Frage von Seelenspiel, 237

Was sind die Auswirkungen der zunehmenden Islamisierung Deutschlands/Europas?

Hallo,

die Einwanderung der vielen muslimischen Menschen wird in den kommenden Jahren eine maßgebliche Veränderung Deutschlands/Europas mit sich bringen, darüber sind sich Politiker und Experten einig.

Frau Merkel hat diesbezüglich darauf hingewiesen, dass es gut sei, wenn Christen, die ihren Glauben nicht mehr aktiv praktizieren, zu ihm zurück fänden, um sich ihrer Wurzeln bewusst zu werden.

Mal angenommen dies geschieht und die "abtrünnigen" Christen fangen tatsächlich damit an, Sonntags wieder in die Kirche zu gehen und das Christentum in ihren Alltag mit einzubeziehen, würde das das Konfliktpotential, zwischen Christen und Muslime, nicht eher erhöhen und die Lage noch weiter verschärfen, als es ohnehin schon der Fall ist?

Antwort
von Hyperdinosaurus, 166

Zwar halte ich die angebliche Islamisierung des christlichen Abendlandes in Deutschland für eine billige strategische Propaganda von rechten Strömungen, aber angesichts der großen Zuwanderung sollten wir unabhängig von unserer Religion eine Wertebewusstsein entwickeln, um diese vor den neu Zugewanderten mit anderen Wertvorstellungen behaupten zu können, zum Beispiel in Bezug auf die Gleichberechtigung der Frau, Relgionsfreiheit, Meinungsfreiheit etc, sodass kein Nährboden für Konflikte entstehen kann.

Wir sind in der Flüchtlingskrise nämlich herausgefordert unsere demokratischen und freiheitlichen Werte zu verteidigen, die zu unserer Identität geworden sind und die über allem anderen stehen. Ob diese aus der christlichen Kultur sich herausgebildet haben möchte ich an dieser Stelle nicht diskutieren.

Ich denke das können wir den Flüchtlingen zumuten, dass zur Integration auch die Zustimmung unserer Werte gehört, die uns seit Jahrzehnten den Frieden und die Stabilität gebracht hat.  

Kommentar von LordRob ,

Danke, ich wünsche mehr Leute würden das erkennen

Antwort
von Allyluna, 237

WENN alle (hier erwähnten) Religionen ihren Glauben mit gesundem (!) Menschenverstand kombinieren würden (was ja zum Glück trotz aller Unkenrufe die meisten tun), dann gäbe es eher weniger Konflikte, denke ich.

Antwort
von RobertWeemeyer, 151

Erstens würde ich nicht von einer Islamisierung sprechen, nur weil der Anteil der Muslime durch Zuzug zunimmt. Anders sähe es vielleicht aus, wenn es den Muslimen gelänge, in nennenswertem Umfang die bisherige Bevölkerung für den Islam zu gewinnen. Dafür sehe ich aber keine Anzeichen. Die Muslime in Deutschland stammen zum weitaus größten Teil aus traditionell muslimischen Familien.

Zweitens glaube ich nicht, dass es das Konfliktpotenzial erhöhen würde, wenn sich Christen wieder mehr mit ihrer Religion befassen würden. Die aktuellen Konflikte z. B. in Sachsen gehen doch nicht in erster Linie von praktizierenden Christen aus. Nach meiner Einschätzung handelt es sich vor allem um Menschen, die gar keiner Religion angehören (das sind ohnehin die meisten in Sachsen) und/oder vom Christentum eher diffuse Vorstellungen haben. Die Kirchen und die praktizierenden Christen in Deutschland treten doch gerade für ein gedeihliches Zusammenleben mit den Muslimen ein und schüren keine Konflikte.

Antwort
von hummel3, 179

Mit Sicherheit werden fundamental orientierte Muslime unter den Zuwanderern versuchen, ihren religiösen Lebensstil zu manifestieren, wenn sie erst einmal hier "sesshaft" geworden sind. Man kennt das ja bereits aus den Erfahrungen mit der türkischen Zuwanderung und den Folgen.

