Frage von Ina13324, 110

Auto fahren - Wann schalten?

Ich habe bereits 6 Fahrstunden hinter mir und fahre aktuell zum üben noch mit meinem Vater. In der FS bin ich immer mit einem Diesel Auto gefahren und heute das erste mal mit einem Benziner (mein Auto).

Mir ist das Auto 5 mal abgestorben. Beim Diesel war das so, dass ich beim starten die Kupplung + Bremse gedrückt habe, dann von der Bremse runter, Handbremse raus, 1 Gang/Rückwärtsgang und Kupplung kommen gelassen habe, bis das Auto angefahren ist.

Bei der roten Ampel das gleiche nur ohne Handbremse. Jetzt ist es aber so, dass mir auf Kreuzungen der Motor abstirbt, da ich vergesse, leichtes Vorgas zu geben.. ich komme da total durcheinander.

Wie soll ich das am besten machen? Habt ihr Tipps für mich? Zusätzlich habe ich die Angewohnheit beim Bremsen immer zu kuppeln.. einfach damit ich im Notfall gleich stehen bleiben kann und auch irgendwie um das herunterschalten zu umgehen :D

Das ist alles zu viel auf einmal, ich fahre 70khm/h, sehe das vorne eine rote Ampel kommt, kupple und bleibe dann stehen.. obwohl ich eigentlich locker noch runterschalten könnte.

Ich weiß einfach nicht, welchen Gang ich gleich einlegen soll und bin dann total verwirrt.. sollte ja eigentlich viel schneller gehen aber ich muss immer zuerst überlegen und dann ist meistens schon alles zu spät und ich konzentriere mich nicht mehr richtig auf die Straße.

Und den Vogel habe ich auch noch abgeschossen.. kurz vor einer eher engeren Kurve habe ich erstmal noch in den dritten Gang geschalten.. einfach weil ich so mit dem schalten und dem aufs tacho schauen beschäftigt war, dass ich ganz vergessen habe, auf die Straße zu achten...

Bin total fertig mit den Nerven, hab Kopfschmerzen und die Füße tun weh.. das ist alles soooo anstrengend..

Wie kann ich das besser machen? Habt ihr Tipps für Fahranfänger?

Antwort
von PoisonArrow, 53

Finde ich echt schlimm, dass Du solche Fragen stellen musst. Schließlich hast Du einen gut an Dir verdienenden Fahrlehrer!

Übung macht den Meister - während alle "das Fahren betreffende" Vorgänge und Abläufe sich anfangs scheinbar stapeln und Du überfordert zwischen Schaltknüppel, Scheibenwischer, Blick auf den Tacho, Blick über die Schulter und im richtigen Moment Kupplung kommen lassen ruderst, schon bald denkst Du kaum noch darüber nach und handelst automatisch.

Nach 6 Stunden ist man noch nicht so sattelfest, dass all diese Dinge sitzen und Du Dich "nur noch" auf den Verkehr konzentrieren kannst. Also solltest Du nicht ganz so selbstkritisch sein und Dir auch mal den einen oder anderen Fehler gönnen.

Vergleichbar mit einer Schule: kenne keinen Schüler, der bereits nach der ersten Klasse das 1 x 1 beherrschte.

Kann sein, dass der eine oder andere vielleicht etwas schneller fahren lernt, aber das ist für Dich nicht spannend und kein Maßstab. Akzeptiere Deine Lerngeschwindigkeit als DAS, was letztendlich das Tempo Deiner Fortschritte bestimmt. Klar, dass ein guter Fahrlehrer einiges dazu beitragen kann.

Sprich mit dem Fahrlehrer und bitte ihn ansonsten, eine Übungsstunde mit einzubauen, wo Ihr in einem "Wenig-Verkehr"-Bereich elementare Dinge übt und die Koordination der Abläufe trainiert, damit Du sicherer wirst.

Sei nicht so streng mit Dir!

Grüße, ------>

Kommentar von Ina13324 ,

Danke!
Ja, mein Fahrlehrer verdient zwar gut mit mir aber leider ist er im Erklären nicht sonderlich hilfreich. 

