Ausziehen mit 18 trotz Schulbesuches?

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4 Antworten

In der Schweiz sind die Eltern so lange untehaltspflichtig, bis du deine Erstausbildung abgeschlossen hast. Wenn du ausziehen willst und einen guten Grund dazu hast, müssen sie dir also Unterhalt zahlen. Haben sie nicht genügend Geld bekommst du ein Stipendium. Achtung dann lebst du jedoch am absoluten Existenzminimum, was bei einem Studium sehr anstrengend sein kann! 

Ich rate dir dringend dich mit deinen Eltern gut zu stellen, sonst wird da sehr hart für dich. Möglich wäre es aber so oder so.  Muss keine liebevolle Beziehung sein, aber Streit ist zu vermeiden. ein Umzug ist da vieleicht sogar ein guter Anfang.

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Kommentar von murat27belal
12.06.2016, 22:03

Wohne in Niedersachsen und ist hier leider anders als in Bayern. Während der Schule oder während des Studiums werde ich wohl sowieso kaum zuhause sein von daher werde ich mir das glaube ich noch mal genau überlegen.

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Allenfalls kannst Du - mit Zustimmung der Eltern - das Kindergeld auf Dich übertragen lassen ...

Bis 25 wird das Wohnen zuhause als Standard gesehen und es gibt nur wenige Ausnahmen, bei denen andere Kostenträger einspringen (z.B. körperliche Gewalt oder sexueller Mißbrauch)

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Kommentar von murat27belal
12.06.2016, 22:01

Also gibt es da nichts spezielles, das mir zusteht,wenn ich ausziehe und noch zur Schule gehe?

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Hi,

also Bafög wird nichts, wenn du "nur" private Gründe für deinen Auszug hast. Da bei einem Schulabschluss nur ein Auszug gefördert wird, wenn ausbildungsbedingte Gründe vorliegen (mehr als 2 Stunden Fahrtweh zur nächstmöglichen Schule).

Wenn du ohne diese Gründe ausziehst, gibt es auch kein Bafög. Deine Eltern müssen dir auch keine auswärtige Unterkunft zahlen.

Wenn du sonst keinerlei Sach- oder Geldleistungen von daheim bekommst, dann kannst du ab 18 das Kindergeld bekommen.

Wenn du unbedingt rauswillst: Kindergeld (190€)+ 450€ Job. Am besten noch mehr arbeiten in den Ferien oder vllt sogar zwei Minijobs (dann bist du in der Gleitzone). Davon kann man sich ggf. ein kleines WG-Zimmer leisten und auf kleinem Fuß leben. Aber du hast damit dein eigenverantwortliches Leben und bist von daheim bzw. von deinem Vater weg.

Das ist möglich und geht (hab ich selbst auch gemacht). Ob du diese Einschränkungen lieber hast als die daheim, musst du selbst entscheiden. Ich denke, wenn es daheim wirklich schlimm ist, dann würde ICH mich lieber für ein knappes Leben außerhalb entscheiden. Aber denk nochmal drüber nach und schau auch am besten erstmal wie billig du wirklich wohnen kannst.

Ich hab damals nicht mehr als 230€ Miete (inkl. Nebenkosten) gezahlt und konnte dann vom Rest des Geldes gut leben. Ich hatte da (Jahr 2009) 570€ und minus Miete dann noch 240€. Das war zwar nicht geil, aber es ging - ganze 2 Jahre lang.

Aber das musst du dann entscheiden, was dir wichtiger ist. Hat alles seine Vor- und Nachteile. Staatliche Unterstützung wirst du eben nicht bekommen.

Bei einem späteren Studium sieht das wieder anders aus, aber die 2 jahre musst du erstmal irgendwie hinbekommen,

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Kommentar von murat27belal
12.06.2016, 22:20

Danke erstmal für deine Antwort. BaföG brauche ich eigentlich auch erst zum Studium hin, wenn ich bis dahin keine Arbeit gefunden habe. Aber ich denke nochmal drüber nach weil an sich habe ich es schon sehr gut zuhause und schätze, es wird mir sehr schwer fallen, plötzlich auf so knappem Fuß zu leben. Während des Studiums werde ich wahrscheinlich sowieso die meiste Zeit des Tages in der Uni verbringen und nicht zuhause. Ich denke nochmal drüber nach.

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Ich bin mit 17 in eine 2-Mann-WG gezogen und habe neben dem Abi gejobbt, um das zu finanzieren, das ging. ich bekam das Kindergeld von meinen Eltern und auch etwas Wohngeld.

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