Mit Sicherheit wird damit auch das Konfliktpotential in der Gesellschaft zunehmen, da "der Islam" schon von der Lehre her nicht bereit ist, sich dauerhaft in fremden Gesellschaften "ein- oder gar unterzuordnen", sondern in sich das Bestreben nach Dominanz trägt. - Wer dies nicht glaubt oder weiß, möge nur aufmerksam den Koran lesen oder die Entwicklung des Islam in der Zeitgeschichte verfolgen.

Da werden dann auch nicht die flachen, von Unwissenheit geprägten Aussagen und Tipps von Frau Merkel weiterhelfen. Da wird es dann eher "zur Sache" gehen und wie üblich werden dann alle deutschen Politiker einschließlich Frau Merkel wieder überrascht sein und behaupten, man hätte das nicht voraussehen können. 

Ich hoffe daher für mich allein auf den "verderblichen" Einfluss unserer "dekadenten" kapitalistischen Wohlstandsgesellschaft, welchem hoffentlich möglichst viele Muslime aus rein menschlicher Veranlagung unterliegen werden, um sich so von ihrer Religion und Kultur nach und nach zu entfernen.

Antwort
von hertajess, 59

Nun ja. Wenn ich jedem Titelträger Glauben schenken will - dann darf ich mit gutem Recht davon ausgehen dass sich das Tausenjährige Reich wiederholen wird. 

Schaue mal bei Wikipedia nach Gastarbeiter. Dann schaue beim Statistischen Bundesamt nach dem aktuellen Bevölkerungsstand. Du wirst feststellen dass doch ein erheblicher Prozentsatz unserer Bevölkerung bereits Muslime sind. Jedenfalls darf davon ausgegangen werden. Und? Was hat sich geändert?

Deutschland wird als Hu renhaus der Welt bezeichnet. 

Frauen werden in diesem Staat immer noch unterdrückt auf vielen Ebenen. Weder Gewerkschaften noch Politik geben sich tatsächlich Mühe diesbezüglich das Grundgesetz zu beachten. Musliminnen mit deutschem Pass die genau darum kämpfen werden nicht nur verbal öffentlich und privat massiv angegriffen. 

Aus der Türkei Eingewanderte stellen 20% der Arbeitsplätze in diesem Staat.

Islamisierung? Ich würde es gerne anders ausdrücken: 

Der Zuzug Andersgläubiger setzt die Institutionen welche von sich behaupten christlichen Glauben zu vertreten unter Beweiszwang. 

Das ist dann aber eine sehr andere Geschichte. Ein Regensburger Bischof der sich öffentlich hinstellt und vor wenigen Wochen seine Mitglieder auffordert ausschließlich Christen zu unterstützen die um ihr Leben zu uns fliehen hat die Überlieferungen nicht gelesen. Das beweist er damit öffentlich. Und lässt sich von unser Aller Steuergelder für seine Volksverhetzung auch noch sehr gut bezahlen. Das ist eine Unverschämtheit denn es ist auch noch ein Verfassungsverstoß. Mag er sich hinter dem Urteil des EuGH verstecken Kirche habe Sonderrechte. Antichristlich ist so eine Aufforderung auf jeden Fall. Des Teufels, wenn Du es so ausdrücken willst. 

Kirche kann sich also nicht mehr erlauben einfach nur ihrer Herrschsucht und Machtgier nachzugehen. Sie muss beweisen dass sie christliche Werte vertritt. Auf dem Weg da hin hat die deutsche christliche Gemeinschaft noch sehr Viel Arbeit vor sich. Denn irgendwo Mitglied zu sein und Glauben zu leben sind zwei sehr verschiedene Paar Stiefel. 

Antwort
von omikron, 162

Hallo.

Dass sich Deutschland/Europa durch die Einwanderung verändert, ist klar. Das tut es ja heute schon. Dass muslimische Feiertage gefordert werden, ist nur der Anfang.

Deutschland/Europa hat in den letzen 20 Jahren viel daran gearbeitet, das Christentum zu schwächen. Das Vakuum, das dadurch entstanden ist, will sich ausgleichen, das ist einfache Physik. Deshalb wird, wenn das Christentum nicht wieder stärker wird, der Islam die Position der führenden Position einnehmen. Ob damit was gewonnen ist und die Welt besser wird?

