Autisten Kinder?

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6 Antworten

Bitte bitte, nun keine "voreiligen Schlüsse" ziehen.

Wenn Förderungsbedarf vorhanden ist, dann eine Ergotherapie oder ähnliches hinzuziehen. Aber dann nicht, weil sein Verhalten im Autismus-Spektrum steht, sondern weil er Untersüttzung benötigt, um sich entwickeln zu können.

Wenn er sich aber bereits entwickelt - und Fortschritte macht, dann nicht überfordern (Über-Fördern). 

Auch können gemeinschaftliche Sport-Aktivitäten die soziale Kompetenz erhöhen. Und er sich vielleicht auch "als wichtiger Teil einer Gruppe" fühlen kann.

Sein individuelles Sein ist enorm wichtig. Wie ist seine Individualität? Wo liegen seine Interessen, Begabungen? Wo seine Schwierigkeiten/was muss er noch lernen? Wie kann er mit Gefühlen umgehen - also mit Angst, Wut, Freude,...? Wird er gefördert und gefordert? [....] Und vor allem, was soll sich durch eine (Nicht-)Diagnose verändern? (Fragen für Dich, nicht um diese hier zu beantworten)

Wenn seine Mama Unterstützung braucht für die Erziehung, dann kann der Hinweis mit dem Autismus eventuell hilfreich sein. Aber bitte behandelt ihn nicht als "Autisten". Sondern nehmt sowieso seine Eigenarten wahr.

Warum ich das schreibe: ich kenne Deine Intentionen nicht. Und es gibt auch viele Kinder, die in den anfänglichen Jahren autistische Symptome entsprechen, wo diese sich aber dann "herauswachsen". Aber durch Therapien und ähnliches auch verunsichert sind.

Und weil ich selbst mit Diagnosen ein Problem habe. Weil Diagnosen eine Art "Andersartigkeit" formulieren. Die dann ggf. auch als "Entschuldigung" genommen wird, warum sich nicht entwickelt werden braucht. Auch das hilft niemanden.

Diagnosen sind hilfreich, um jemanden besser *verstehen* zu können. Damit dieser Mensch einen besseren Umgang mit sich selbst finden kann. Und nicht immer geschimpft werden braucht. Weil plötzlich sein Verhalten Sinn macht. Und vielleicht anders gefördert werden kann. Aber auf "menschlicher Ebene". Nicht auf "diagnostischer".

Mensch bleibt Mensch. Mit seinen Eigenarten und Besonderheiten. Stärken und Schwächen. Ja, das bedeutet für mich "Inklusion".

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So ein Verhalten kommt bei frphindlichem Autismus vor, muss aber nicht. Außerdem kann es auch als normale Entwicklungsphase oder durch andere Ursachen vorkommen.

Um eine Dagnose zu stellen, muss ein Psychiater das Kind länger beobachten und die Eltern gründlich ausfragen. Aufgrund von ein paar Sätzen im Internet können wir das nicht mal ansatzweise.

Wenn deine Tante ein Problem mit seinem Verhalten hat, wird sie ihr Kind schon von selbst zum Arzt bringen. Deshalb misch dich bitte nicht zu sehr in die Erziehung ein. Vorschnelle Schlüsse und falsche Frühintervention können schädlicher enden, als das Kind einfach sein Ding machen zu lassen.

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Du beschreibst hier Auffälligkeiten der Bereiche Kommunikation und wechselseitige soziale Interaktion, zwei der für die Autismusdiagnose relevante Bereiche. Zudem scheint er offenbar sehr sensitiv im Bereich der (akustischen) Reizwahrnehmung, was auf eine Reizfilterschwäche hindeuten kann.  

Das Wiederholen von Gesagtem nennt man Echolalie, die bei Autismus gelegentlich vorkommt.         

Sollte deine Tante die Entwicklung ihres Kindes hinsichtlich Autismus schon selbst als auffällig bewerten, so soll sie sich an ein Autismuszentrum in ihrer Nähe wenden. Zur richtigen Diagnose benötigt man mehr als einen Kinderarzt.    

Sollte es aber deine Intention sein, dieses Thema bei deiner Tante plötzlich aufzubringen, bedenke, dass du ihr mitteilen möchtest, dass ihr Kind eventuell eine schwere, tiefgreifende Entwicklungsstörung hat, möglicherweise behindert ist und das Behutsamkeit erfordert. Ein Fachabitur in Sozialpädagogik ist sicherlich ein schöner Anlass, seine Mitmenschen  anders wahrzunehmen oder zu analysieren, aber befähigt einen nicht, zu diagnostizieren. 

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Möglich ist es. Mit Betonung auf möglich.

Wie reagiert er auf unerwartete Berührungen?

Hält er Blickkontakt?

Hat er die Neigung, Dinge zu sortieren (nach Größe, farbe, Form...)?

Betrachtet er gerne fließendes Wasser oder glitzernde Dinge?

Zeigt er manchmal stereotype Bewegungsmuster ("Stimming")?

Wie reagiert er auf Veränderungen in seinem Umfeld, z. B. wenn Möbel anders als gewohnt stehen?

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Das sind alles nicht wirklich stichhaltige Anzeichen. Das kann genauso gut die normale Entwicklung des Kindes sein. Gemischt mit etwas schlechter Erklärung.

Wie reagiert das Kind auf Veränderungen?
Erträgt es Berührungen?
Kann es Augenkontakt halte?
Was spielt das Kind?

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Einige Zeichen für Autismus scheinen vorhanden zu sein, genauer kann das aber nur ein Facharzt bzw. Psychiater bestimmen.

Liebe Grüße,
Merlchen1607

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