man bitteschön darauf dass eine Kaskoversicherung nicht leisten muss?

Richtig ist:

Die Kfz Haftpflichtversicherung und Kaskoversicherung muß bedingungsgemäß Schadensersatz leisten wenn jemand der vom Halter berechtigt wurde das Kfz zu fahren  jedoch nicht zum Fahrerkreis gehört, einen Unfall mit dem Kfz verursacht.  Die Versicherung kann und wird die höheren Beiträge, die fällig gewesen wären wenn die betreffende Person zum Fahrerkreis gehören würde bis zu einem Jahr rückwirkend nachfordern. Ausnahmen gelten, wenn der nicht zum Fahrerkreis gehörende das Kfz nur gelegentlich im Auftrag einer zum Fahrerkreis gehörenden Person benutzt (zb um wichtige Besorgungen im Auftrag eines regelmäßigen Fahrers zu erledigen wie zb Medikamente von der Apotheke holen oder einen regelmäßigen Fahrer auf einer längeren Fahrstrecke abzulösen)

Kommentar von BenniXYZ ,

Moin Rudi, dein Ton macht schon wieder ratlos. Nicht alle Versicherungen gehen so vor wie von dir beschrieben, Ist das nun ebenfalls Halbwissen? Wie die einzelne Gesellschaft vorgeht bei Vertragsverletzungen ist recht unterschiedlich und steht in den Versicherungsbedingungen.

Antwort
von Rockuser, 57

Die Haftpflicht greift auf jeden Fall. Wenn der Versicherung durch einen Unfall  oder ähnlichem bekannt wird, das das Fahrzeug von 3. genutzt wird, wird der Tarif korrigiert, auch Rückwirkend.

Die Kasko kann sich allerdings weigern den Schaden am eigenen Fahrzeug zu übernehmen.

Daher, lass das.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Falsch:

Für die Kaskoversicherung gilt das gleiche wie für die Haftpflichtversicherung

Antwort
von claushilbig, 8

Man muss unterscheiden zwischen der Zulassung und der Versicherung!

  • Grundsätzlich darf man auch Autos fahren, die nicht auf einen selbst zugelassen sind - sonst könnten alle Mietwagen-Firmen und Carsharing-Organisationen dicht machen, und kein Lkw- und Busfahrer könnte seine Arbeit machen ...
  • Es gibt allerdings Versicherungen (inzwischen sind das die meisten), die günstigere Tarife anbieten, wenn man im Vertrag zusichert, dass nur bestimmte Personen das Fahrzeug fahren. Wenn man einen solchen Vertrag hat (und ich nehme mal an, dass das bei Deinem Freund der Fall ist), kann es zu Problemen führen, wenn jemand, der nicht im Vertrag eingetragen ist, mit dem Auto einen Unfall hat. Dann muss die Versicherung zwar auch erst mal zahlen, sie kann aber - je nach Vertragsbedingungen - zumindest rückwirkend den "normalen" Versicherungs-Beitrag vom Versicherungsnehmer fordern oder vielleicht sogar die komplette Schadenssumme.

Also: Verboten ist es nicht, und solange nichts passiert, ist das alles kein Problem, aber wenn doch, dann könnte die Versicherung Ärger machen ...

Antwort
von kevin1905, 30

Wenn der Halter es gestattet und dich in Besitz einer Fahrerlaubis der Klasse B befindest, darfst du selbstverständlich das Auto fahren.

Antwort
von Akka2323, 67

Es gibt Versicherungen, da dürfen nur bestimmte Personen das Auto fahren. Dafür bezahlt man dann weniger. Wenn es bei Deinem Freund so ist, fährst Du unversichert. Ich habe das damals nicht so gemacht, weil meine Freundin mein Auto Lüfters gefahren ist. Es kommt also auf den Versicherungsvertrag an.

Kommentar von Akka2323 ,

Öfters...

Kommentar von Crack ,

fährst Du unversichert.

So lange es eine Haftpflicht gibt fährt niemand unversichert.

Kommentar von Furino ,

Die Haftpflichtversicherung deckt den Schaden ab, welches durch das Fahrzeug entstanden ist.

Wer das Fahrzeug letztendlich führte ist ohne Belang.

Aber: Habe ich mich im Vertrag verpflichtet, nur selbst zu fahren und dafür einen Rabatt in Anspruch genommen, kann es zu einer Nachzahlung des Rabattes kommen.

Kommentar von Akka2323 ,

Wenn die Versicherungsbedingungen so sind, dass nur Mutter und Sohn das Auto fahren dürfen, dann ist ein anderer Fahrer nicht versichert.

Kommentar von Rockuser ,

Doch, wenn das Auto zugelassen ist, muss es Versichert sein, für jedermann. Allerdings nur Haftpflicht.

Wenn Rabatte auf Einzelnutzer bestehen, wird die Versicherung die Tarife rückwirkend vorderen.

Kommentar von RudiRatlos67 ,


Doch, wenn das Auto zugelassen ist, muss es Versichert sein, für jedermann. Allerdings nur Haftpflicht.