Beispiel: Als ich zum ersten mal einparken sollte, stieg er aus dem Auto und sagte "ich gehe jetzt einen Kaffee holen, in der Zwischenzeit übst du das einparken." - ich hatte natürlich überhaupt keine Ahnung wie ich überhaupt anfangen soll. Ich kann die Seitenabstände nicht einschätzen und weiß auch nicht, wie weit ich vor/ruckwärts fahren kann... dementsprechend habe ich mich auch angestellt bis er dann nach 15 Minuten (in denen er das ganze aus der Ferne beobachtet hat) gekommen ist und gesagt hat, dass wir das in einer nächsten Fahrstunde nochmal machen...

Ich bin generell einfach viel zu ängstlich und mache dadurch auch noch mehr Fehler. Wenn mir dann das Auto auch noch an der Kreuzung absäuft würde ich am liebsten aussteigen und davonlaufen....

Kommentar von PoisonArrow ,

vielleicht hast Du die Möglichkeit, privat (auf "geschlossenem" Grundstück) zu üben oder auf einem Verkehrs-Übungsplatz.

Ansonsten würde ich dem Fahrlehrer schon recht deutlich sagen, dass ich seine Methode zur Vermittlung der Kenntnisse bei weitem nicht zufriedenstellend finde!

Wenn der Fahrlehrer nicht gleichzeitig auch der Inhaber der Fahrschule ist, würde ich auch mal mit einer Meldung "nach oben" wedeln, vielleicht ist er dann ja etwas rühriger.

Finde ich nicht ok, den Schüler selbst rumgurken lassen und mit dem Kaffee in der Hand ne Auszeit zu nehmen.

Setz Dich durch - es ist Dein Geld, und dafür kannst Du die entsprechende Gegenleistung verlangen.

Grüße, ----->

Kommentar von EddiR ,

So ist es. Außerdem ist das Verletzung der Aufsichtspflicht. Grob fahrlässiges Verhalten (wenn der Fahrlehrer aussteigt, kann er bei Gefährdung z.B eines Passanten nicht mehr eingreifen.) und ganz nebenbei, wenn kein Fahrlehrer im Auto sitzt, ist das Fahren ohne Führerschein.

Einfacher TIPP von mir:

Wechsel die Fahrschule! 

Für das Geld, daß Dir die FS aus der Tasche zieht, kann man etwas mehr erwarten, als einen Fahrlehrer, der sich Kaffee holt.... unglaublich... wie dreist...!!!

Kommentar von machhehniker ,

Da hätte der Schüler mal kräfig irgendwo gegenrumsen sollten damit der Lehrer so einen Mist nicht mehr macht!

Antwort
von rachtzehn, 28

Du kannst das ja, und machst dich verrückt, merke! 10kmh =1. / 20kmh=2. /30kmh=3. Gang und so weiter... wenn du merkst das der Motor nicht mehr will dann Kupplung und ein runter. / wenn du auf die Ampel ran fährst kannst du die 30kmh=3. Gang regen nehmen. Und wenn du am Anfang zum Bremsen die Kupplung trittst is das auch ok. Mit der Zeit merkst du dann die Feinheiten. Also weiter so und viel Spaß 😊

Kommentar von Gummibusch ,

Versuche das mal mit einem Golf 1,6TDI mit den Geschwindigkeiten und den Gängen...nicht wenige Fahrschulen haben den im Einsatz.

Kommentar von rachtzehn ,

Es is ja eine große Richtlinien. Alternativ kann man auch dem Prozess 10kmh hoch setzen also bis 20den ersten 30den zweiten... das is aufjedenfall in Ordnung. Und wenn man Übung hat geht das alles von selbst. Also keine Sorge. Auch bei einem Diesel 😉

Kommentar von rachtzehn ,

Grobe Richtlinie*

Expertenantwort
von fuji415, Community-Experte für Auto, 25

Erst mal das üben mit dem Vater ganz einstellen den das ist nicht hilfreich eher das Gegenteil davon und dann darf der Fahrlehrer den Mist den Du bei deinem Vater erlernt hast austreiben 

darum geht auch so viel schief den das ist so falsch mehr geht da nicht auch auf Übungsplätzen sollte  man nicht üben gehen es sei mit Fahrlehrer oder die das so gut können und vermitteln das kann dein Vater sehr wahrscheinlich garnicht . 