Kommentar von Kanatar ,

"das ist einfache Physik" - lol als bräuchten Menschen zwangsläufig einen religiösen Überbau

Kommentar von Mark1616 ,

Das Vakuum wird von Leuten gefüllt, die für sich selbst nachdenken und erkennen, wie unglaublich diese angeblich "göttlichen", aber trotzdem fehlerhaften Schriften sind. Der Glaube an Tausende Jahre alte Märchen, barbarische Regeln und angebliche Zauberkunststückchen hat im 21. Jahrhundert nicht mehr viel zu suchen und Gottseidank (welche eine Ironie) erkennen das auch immer mehr Menschen.

Ein Gott? Wer weis, vielleicht gibt es ihn, vielleicht auch nicht. Allah, Jahwe, Gott, Baal, Huitzilopochtli, Shiva, Manitu, Wakonda, Thor oder Zeus gibt es aber so wie sie beschrieben wurden mit 100 % iger Sicherheit nicht. Diese Götter sind genauso wie auch ihre Schriften Erfindungen von Menschen.

Antwort
von ayseztrk, 147

Also ich frage mich immer, was denn mit dieser islamisierung gemeint ist? ist eine islamisierung, wenn muslim_innen fordern an feiertagen wegzubleiben? oder gibt es ernsthaft menschen, die glauben in ein paar Jahren gibt es hier ein Saudi arabien 2.0?!

Ja, die Fluchtmigration wird unser leben verändern. Diese Veränderung sind aber unabhängig von Religionen - auch wenn Franzosen hierher fliehen müssten, würde das Deutschland verändern. Das ist das einzige worüber es Einigkeit gibt.

Ich verstehe nicht was das Nicht-Praktizieren vieler Christen mit Geflüchteten zutun hat? Damit wird doch wohl nicht ernsthaft gemeint sein, dass die sonst alle den Islam annehmen?! Jeder soll seine Religion nicht leben oder leben wie er möchte. Unter den Geflüchteten sind übrigens auch viele Christen. 

Bevor wir darüber sprechen können ob es eine Islamisierung gibt, müssen wir erstmal klären was damit gemeint ist. Ich bin mir jedenfalls ziemlich sicher, dass wir nicht plötzlich alle Muslim_innen sein müssen. 

Antwort
von Klaraaha, 125

Konflikte bestehen hier nicht zwischen Islam und Christentum sondern zwischen Islamismus (nicht Islam an sich) und der freiheitlich demokratischen Grundordnung. Die gilt für alle ob Atheist, Christ, Moslem Hindu.usw. Christen haben damit i.d. R. auch gar keine Probleme, waren ja auch bei der Verfassungsgebung mitbeteiligt.Für die Wahrung unserer Gesetze und Ordnung sind die Politiker incl. Frau Merkel verantwortlich und nicht zu sonntäglichen Kirchenbesuchen aufzufordern.

Antwort
von wespe13, 98

Wenn sich das 21. Jahrhundert sich mit dem 6. Jahrhundert mischen soll, dann gibt das Schwierigkeiten und wenn das dann nicht schnell genug geht, dann könnte das in D. so kommen wie in Frankreich.

Antwort
von mmolthagen, 77

Hallo,

das mögen Politiker und Experten behaupten - aber trifft es denn wirklich zu? Meiner Überzeugung nach nicht. Es gibt keine "Islamisierung" Deutschlands bzw. Europas.

Es steht auch nicht zu erwarten, dass die Christen "frömmer" werden - die Kirchenfeindlichkeit nimmt weiter zu (gerade auch bei Pegida & Co.). Die evangelischen Landes- und Freikirchen schrumpfen, der katholischen Kirche und den evangelischen Freikirchen wachsen allenfalls durch Migration neue Mitglieder zu.

