Frage von rotesand, 132

Auto fällt beim einen TÜV durch & kommt dann doch problemlos durch bei anderer Stelle -------> wie geht das?

Hallo!

Gesetzt den Fall, ein Auto wird zur TÜV Durchsicht in eine freie Werkstatt gebracht, die lauter Mängel feststellt & behauptet, das Auto würde mindestens 500 Euro Reparaturbedarf in Anspruch nehmen. Angeblich hätte das ein TÜV Prüfer festgestellt, Nachweise darüber gibt es keine. Die Werkstatt steht aber in dem Ruf, Geldschneiderei zu betreiben.

Eine Woche später wird das Auto vom Besitzer zum TÜV direkt gebracht wo es anstandslos die neue Plakette erhält ohne Mängel & Probleme. AU und TÜV sind sofort erledigt ohne dass an dem Auto was auffällt.

Ich frage mich, wie kann das eigentlich zustandekommen?!

Da muss es doch 'ne Erklärung geben!

Herzlichen Dank & viele Grüße!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Pangaea, 73

Die Werkstatt will einen Auftrag, ganz einfach. Der angebliche TÜV-Prüfer ist vielleicht nur erfunden.

Genau sowas ist in meinem Bekanntenkreis auch mal passiert - nur dass der Wagen in der Werkstatt eines Autohauses war, und die wollten dann gleich noch einen Neuwagen verkaufen, weil der alte Wagen angeblich so viele Mängel hatte, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnen würde.

Der Wagen kam jedoch ohne Beanstandung durch den TÜV.

Kommentar von rotesand ,

Danke, das hat meine Vorahnung bestätigt.

Super Antwort :)

Kommentar von Pangaea ,

Und ich danke für das Sternchen!

Antwort
von HalbesHaehnchen, 61

Tja, die kleinen Werkstätten wollen, müssen und können so eben Geld verdienen. Da ist es nicht selten so, dass die Bremsscheiben oder Beläge, die eigentlich noch gut sind, getauscht werden weil sie "anscheinend" verbraucht und nicht mehr verkehrssicher sind....

Auch gerne werden getauscht: Die Fahrwerksfedern, die anscheinend zu brechen drohen weil sie rosten; Kleinigkeiten am Fahrwerk wie Koppelstangen weil sie anscheinend ausgeschlagen sind; Ventildeckeldichtungen weil minimal Öl austritt,...

Ich weiß schon warum ich immer zuerst direkt zum TÜV fahre. Der kann kein Geld an Reparaturen verdienen und sagt mir ehrlich was kaputt ist und was nicht. Die 12€ für die Nachuntersuchung falls was am Auto nicht stimmt stören mich wenig..

Was natürlich auch sein kann ist, dass der eine TÜV Prüfer (in diesem Fall der der freien Werkstatt) das Auto kritischer untersucht als der andere. Für den einen sind die angerosteten Fahrwerksfedern OK solange sie nicht gebrochen sind, der andere sieht ein Risiko in ihnen. Dem einen ist der leicht ölfeuchte Motor egal, dem anderen nicht. usw.

Grüße

Kommentar von TransalpTom ,

Ich weiß schon warum ich immer zuerst direkt zum TÜV fahre. Der kann kein Geld an Reparaturen verdienen und sagt mir ehrlich was kaputt ist und was nicht. Die 12€ für die Nachuntersuchung falls was am Auto nicht stimmt stören mich wenig..

Die einzige richtige  Entscheidung um dem Beschiss der in der Frage beschrieben wurde zu entgehen.

Kommentar von HalbesHaehnchen ,

Jap...das blöde dabei ist allerdings wieder, dass man mit diesem Vorgehen dafür sorgt, dass Fiat, Citroen, Peugeot und sonstige Hersteller von eher günstigen Autos niemals von den untersten Plätzen des TÜV-Reports o.ä.  wegkommen. Bei diesen Herstellern ist dieses Vorgehen (direkt zum TÜV ohne Kenntnis der Mängel) nämlich die Regel. Fahrer von teureren Autos dagegen gehen in die Werkstatt und lassen den TÜV da machen, sie bestehen natürlich auf Anhieb. Da habe ich fast schon Mitleid mit Fiat und co^^ aber was will man machen?