Und man schaut nie auf den Tacho den so was läuft neben bei und schaut da nicht drauf genau so wie auf das Handy . 

Nur Fahrstunden da wird geübt zuhause nicht das geht immer nach hinten los den so was lohnt nie und macht den Schein nur noch teurer weil man Stunden braucht um den Mist auszutreiben der von zuhause kommt . 

Erst wen man den schein hat kann man üben gehen aber nicht 1 Minute vorher .  

Antwort
von Gummibusch, 60

Kommst Du in der Fahrschule denn besser zurecht?

Und falls ja,  liegt es am Fahrzeug,  an der Begleitung oder eventuell an beidem? 

Vielleicht wäre es auch besser Du machst noch Übungen auf einem Verkehrsübungsplatz um die Technik etwas besser zu verinnerlichen. ☺

Antwort
von Lance3015, 44

zum anfahren mit benziner erst leicht gas geben und danndie kupplung loslassen, is scho richtig :D darfst es halt ned vergessen

und vor ampeln unso schaltest du halt langsam runter und bremst langsam mit dem motor bis zum dritten gang. dann bei ca 30kmh im dritten gang kannste dann langsam kuppeln und stehen bleiben vor der ampel.

Antwort
von rednblack, 52

Du machst dir unnötig das Leben schwer. Auto ist n Tick schwerer zu fahren als Fahrrad, aber das geht dir irgendwann in Fleisch und Blut über. Vorzugsweise noch vor der Prüfung, aber das haut nur hin, wenn du nicht mehr ständig mitzählst, wie oft dir die Kiste absäuft.

Kommentar von Ina13324 ,

Vielleicht hast du Recht. Für mich ist es halt insofern schwer, da es einfach "zu viel" auf einmal ist. Straße beobachten, bremsen, wissen in welchem Gang ich bin, soll ich nun schalten oder auskuppeln?, welchen Gang brauche ich?, was tue ich, wenn die Ampel gleich auf grün schaltet? Würge ich den Motor gleich wieder ab?"

Durch dieses ganze denken kann ich mich auch nicht wirklich konzentrieren, bekomme extrem schnell Kopfschmerzen und einfach die Lust auszusteigen und mein Leben lang mit der Bahn zu fahren...

Danke für deine Worte!

Kommentar von rednblack ,

Na, gerne doch. Aber auch im öffentlichen Nahverkehr gibts so viel zu erledigen. Fahrkarte ziehen, in den richtigen Bus/Zug steigen, einen Platz neben jemand suchen, der offensichtlich keine ansteckende Krankheit hat. Oder denk nur mal an die Zubereitung von Mahlzeiten. Viele Sachen, auch welche, die du jetzt schon ohne großartiges Nachdenken machst, erfordern dieses Multitasking.

Und das Abwürgen eines Motors ist nun wirklich das geringste deiner Probleme. Da zählen doch viel mehr die ganzen Leute, die du noch nicht über den Haufen gefahren hast, die Blechschäden, an denen du nicht beteiligt warst usw.

Der Führerschein erfordert nun mal den Beistand eines Fahrlehrers und eine abschließende Prüfung, bevor du auf den Verkehr losgelassen wirst. Aber was am Ende zählt, ist die Verantwortung, die du für deine Mitfahrer und die anderen Verkehrsteilnehmer auf dich nimmst.

Niemals zählt der jeweils richtige Gang (ok, an der Tankstelle und in der Werkstatt) das Kratzen im Getriebe.  Jeder glaubt sowieso, er könnte es besser. Sorg halt dafür, dass du am Anfang nur blinde Taubstumme mitnimmst. ;D

Allzeit gute Fahrt!

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