Frage von bachelor1982, 52

Auszahlung Urlaub bei Kündigung in der Probezeit/verfällt Urlaub bei Jahreswechsel?

Hallo, ich habe am 01.10.15 bei einer neuen Firma angefangen, leider musst ich während der Probezeit feststellen, dass diese Firma nicht meinen wünschen entspricht. Jetzt habe ich zum 15.02.16 gekündigt. Da ich abgesehen vom 24.12 und 31.12 keinen Urlaub genommen habe und es auch eine Urlaubssperre von November 2015 bis Januar 2016 gab, da die Firma umgezogen ist, konnte ich 2015 den Urlaub nicht nehmen. Da ich bis zum 15.02 den Urlaub nicht mehr nehmen kann, muss der AG mir den Urlaub aus 2015/2016 Auszahlen ? Ich habe 30 Tage Urlaub im Jahr bei einer 5 Tage Woche, sprich 2,5 pro Monat. Dies würde laut meiner Rechnung 2015: 7,5-2=5,5 2016: 3,5 gesamt 9 Urlaubstage ergeben. Muss der AG mir den Urlaub aus 2015 auch auszahlen und wie wird der Betrag berechnet ? Ich danke für Antworten

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeit, Arbeitsrecht, Kündigung, 26

Du hast im letzten Jahr einen Urlaubsanspruch von 3/12 des Jahresurlaubs erworben. Da Du den Urlaub betriebsbedingt nicht nehmen konntest (Urlaubssperre), konnte er auf das erste Quartal diesen Jahres übertragen werden.

Für 2016 steht Dir aber nur 1/12 des Jahresurlaubs, also 2,5 Tage zu. Urlaub erwirbt man nur für voll gearbeitete Monate (§ 5 Abs. 1 Bundesurlaubsgesetz).

Das Bundesurlaubsgesetz sagt aber im § 5 Abs. 2  auch, dass Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben auf volle Urlaubstage aufzurunden sind.

Dein Urlaubsanspruch im letzten Jahr waren also nicht 7,5 sondern 8 Tage. Zwei Tage hast Du genommen, die anderen sechs Tage konnten mitgenommen werden.

Dieses Jahr hast Du, wie gesagt, keinen Anspruch auf Urlaub vom Februar aber die 2,5 Tage vom Januar werden auf 3 Urlaubstage aufgerundet.

Sollte Dein AG den Urlaubsanspruch aus 2015 und die 2,5 Tage aus 2016 zusammenrechnen wollen, sag ihm dass das nicht geht.

Das eine ist der alte Urlaubsanspruch den Du noch hättest 2015 nehmen sollen, was aber betriebsbedingt nicht möglich war und die 2,5 Tage vom Januar berechnen sich aus dem am 1. Januar neu entstandenen Urlaubsanspruch und werden deshalb entsprechend dem Gesetz auf 3 Tage aufgerundet.

Resturlaub der vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr genommen werden kann, wird nach § 7 Abs. 4 Bundesurlaubsgesetz ausgezahlt.

Warum fragst Du nach der Berechnung? Hast Du unterschiedlich hohe Arbeitsstunden? Bekommst Du Schichtzulagen?

Das Urlaubsentgelt berechnet sich nach § 11 Bundesurlaubsgesetz nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst, den der AG in den letzten dreizehn Wochen vor dem Beginn des Urlaubs erhalten hat, mit Ausnahme des zusätzlich für Überstunden gezahlten Arbeitsverdienstes.


Antwort
von berlina76, 28

Sprich mit deinem AG über die Urlaubsabwicklung. Den vom letzen Jahr muß er dir gewähren oder auszahlen. Den von diesem Jahr kann ggf. auch an den neuen AG weitergereicht werden. Sieht aber nicht gut aus wenn man mehr Urlaubsanspruch hat als man gearbeitet hat in der neuen Firma. 

Das übliche ist auch hier entweder gewährt er dir den Urlaub oder er zahlt ihn aus.

Aber warum sollte er dir den Urlaub nicht gewähren. Du hast doch noch 2 Wochen vor dir. 

Kommentar von bachelor1982 ,

Ich bin bis zum 12.02 krank geschrieben, bin Anfang Mitte Januar zum Arzt weil ich nachts nicht mehr schlafen konnte und mit Bauchschmerzen zur Arbeit gefahren bin. Da hat der Arzt mir empfohlen schnell was neues zu suchen und mich solang krank zu schreiben. Glücklicherweise habe ich schnell was neues gefunden.

Antwort
von Gestiefelte, 27

Doch, dir steht der Urlaub zu. Warum kannst du ihn nicht nehmen?

Kommentar von bachelor1982 ,

Ich bin bis zum 12.02 krank geschrieben, bin Anfang Mitte Januar zum Arzt weil ich nachts nicht mehr schlafen konnte und mit Bauchschmerzen zur Arbeit gefahren bin. Da hat der Arzt mir empfohlen schnell was neues zu suchen und mich solang krank zu schreiben. Glücklicherweise habe ich schnell was neues gefunden.

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