Kommentar von LukeLukas ,

Tja, die kleinen Werkstätten wollen, müssen und können so eben Geld
verdienen. Da ist es nicht selten so, dass die Bremsscheiben oder
Beläge, die eigentlich noch gut sind, getauscht werden weil sie
"anscheinend" verbraucht und nicht mehr verkehrssicher sind....

Nicht die kleinen Werkstätten sind das... Das sind die mit den Glaspalästen und einem riesen Wasserkopf in der Zentrale.

Bei uns z. B. gehäuft vorkommend von Jou jou jou joujou und fröhlich winkend an der Pitlane.

Antwort
von Genesis82, 34

Ich sehe hier 3 Möglichkeiten:

1) Die Werkstatt behauptet die Mängel, entweder weil sie der Meinung sind, dass die Prüfung nicht bestanden wird oder bewusst, um den Kunden was verkaufen zu können.

2) Der Prüfer hat in gewissen Dingen einen kleinen Ermessensspielraum. Es kann also sein, dass der erste Prüfer wegen eines Mangels die Plakette verweigert, der zweite Prüfer das aber noch gerade so durchgelassen hat

3) Die Prüfer sind auch nur Menschen. Der zweite Prüfer könnte den Mangel übersehen haben.

Ich hab da schon viel erlebt und Autos durchfallen sehen, die hätten durchkommen sollen und andersrum.

Antwort
von chevydresden, 53

So ist das nun mal bei ATU. Die Werkstatt stellt "Mängel" fest und behauptet, dass eine Reparatur für die Zuteilung der Plakette notwendig ist.

Bei uns läuft das anders: Der TÜV-Mann schaut sich das Auto an und anschließend wird laut Bericht repariert. Das kommt für den Kunden günstiger und schafft Vertrauen. Sind so große Mängel vorhanden, dass die Reparatur einen wirtschaftlichen Totalschaden bedeuten würde, schreibt "unser" Prüfer meist nicht mal eine Rechnung.

Kommentar von rotesand ,

War der Wagen von meinem Bruder, ein 12 Jahre alter Mittelklassejapaner.. zu ATU hat er den aber nicht gebracht, war 'ne freie Werkstatt hier vor Ort!

Antwort
von liliho, 75

Naja... das Gute ist ja, dass die Erteilung des Tüv keine Ermessenssache ist. Entweder dein Auto erfüllt die Anforderungen oder eben nicht. Entweder haben sie beim TÜV direkt Mist gebaut und dir eine Plakette gegeben, obwohl dein Auto nicht mehr verkehrssicher ist oder du wurdest beim ersten Termin verarscht. Eins von beidem muss richtig sein, es gibt keine Grauzone.

Kommentar von DeletedUser ,

Nicht ganz wenn eine Lampe kaputt ist, kann der TÜV-Mann die Plakette geben, kann sie aber auch verweigern

Kommentar von pwohpwoh ,

Sicher haben die HU-Prüfer einen Ermessensspielraum, der unmöglich bei allen gleich sein kann.

Einerlei - hier geht es ja nur um die Kreativität einer geldgeilen Werkstatt. Auch die gibt es zu Hauf. Also Augen auf !

Antwort
von migebuff, 42

Angeblich hätte das ein TÜV Prüfer festgestellt, Nachweise darüber gibt es keine.

Das ist nicht möglich. Schon allein desshalb nicht, weil ein Prüfer nicht umsonst arbeitet.

Kommentar von Genesis82 ,

Nicht ganz, in unserer Wekrstatt bricht der Prüfer auch ab, wenn er feststellt, dass das Auto die Prüfung nicht bestehen wird, lässt uns dann reparieren und prüft erneut. Für die erste Prüfung berechnet er dann nichts, auch eine erhöhte Nachprüfungsgebühr wird nicht verlangt. Allerdings nur, wenn es sich um kleine Reparaturen handelt und die Prüfung noch am selben Tag ein zweites Mal erfolgen kann.

Expertenantwort
von ronnyarmin, Community-Experte für Auto, 21

Die Erklärung hast du in der Frage doch selbst gegeben: Die Werkstatt steht aber in dem Ruf, Geldschneiderei zu betreiben.

Antwort
von DeletedUser, 43

Für mich zeigt das nur das die Werkstatt Geld machen will...
Ich gehe bevor ich irgendwas machen lasse immer erst zum TÜV wenn der was findet kann man es immer noch reparieren lassen

Antwort
von MancheAntwort, 39

so füllt man Auftragsbücher !

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