Frage von Annyie, 58

Ausziehen von zu Hause mit 27. Welche hab ich?

Hi, ich weiß das ist eine oft gestellte Frage und mit 27 endlich von zu.Hause aus ziehen wollen erscheint in manchen Augen recht spät, aber vorher ließ sich Finanzell nicht mal im Traum daran denken. Im Grunde hat sich meine Lage nicht viel geändert, ich mach zwar eine Ausbildung zur Erzieherin und geplant ist ab September mein Annerkennungsjahr zu beginnen. Und ich helfe nebenher noch 8 Stunden in einem Laden aus. Komme aber wegen diverser Schulden nicht vor und rückwärts... Bafög konnte ich zwar beantragen aber da stellen sich meine Eltern quer die Anträge richtig auszufüllen. Abgesehen versteh ich mich eigentlich ganz gut mit ihnen. Ich würde ja auch gern mit meinem Freund zusammen ziehen aber da dieser ebenfalls eine Schulische Ausbildung macht, ist die Lage bei ihm auch nicht rosiger. Ich wusste gern was ich machen kann bzw. an wen ich mich wenden könnte. Danke schön mal fürs lesen und eventuelle Ideen. Liebe Grüße

Antwort
von Fortuna1234, 38

Hi,

wieso wollen deine Eltern keine Angaben zu Bafög machen? Verdienen sie genug? Wovor haben sie denn Angst/Sorge?

Was hast du denn vorher gemacht? Also dein bisheriger Lebenslauf? Es kann nämlich auch sein, dass deine Eltern gar nicht mehr unterhaltspflichtig sind. Es wäre gemein von ihnen, wenn sie sich jetzt so wehren und dir damit eigentlich Geld verweigern, was dich fördern würde.

Kommentar von Annyie ,

Hab vorher keine abgeschlossene Ausbildung absolviert, viel angefangen und nichts fertig gemacht. 

Sie haben mir damals war einen Ausbildungkredit ermöglicht,  den die mir jetzt auch abzahlen. 

Und sie sagen selber das sie vermutlich genug verdienen. Nur geht ihr Geld eben auch für Haus und meine nicht erwerbstätigen Brüder drauf.

Warum die ihre Angaben nicht auf den Bogen bekommen, weiß der Geier, ich verstehe sie in dem Punkt absolut nicht.

Kommentar von Fortuna1234 ,

Wenn du schon öfter was angefangen hast und abgebrochen hast, dann sind deine Eltern gar nicht mehr unterhaltspflichtig. Also 1mal abbrechen ist erlaubt, bei einem 2. Mal verwirkst du dein Unterhaltsrecht.

Und das könnte hier sogar dein Glück sein. Wenn deine Eltern nicht mehr unterhaltspflichtig sind, kannst du den Vorausleistungsantrag stellen. Also den kompletten Bafögantrag und dann noch Formblatt 8. Dann wird die Unterhaltspflicht geprüft. Besteht diese nicht, wirst du unabhängig vom Einkommen der Eltern gefördert und das Geld wäre sogar geschenkt (Schüler-Bafög).

OB du Bafög bekommen kannst, liegt auch daran wie oft du was abgebrochen hast. Das wäre aber die einzige Chance.

Deinen Eltern musst du klar machen, dass es hier nicht um sie geht, sondern um dich. Entweder sie zahlen dir den Auszug oder sie füllen die Formulare aus und dann musst du mit der Entscheidung vom Amt leben.

Übrigens: In dem Moment, in dem du den Antrag stellst MÜSSEN deine Eltern Auskunft geben. Tun sie es nicht, wird das Amt sie zwingen, ggf. mit Bußgeld.

Ansonsten greift gar nichts mehr. Wenn du deine Eltern nicht überzeugt bekommst, dass sie einfach die Angaben machen sollen, damit du überhaupt eine Chance hast gefördert zu werden, wars das mit dem Traum vom Ausziehen. Wenn du kein Bafög bekommst, war es das dann auch, aber dann hast du wenigstens alles versucht auszuschöpfen was möglich ist.

Kommentar von Annyie ,

Danke für die ausführliche Antwort :)


Auf andere Förderungen kann ich nicht hoffen oder?

Antwort
von Otilie1, 41

bagög kannst doch du selber beantragen

Kommentar von Annyie ,

Ich bin nur Eltern bezogenedes Bafög berechtigt da ich weder eine abgeschlosse Ausbildung habe noch drei jahre am Stück gearbeitet habe.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten