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Ausziehen ängste

Frage von Kocham1990 Kocham1990

Hallo also folgendes ich führe mit meinem Freund eine Fernbeziehung seid 10Monaten und wir versuchen uns so oft wie möglich zu treffen. Am Anfang haben wir darüber geredet wer bereit wäre seine gewohnte Umgebung zu verlassen um einen kompletten Neuanfang zu starten.

Naja da ich meine Aubsildung machen muss wird es eh drei Jahre dauern und nach einer Ausbildung steht es ja nicht fest ob man übernommen wird oder nicht. Mein Freund hat eine Festeinstellung und so hab ich entschlossen da ich eh raus aus meiner Stadt wollte das ich zu ihm ziehen werde.

Naja nur mache ich mir Gedanken um meine Mutter. Ich habe ihr immer halt gegeben nach den Tod meines Vaters hab ich sie immer wieder aufgebaut und getröstet. Und ich weiß nicht wie sie es verkraften wird, wenn ich sage ich ziehe aus :(

Weil ich sie auch jetzt in vielen Dingen Unterstütze, weil meine Schwester sie Unterdrücken möchte (aber das ist jetzt egal) Ich Verteidige Sie immer und helfe Ihr wo ich kann aber ich habe Angst das sie so gesagt zusammen brechen wird wenn ich gehe. :(

Klar hat sie meine Brüder noch aber das ist nicht so das wahre :/

Ich glaub Sie kann sich das denken, dass ich iwann ausziehen werde und dann später weit weg sein werde. (Uns würden dann 400km trennen).

Am liebsten würde ich Sie ja mitnehmen so das meine andere Schwester sie nicht Terrorisieren kann aber das geht ja nicht. Meine andere Schwester: Mutti wird sehr trauig sein, wenn du gehst. Immerhin hast du die Familie zusammen gebracht und bist ihr kleines Nesthäckchen."

Wer hat so Erfahrung gemacht oder kennt sich da aus? Wie könnte ich meine Mutter am besten drauf vorbereiten?

:( Danke für Eure Antworten

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Antworten (2)

  • 2
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von moebi64 moebi64

    Tja, so ganz so einfach ist deine Frage leider nicht zu beantworten. Normalerweise sollten sich ja die Mütter um die Töchter sorgen und nicht umgekehrt, ich kann mir auch kaum vorstellen, dass es deiner Mutter recht wäre wenn du wichtige Chancen in deinem Leben verpassen würdest nur um für sie da zu sein. Andererseits gibt es bei dir ein paar Besonderheiten.

    • Wie lange ist dein Vater denn nun Tod und wie lange denkst du bräuchte deine Mutter noch um sich wieder in ihrem eigenen Leben zurecht zu finden? Es ist natürlich kein Dauerzustand, wenn sie sich nur auf dich stützt, doch die ersten Monate lehnt man sich natürlich aneinander. Bist du dir denn sicher, dass deine Geschwister deine Mutter wirklich nur terrorisieren wollen, vielleicht wollen sie ihr nur helfen wieder ins Leben zurück zu finden? Dafür gibt es nicht nur einen Weg, und der Weg des 'in Watte packens', ist nicht für jeden der Richtige. Kein Mensch kann dauerhaft in einem Kokon aus Trauer und Fürsorge leben, dafür ist das Leben zu schade.
    • Sind die 10 Monate nun die Gesamtdauer deiner Beziehung oder nur die Dauer des 'Fernbeziehungsanteils'? Mir wäre ehrlich gesagt nicht ganz wohl, wenn du direkt mit deinem Freund zusammenziehst, statt erst einmal eine Weile auf eigenen Beinen in einer eigenen Unterkunft zu leben. Gerade wenn man so fürsorglich wie du veranlagt ist, kommt man nur zu schnell vom Regen in die Traufe.

    Ich wünsche dir jedenfalls alles gute dabei die richtige Entscheidung zu treffen, ohne die wichtigsten Eckdaten (Dauer der Beziehung insgesamt, sowie Dauer der Trauerphase, warum sehen alle deine Geschwister die Situation deiner Mutter so anders wie du) wage ich es nicht dir einen konkreten Rat zu geben.

    Kommentar von Kocham1990 Kocham1990Kocham1990

    Naja mein Vater ist schon 6Jahre Tod.

    Ich kenne meinen Freund schon länger wir waren nur gute Freunde bis draus Liebe wurde und jetzt sind wir 10 Monate zusammen.

    Ja ich weiß es gibt viele Wege aber wenn die Tochter der Mutter einreden will wie sie zu Leben hat geht zu weit. Meine Mutter Raucht und meine Schwester nicht und deshalb hat sie Monate lang immer und immer wieder gesagt "Die Wohnung stinkt, die klamotten stinken und wenn meine Nichte zu besuch war hat sie sogar angefangen zu sagen das Sie Ihre Tochter Baden müsse, weil die Harre nach Zigaretten stinken.

    Naja klar ist es Verständlich das, wenn Leute nicht Rauchen so wie ich es unangenehm finden wenn leute Rauchen so wie meine Mutter. Aber ständig drauf zu hacken ist auch nicht richtig. Meine Mutter hat auch gesagt das sie es unterlassen soll, weil es nervt aber sie nuzt jede gelegenheit um etwas neues zu finden. Nun waren es nicht Klamotten die nach Zigaretten riechen sondern nach weichspüler Ö.ö wobei ich es als angenehm fand.

    Meine Mutter würde am liebsten das Thema Vater nicht ansprechen. Ich hatte versucht mit Ihr darüber zu reden auch, weil ich selber mit jemanden darüberreden wollte sie hatte immer abgeblockt und gesagt das sie darüber nicht reden möchte.

    Mittlerweile ist es so das ich mit Ihr zusammen nur Ansatzweise über die schöne Vergangenheit reden kann, wenn es um meinem Vater geht. Gehe ich zu tief rein weint Sie oder sie versucht das Thema zu wechseln.

    MeineBrüder zocken WoW und lassen sich von meiner Mutter alles ins Zimmer bringen. Sei es frühstück, Mittag oder Abendbrot. Sie Gehen in die Küche und sagen sie möchten Kaffe, Tee Kakao oder was zu essen und meine Mutter springt.

    Kommentar von moebi64 moebi64moebi64

    Damit kann ich deine Bedenken sehr gut verstehen, ob du deiner Mutter aber wirklich effektiv hilfst wenn du weiter bei ihr bleibst und alles böse von ihr weg hältst wage ich dann doch zu bezweifeln. Sie ist ja eigentlich schon erwachsen und hätte längst deinen Geschwistern ihre Grenzen aufzeigen sollen, besonders deinen Brüdern.

    Was die Sache mit dem Bevormunden durch deine Schwester angeht, so einen Fall kenne ich auch, so lange sich kein Dritter einmischt kommen die beiden aber dennoch überraschend gut miteinander aus. Vielleicht hilft es deiner Mutter sogar wenn du nicht mehr so viel für sie kämpfst, wenn sie hinreichend genervt ist gelingt es ihr vielleicht doch noch in der nötigen Deutlichkeit für sich selber einzutreten. Das ist ein ganz normaler Prozess, je häufiger deine Mutter sich von ihrer Tochter zurechtweisen lässt umso mehr fühlt diese sich Recht, schließlich 'meint sie es ja nur gut'. Die einzige die dieses unschöne Spiel beenden kann ist deine Mutter.

    Nach 6 Jahren würde ich einen Auszug durchaus für vertretbar halten, ihr trauert ohnehin sehr unterschiedlich, von daher kannst du da nicht so viel tun, den Ehemann ersetzen kannst du ohnehin nicht, oder wie willst du deine Brüder erziehen? Sie muss da durch, je früher desto besser, ehe sich das Ganze noch mehr verfestigt. Ich könnte wetten dein Vater hat sie viel beschützt und für sie deine Brüder gelegentlich in ihre Grenzen gewiesen. Dieser Teil der Trauerarbeit, in dem man die Pflichten wieder zurücknimmt, die vorher an den Partner abgegeben wurden ist sehr schmerzhaft, doch davor kann sich keiner drücken, jeglichen Versuch bestraft das Leben.

    Es gibt heutzutage so viele, gute Kommunikationswege, mein Vater ist erst vor 9 Monaten gestorben, doch da ich mich schon vor fast drei Jahrzehnten 300km weiter weg niedergelassen habe stellte sich die Frage in der Form nicht. also telefonieren wir eben täglich per Skype und einmal pro Monat fahre ich 'nach Hause', mehr geht einfach nicht, toll ist das nicht doch das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert.

    Dennoch würde ich dir zunächst zu einem eigenen kleinen Haushalt raten, auch wenn du deinen Freund schon länger kennst. Ein gemeinsamer Haushalt ist schon ein Großprojekt, es gilt eine Menge an Aufgaben möglichst gerecht zu verteilen und zwar so dass sich keiner auf Dauer benachteiligt fühlt. Da hilft es ungemein wenn beide vorher einmal erlebt haben, was sich alles an Kleinigkeiten hinter 'diesem bisschen Haushalt' verbergen. Auch wenn du sicher schon viel mithelfen musstest, damit deine Brüder so verwöhnt werden konnten, das ist noch einmal eine andere Welt und auch dein Freund sollte da erst einmal durch und zwar ohne Netz und doppelten Boden. Du darfst meine Einstellung gerne altmodisch nennen, doch sie hat sich nicht umsonst schon so gut bewährt.

  • 1
    Antwort von kuckkuck kuckkuck

    also ich denke, dass du ausziehen solltest, wenn du es möchtest. sonst kann dieses später mal bei einem streit zum vorwurf werden, dass du nur wegen ihr dort geblieben bis.

    du kannst ja immer mit ihr telefonieren oder per webcam chatten.

    vllt kann sie ja mit in den gleichen ort ziehen, wo du hin wolltest, dann ist sie zumindest noch in deiner nähe, falls sie mal hilfe braucht.

    deine geschwister werden sich nicht großartig im moment kümmern, weil sie wissen, dass du da bist und das eh machst. die haben garkeinen grund zu helfen.

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