Frage von paulinekfi, 95

Ausziehen mit 19 - Was steht mir zu?

Hallo. Ich bin 19 Jahre alt, wohne noch zu Hause und möchte ausziehen. Hier halte ich es keine 1 1/2 Jahre mehr aus, aus Gründen die ich jetzt nicht nennen möchte. Auf jeden Fall bin ich schon in Behandlung. Sowohl bei einem Psychiater, als auch bei meinem Hausarzt und das schon länger! Dieser Stress macht mich psychisch als auch physisch nur fertig.

In meiner Ausbildung verdiene ich nicht viel im Monat (436€ netto) und da es meine Zweitausbildung ist, wollte ich fragen was mir bei einem Auszug in die eigenen 4 Wände zusteht und an wen ich mich da am besten wenden kann. In eine WG zu ziehen ist mein Plan Z.

Ich wäre über hilfreiche Antworten sehr dankbar! Und das ist kein pubertärer Stress, sondern schon Alltag.

Danke jetzt schon mal.

LG

Antwort
von Fortuna1234, 64

Hi,

bei einer Zweitausbildung sind weder die Eltern zuständig noch gibt es staatliche Hilfe. Eine zweite Ausbildung ist reines Privatvergnügen.

Unter 25 steht dir Kindergeld zu (190€ im Monat) und du kannst mit Erlaubnis deines Arbeitgebers noch was dazuverdienen. Deine Eltern müssten dich nicht mal daheim wohnen lassen. Du zahlst daheim vermutlich keine Kost und Logis, oder? Das ist schon mehr als dir rein rechtlich zu stände.

Ich kann verstehen, dass eine eigene Wohnung gewünscht wäre, aber du bist Azubi. Und zwar in der zweiten Ausbildung. Da musst du dich eben, wie ganz viele andere, mit einer WG abfinden. Eine eigene Wohnung hab ich mir nach Jahren und Jahren Schule, Ausbildung und Studium auch erst mit einem richtigen Job leisten. Das ist aber auch normal und eine WG könntest du dir eben leisten, mehr ist nicht drin.

Moralisch kann es anders liegen, da wären aber auch die Eltern Ansprechpartner ob sie dir mehr geben als sie müssten.

Antwort
von turnmami, 48

Es steht dir gar nichts zu -außer Kindergeld. Deine Zweitausbildung ist dein Privatvergnügen, somit sind deine Eltern nicht mehr unterhaltspflichtig. Auch vom Staat wird es hier wenig geben, da Leistungen nur übernommen werden, wenn zuhause eine massive körperliche Misshandlung herrscht. Das ist aber die einzige Möglichkeit für dich: versuche dem Jobcenter klar zu machen, dass ein Auszug unbedingt erforderlich ist. Aber sei auch gefasst darauf, dass das Jobcenter die Leistungen ablehnt!

Kommentar von Fortuna1234 ,

Jobcenter springt da auch nicht ein. Denn die Eltern könnten und dürften ihn vor die Tür setzen. Er könnte ja schon arbeiten. Das mit den Misständen daheim bringt nur was wenn es die Erstausbildung ist und die Eltern unterhaltspflichtig sind. Und nur dann wird sowas übernommen, wenn daheim Gefahr für Leib und Seele ist. Hier liegt der Fall eben anders.

Antwort
von DerHans, 28

Da du volljährig bist, brauchst du niemanden zu fragen, ob du ausziehen darfst.

Dein Problem besteht darin, wie du das finanzieren willst. Vom Staat bekommst du zu 99 % NICHTS.

Antwort
von XC600, 26

mit 19 machst du schon eine zweite Ausbildung ? hast du denn die erste überhaupt abgeschlossen ? wenn ja könntest du ja theoretisch in dem Beruf arbeiten und damit dein Geld verdienen , also gibt es keinen Zuschüsse vom Staat  für dich in der jetzigen Situation ............... das einzige was du bekommen würdest wenn du ausziehst wäre das KG von deinen Eltern , das müßten sie dann an dich weiterleiten ..................... da hilft dann wohl nur dein Plan Z , denn für viel mehr wird es wohl nicht reichen .................. aber wenn es zu hause wirklich so schlimm ist müßtest du doch auch mit einem WG Zimmer zufrieden sein , oder ? Hauptsache raus zu hause .....

Antwort
von Dahika, 37

Deine Eltern sind unterhaltspflichtig. Allerdings ist deren Unterhaltspflicht damit abgegolten, wenn sie dir zu Hause ein Zimmer, Nahrung, Heizung zur Verfügung stellen. Wenn du das nicht annehmen willst, ist es deine Sache, wovon du lebst. Wenn du partout ausziehen willst, können deine Eltern finanziell gesehen auch nein sagen. "Nein, du hast hier dein Zimmer, Essen, Heizung, "  Wie gesagt, damit ist ihre Unterhaltspflicht abgegolten. 

Der Staat wird dir nur etwas beisteuern, wenn du nachweisen kannst, dass das Verhältnis zu deinen Eltern unhaltbar zerrüttet ist. Einfach ist das nicht. Nur, dass man sich oft streitet und du es nicht mehr aushältst, reicht nicht aus.

Wenn deine Gründe für die Zerrüttung akzeptiert werden, bekommst du vom Sozialamt Geld zu deinem Einkommen hinzu, aber nicht mehr als Hartz IV NIveau.

Wenn sie nicht akzeptiert werden, ist es dein Privatvergnügen, dein Leben zu finanzieren.

Kommentar von turnmami ,

Bei einer Zweitausbildung sind die Eltern nicht mehr unterhaltspflichtig!

Kommentar von Fortuna1234 ,

Bei einer Zweitausbildung sind die Eltern nicht mehr zuständig. Das heißt der Fragesteller hat schon mehr als ihm rein rechtlich zustünde. Es wäre sinnvoller die Füße still zu halten, damit nicht die Eltern drauf kommen zu fragen, was ihnen rechtlich zusteht.

Antwort
von Killeroch, 38

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