So wäre der Satz richtig:
Doch, wenn das Auto zugelassen ist, muss es Versichert sein, für jedermann der vom Halter die Genehmigung hat das Fahrzeug zu benutzen. Das gilt für Haftpflicht und Kaskoschutz


Wenn Rabatte auf Einzelnutzer bestehen, wird die Versicherung die Tarife rückwirkend vorderen.

richtig....
bis zu einem Jahr rückwirkend



Kommentar von Crack ,

Stimmt nicht.

Wenn nur Mutter und Sohn als Fahrer benannt sind dann spart man dadurch einen Teil der Beiträge. Trotzdem ist aber jeder Fahrer versichert der eine entsprechende Fahrerlaubnis besitzt.

Sinn der KFZ-Haftpflicht als Pflichtversicherung ist es das sie
1. jeder abschließen muss und
2. das sie ein Geschädigter zu seinem Recht kommt.

Kommentar von kevin1905 ,

NEIN, NEIN, NEIN!

Eine KFZ-Haftpflicht versichert Fahrzeuge, nicht ihre Fahrer. Sie muss immer leisten, wenn durch das Fahrzeug ein Schaden verursacht wird.

Dies gibt das Pflichtversicherungsgesetz so vor und kein Versicherer kann durch AKB hiervon abweichen!

Kommentar von Xipolis ,

Dennoch liegt bei einem Fremdfahrer ein Verstoß des Versicherungsnehmers vor. Es sei denn der Vorgang ist durch außergewöhnliche Umstände gerechtfertig wie bspw. einen Schwächeanfall des festgelegten Fahrers.

Kommentar von RudiRatlos67 ,


Dennoch liegt bei einem Fremdfahrer ein Verstoß des Versicherungsnehmers vor.

Das ist richtig.... bei dem Verstoß handelt es sich um die Obliegenheitsverletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht und/oder der Anzeigepflicht gefahrerhöhender Umstände

Die Konsequenzen daraus sind gesetzlich eindeutig gereglt.
Frei wiedergegeben lautet das Gesetz folgendermaßen:
Bei einer Obliegenheitsverletzung muss der Versicher das höhere Risiko tragen wenn er es auch eingegangen wäre wenn der Umstand bekannt gewesen wäre. Er darf den Mehrbeitrag der durch den Umstand fällig gewesen wäre bis zu einem Jahr rückwirkend nachfordern

Kommentar von kevin1905 ,

Dennoch liegt bei einem Fremdfahrer ein Verstoß des Versicherungsnehmers vor.

Natürlich.

Das ist eine Obliegenheitsverletzung, die dazu führt, dass der Versicherer die Prämie zur letzten Hauptfälligkeit mit korrektem Fahrerkreis nacherhebt und ggf. eine Vertragsstrafe von bis zu einem Jahresbeitrag ausspricht.

Antwort
von jimpo, 15

Darfst Du. Das Auto muß versichert sein. Beim fahren Führerschein und Autopapiere beim fahren nicht vergessen.


Antwort
von skyberlin, 51

Du darfst jedes angemeldete und versicherte Auto fahren, vorausgesetzt: Führerschein.

Versicherungsfragen: anderes Kapitel.

Antwort
von Cemmo34, 59

Fahren darfst du jedes Auto egal von wem Hauptsache der ist nicht geklaut, aber wenn du einen Unfall bauen solltest wird es die Versicherung nicht zahlen weil das Auto nicht auf dich angemeldet ist, der Besitzer des autos wäre also wirklich dran aber ansonsten wäre es erlaubt ja

Kommentar von Crack ,

wird es die Versicherung nicht zahlen weil das Auto nicht auf dich angemeldet ist,

Das ist nicht richtig,
eine Haftpflicht zahlt immer.

Kommentar von Cemmo34 ,

Aber nur bei Personen auf den der Wagen angemeldet ist.

Kommentar von Crack ,

Nein, jede Person mit Fahrerlaubnis.

Die Haftpflicht zahlt in jedem Fall - dafür ist sie als Pflichtversicherung da.

Kommentar von claushilbig ,

Dann würde bei Miet- oder Firmenfahrzeugen ja keine Versicherung zahlen ...

Antwort
von 99xtreme98, 47

Klar darfst du das, nur wenn du einen Unfall baust, zahlt das sie Versicherung nicht. Nur bei Unfällen, die der Sohn und die Mutter gebaut hat zahlt sie aber sonst spricht nichts dagegen.

Kommentar von rotweinfan67 ,

Falsch ! Der Fahrzeughalter haftet für den Schaden auch dann.

Kommentar von derhandkuss ,

Das Auto ist versichert, nicht die Fahrer! Die Versicherung ist nur in ganz wenigen Ausnahmefällen von der Regulierung des Schadens befreit (wenn der Unfall beispielsweise vorsätzlich herbeigeführt wurde). Ansonsten kann die Versicherung lediglich eine zusätzliche Prämie wegen falscher Angaben im Versicherungsvertrag fordern.

Kommentar von kevin1905 ,

nur wenn du einen Unfall baust, zahlt das sie Versicherung nicht.

Eine KFZ-Haftpflichtversicherung muss bei einem Unfall immer und ohne Ausnahme den Fremdschaden regulieren.

Kommentar von machhehniker ,

Genau, selbst bei grober Fahrlässigkeit, Vorsatz, in Verbindung einer Straftat,... Die Versicherung darf dann uU die Schadenssumme vom Verursacher zurückholen, aber zunächst hat sie den Schaden zu begleichen.

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