Es gibt eine Zunahme einer christlich verbrämten rechten Strömung, die aber den traditionellen Kirchen und dem Judentum unverhohlen feindselig gegenübersteht (nennen wir sie die "Rechtsgläubigen"). Sie folgen einem losgelösten, nationalistischen Christentum, das fatal an die "Deutschen Christen" erinnert und an Hitlers Versuch, die Christen zu vereinnahmen. Sie sind fremdenfeindlich und antisemitisch. Für sie ist das Christentum erst in Europa bzw. Deutschland "entwickelt" worden und bedarf der Ablösung von seinen orientalischen und jüdischen Wurzeln, muss sich mit "hiesigen Werten" verbinden, also "deutsch" bzw. "europäisch" werden (wobei "Europa" bei den Rechtspopulisten freilich anders verstanden wird als bei Demokraten, nämlich als "Abendland im Abwehrkampf gegen das Morgenland", aber auch gegen Afrikaner, "Südländer" usw.).

Die "richtigen" Christen tun bereits alles, was in ihrer Macht steht, um die Geflüchteten - egal ob Muslime, Christen oder was sonst - in diesem Land willkommen zu heißen. Das ist das, was wir unter "Christentum im Alltag" verstehen. Der Konflikt entsteht hier nicht zwischen Muslimen und gläubigen Christen, sondern zwischen Muslimen und gläubigen Christen einerseits und den Rechtspopulisten und Rechtsgläubigen andererseits.

Grüße

Michael

Antwort
von 1988Ritter, 109

Ich gehe nicht von einer Islamisierung Europas aus. Der Islam stößt in dem realen Leben immer wieder schnell an seine Grenzen, da die Vorstellungen des Islam nach Koran und Sunna dem Mittelalter angelehnt sind.

Richtig ist, wir haben ein erhöhtes Potential durch Zuwanderungen. Ob diese Zuwanderer dauerhaft in Europa bleiben werden, bleibt zu bezweifeln.

Ich darf in dem Zusammenhang auf die letzte Volkszählung verweisen, wo aufeinmal rund 1 Millionen Türken gefehlt haben. Die sind einfach ohne sich abzumelden wieder in ihr Heimatland zurück gekehrt.

Kommentar von hummel3 ,

Der Islam stößt in dem realen Leben immer wieder schnell an seine Grenzen, da die Vorstellungen des Islam nach Koran und Sunna dem Mittelalter angelehnt sind.

Auch wenn ich deine Meinung gerne teilen möchte, befürchte ich doch, dass bereits der "Zusammenstoß des Islam mit dem realen Leben" auch für die andere Seite sehr "schmerzhaft" werden könnte.  :-))

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 60

Was sind die Auswirkungen der zunehmenden Islamisierung Deutschlands/Europas?

Da "Islamisierung" für mich nur ein extrem schwammiger Begriff ist, der vor allem propagandistischen Ziele hat, sehe ich kein konkretes Problem.

Was bedeutet "Islamisierung" konkret? Wachsen überall Minarette aus dem Boden? Muss der Weihnachtsmarkt nun Wintermarkt heißen? Muss die Schweinshaxe dem Döner weichen? Wird aus religiösem Respekt das Sparschwein abgeschafft? Laufen dann überall nur noch Taliban rum?

"Islamisierung" ist aus meiner Sicht nur ein diffuser Ausdruck, mit dem ein Klima der Angst geschaffen und Vorurteile geschürt werden sollen - auch unter Verbreitung inhaltlich falscher Behauptungen (siehe oben).

Antwort
von Schnoofy, 131

Von welcher Islamisierung ist die Rede?

Wer oder was wird wie islamisiert und woran merkt man das?

Kommentar von Ruehrstab ,

Aber unsere "Besorgten" können es doch gar nicht abwarten, dass endlich "isamisiert" wird ...

Kommentar von Nunuhueper ,

Bleib deshalb ruhig weiter unbesorgt. Wird schon alles gut gehen mit dem Islam bei uns. Ob mit oder ohne Scharia.

Kommentar von Ruehrstab ,

Noch'n Islamist ...

Kommentar von Nunuhueper ,

Deine ganze Welt besteht nur aus Nazis und Islamisten?

Es gibt keine anderen mehr?

Kommentar von Mark1616 ,

Klar, 4 Millionen Muslime werden den restlichen 76 Millionen EInwohnern Dtlds. ihr Leben diktieren.

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